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Bad Doberan Stadt plant große Sammelstelle für Sperrmüll und Grünschnitt
Mecklenburg Bad Doberan Stadt plant große Sammelstelle für Sperrmüll und Grünschnitt
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00:25 15.03.2018
Ein Archivfoto vom Frühjahr 2016: Schon damals quollen die Boxen auf dem Bauhof ganz schnell über. Mittlerweile ist das Problem immer heftiger geworden. Quelle: Fotos: Lutz Werner
Kühlungsborn

Die Stadtverwaltung will eine Annahmestelle für Sperrmüll und Grünschnitt einrichten, „die auch in der Lage ist, richtig große Mengen aufzunehmen und für einen gewissen Zeitraum – bis zur Abfuhr zur Deponie oder zum Kompostwerk – zu lagern“, kündigt Bürgeramtsleiterin Stefanie Zielinski an. Die Wahl des Standortes, das Genehmigungsverfahren und die technischen Voraussetzungen „sollen so schnell wie möglich, eventuell noch in diesem Jahr“ erledigt beziehungsweise geschaffen werden. Ein möglicher Standort wäre das Baustofflager am Ortseingang Ost an der Ecke Schwarzer Weg/Wittenbecker Landweg, so Zielinski. Es wird teils von der Firma Brünnich, teils vom städtischen Bauhof genutzt.

Bauhof-Boxen sind für die Grünschnitt-Massen längst zu klein geworden

„Ein ausgewachsener Wertstoffhof, der auch Problemabfälle wie Bauschutt oder Elektroschrott annimmt, soll das zunächst noch nicht werden. Wir planen erst einmal für das, was uns am meisten Sorge macht“, sagt die Bürgeramtsleiterin. Und das seien Grünschnitt und Sperrmüll.

Seit etlichen Jahren bietet der städtische Bauhof ganzjährig die Annahme von Grünschnitt an. Im März und Oktober, in der Zeit, in der auf Grundstücken und in Gärten besonders viel Baum- und Heckenschnitt anfällt, sogar kostenlos. Auch, weil im Ostseebad das Verbrennen von Gartenabfällen grundsätzlich verboten ist. „Das wird – und das ist erfreulich – sehr gut angenommen. Aber mit den Jahren wurde die Menge immer größer. Die Kapazität der Beton-Boxen auf dem Bauhof stößt an die Grenzen. Die Mitarbeiter können die Massen gar nicht so schnell abfahren wie neues Material dazukommt “, so Stefanie Zielinski. 950 Tonnen Grün- und Astschnitt seien 2017 zusammengekommen. Das reiche, um ein Olympiaschimmbecken mit den Standardabmessungen von 50 Metern Länge, 25 Meter Breite und 2 Metern Tiefe zu füllen, das fast 2,5 Millionen Liter fasst, hat die Bürgeramtsleiterin zur Verdeutlichung der Dimension ausgerechnet.

Bei Sperrmüll bietet der Entsorger zwar die kostenlose Abholung ab Grundstücksgrenze oder Gehweg vor dem Haus an. Doch nur nach langer Voranmeldung. Dabei gilt: Erst am Abend vor dem Abholtermin dürfen die sperrigen Altmöbel und andere Sachen herausgestellt werden. „Das ist in der Praxis schwer durchsetzbar. Da gibt es Eigentümer von Ferienwohnungen, die nur hin und wieder im Ort sind und bei Entrümpelungen den Sperrmüll schon tagelang vorher rausstellen. Was in einem Ostseebad mit gepflegtem Ortsbild nun gar nicht geht. Und dann gibt es auch Leute, die dafür anderswo als auf der Straße gar keinen Platz haben“, so Stefanie Zielinski. Und bekannt sei auch: Wo einmal Sperrmüll liegt, kommt schnell neuer dazu. „Wenn wir dann gegen Verstöße mit dem Umgang mit Sperrmüll ordnungsrechtlich vorgehen wollen, ist es fast immer unmöglich, zweifelsfrei den Verursacher zu finden“, erklärt die Odnungsamtsleiterin das Problem aus ihrer Sicht.

Um dieses Problem wenigstens ein wenig abzumildern, soll es bald auch das Angebot geben, den Sperrmüll selbst zu einer städtischen Sammelstelle bringen zu können. „Ob das alles kostenlos sein wird oder nicht und wer es betreibt, muss noch geklärt werden. Wir sind noch in der Planungsphase“, so Zielinski.

Bürgermeister Rüdiger Kozian ist der Ideengeber für das Vorhaben. „Ein solcher Service für die Bürger gehört in einer Stadt einfach dazu“, sagt er.

Lutz Werner

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