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Bad Doberan Stadt hält weiter an Umgehung fest
Mecklenburg Bad Doberan Stadt hält weiter an Umgehung fest
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00:00 01.04.2014
Die Kreuzung B 105/Alexandrinenplatz ist Bad Doberans Nadelöhr. 18 000 Fahrzeuge rollen hier jeden Tag vorbei. Quelle: Dietmar Lilienthal

Ungeachtet der Kritik aus den Nachbargemeinden will Bad Doberan weiter für den Bau einer Umgehung kämpfen. Der Stadtvertreter haben am Montag das Rathaus beauftragt, eine Einwohnerversammlung zu dem Thema einzuberufen. Auf der sollen die Bürger mit Fachleuten des Landes, des Landkreises sowie mit Verkehrsplaner über die Vorteile einer neuen Trasse für die B

105 diskutieren. Der zweite Schritt: Doberan plant nach wie vor eine Volksabstimmung über das 27-Millionen-Euro-Projekt.

Zuvor hatte es erneut heftige Debatten um die neue Trasse für die Bundesstraße gegeben. So sprach Monika Schneider (Linke) von einer „Phantom-Debatte“. Doberan habe gar kein Verkehrsproblem — „vom Schwerlastverkehr vielleicht mal abgesehen“. Auch Andreas Jahncke (Handwerk & Gewerbe plus) warf den Befürwortern — allen voran der CDU, SPD und der Unabhängigen Doberaner Initiative (UDI) — vor, dass sie ein nicht vorhandenes Problem zum Thema machen würden: „Als Bürger habe ich mich nie mit dem Verkehr befasst. Fast zwei Drittel des Verkehrs auf der B 105 ist Zielverkehr — der will nach Bad Doberan. Den kriegen wir auch mit einer Umgehung nicht weg. Wann also haben wir in der Stadt ein Verkehrsproblem?“ Auch Jochen Arenz (parteilos) hält nichts von der Umgehung: „Aber ich werde für die Bürgerversammlung und eine etwaige Volksbefragung stimmen — damit das unsägliche Thema ein für alle Male ein Ende hat.“

Ulrich Ludwig (parteilos) gab zu Protokoll, dass er „keine Lust mehr auf das alte Theater“ habe. Und außerdem: „Wir zerstören für die Umgehung so viel intakte Natur.“ Gleiches hatten zuvor schon die Grünen in einem Schreiben an die Stadt bemängelt. Gerlinde Heimann (Linke) bemängelte, dass Doberan Entscheidungen über die Köpfe der Nachbargemeinden hinweg treffe. Harry Klink (FDP) hielt aber deutlich dagegen: „Was Parkentin sagt, interessiert mich nicht die Tüte. Wir sind hier, um etwas für Doberan zu tun.“ Und UDI-Chef Guido Lex sagt: „Auch das Umland sollte ein Interesse daran haben, dass es dem Mittelzentrum Doberan gut geht und dass sich die Stadt entwickelt.“

Am Ende stimmten 18 der 22 anwesenden Stadtvertreter für das Bürgerforum zum Thema „Ortsumgehung Doberan“.



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