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Bad Doberan Stadt will neues Stadion bauen
Mecklenburg Bad Doberan Stadt will neues Stadion bauen
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17:17 28.08.2018
Wunderschön gelegen am Rand des Stadtwaldes und dicht am Meer - aber wegen des weichen Untergrundes der Rasenfläche nur bedingt belastbar: Wenn am Grünen Weg wirklich ein neues Stadion gebaut wird, hat der alte Sportplatz Ost als Fußballfeld keine Zukunft mehr. Quelle: Rolf Barkhorn
Kühlungsborn

Sollte es im Ostseebad Kühlungsborn wieder eine öffentliche Schwimmhalle geben, in der sportliches Schwimmen im tiefen Wasser möglich ist, wird sie wohl im neuen Stadtgebiet an der Umgehungsstraße Grüner Weg gebaut werden. Und: Der politische Wille, so ein Projekt auf den Weg zu bringen, bricht sich immer mehr Bahn. Überraschend: Bürgermeister Rüdiger Kozian (parteilos) fasste dabei – eher mit einer Randbemerkung – auch ein heißes Eisen an, das in Kühlungsborn noch für viel Gesprächsstoff sorgen wird.Das ist, kurz zusammenfasst, das Ergebnis einer Gesprächsrunde, die Montag am späten Nachmittag zusammenkam. Der Reihe nach: Der Förderverein Meerwasserschwimmhalle Kühlungsborn hatte dazu den Bürgermeister, Stadtvertreter – darunter Bauausschuss-Chef Hans-Joachim Ollhoff (HGV) –, Unternehmer aus der Tourismus-Branche sowie Prof. Dr. Klaus Dethloff vom Tennis-Club Kühlungsborn eingeladen. Inge Hagen-Heyde und Petra Müller, die beiden Front-Frauen des Vereins, der schon seit vielen Jahren für den Neubau einer Schwimmhalle in Kühlungsborn kämpft, wollten vom Bürgermeister und Bauausschuss-Chef wissen, was seit der letzten Zusammenkunft in dieser Sache vor einigen Monaten passiert ist. Kühlungsborns alte Meerwasserschwimmhalle am Rand des Baltic Parks war 2003 wegen Baufälligkeit geschlossen worden.

Erschließungsarbeiten im neuen Baugebiet kommen gut voran

Die Erschließungsarbeiten für das B-Plan-Gebiet Nr. 25 „Sondergebiet für Jugendherberge, Sport- und Freizeitanlagen“ laufen planmäßig (die OZ berichtete), so der Bürgermeister. In dem rund zehn Hektar großen Gebiet sei auch ein Bauplatz für eine Schwimmhalle geplant, so der Bürgermeister. Hans-Joachim Ollhoff ergänzte: „Wir haben in zwei B-Plänen – Baltic Park und B 25 – jetzt zwei potenzielle Bauplätze für eine neue Schwimmhalle. Die Tendenz unter den Stadtvertretern geht aber immer mehr hin zum neuen Gebiet am Grünen Weg.“Auch, weil der Neubau einer Schwimmhalle am alten Standort neben der Villa Baltic „immer mit der Entwicklung dieses historisch wertvollen Gebäudes im Zusammenhang steht“, so Kozian. Die Villa, die seit Jahren verfällt, gehört einem privaten Eigentümer und steht zum Verkauf. „Es gibt aktuell zwei Kaufinteressenten. Für beide ist der Neubau einer Schwimmhalle neben der Villa kein Thema“, erklärt der Bürgermeister.

Stadt schafft Voraussetzungen - wird aber eine Schwimmhalle nicht selbst bauen

Im neuen B-Plan-Gebiet solle – neben der Jugendherberge – ein Sport- und Freizeitzentrum „mit den tragenden Säulen Schwimmen, Tennis und individuelle Sportangebote entstehen“, so Kozian. „Wir schaffen dafür mit der Erschließung die bautechnischen Möglichkeiten und mit dem B-Plan die baurechtlichen Voraussetzungen – sagen, was dort möglich sein wird und was nicht. Gebaut und betrieben werden die Einrichtungen durch private Investoren, die wir allerdings – beispielsweise durch eine Ausschreibung – erst finden müssen“, erläutert der Bürgermeister das, was die Stadt dort leisten wird – und was nicht.

Zukunft des alten Sportplatzes im Ortsteil Ost ist ungewiss

Und fasst dann das heiße Eisen an. „Wir werden dort – im B 25 – auch einen wirklich belastbaren Fußballplatz mit einer modernen Leichtathletik-Anlage drumherum bauen. Die Sportanlage in West ist längst an ihr Limit gelangt und der alte, wunderschön am Stadtwald gelegene Rasenplatz im Ortsteil Ost ist – wie wir alle wissen – aufgrund des weichen Untergrundes kaum belastbar. Zwei Spiele kurz hintereinander, und der Rasen braucht zwei, drei Wochen zur Regeneration“, stellt er nüchtern fest. „Mit dem Neubau eines zweiten Kunstrasen-Platzes, der viel aushält, wird der Sportplatz Ost mit der zwar schönen, aber nur bedingt bespielbaren Naturrasen-Fläche überflüssig.“ Zudem sei auch die Laufbahn drumherum nicht mehr brauchbar, „denn dort wurde die Rettungsschwimmer-Unterkunft hineingebaut“.

Eine Aussage mit Konflikt-Potenzial

Diese Aussage, das weiß auch Kozian, hat Konflikt-Potenzial. Denn, ungeachtet aller Unzulänglichkeiten des Rasen-Stadions in Ost: Der dann wahrscheinliche Verkauf der Fläche in bester City-Lage durch die Stadt an einen vermutlich privaten Investor war bisher ein Tabu-Thema. Die Kühlungsborner haben ihn im Rahmen des Nationalen Aufbauwerks der DDR in den schweren 1950er Jahren nach dem Krieg in freiwilliger Arbeit faktisch aus dem Nichts erbaut. Diese Tradition ist tief verwurzelt.

Kompliment für Front-Frauen vom Schwimmhallen-Verein

Bauausschuss-Chef Ollhoff sorgte für einen sehr sympathischen Ausklang der Runde. „Frau Hagen-Heyde und Frau Müller kämpfen unermüdlich für ihr großes Ziel – die Schwimmhalle. Das verdient Respekt. Wenn die beiden Damen Stadtvertreterinnen wären, würde die Halle schon stehen“, sagt er unter dem Beifall der Anwesenden.Der B-Plan 25 wird am Mittwoch ab 18.30 Uhr zunächst öffentlich im Bauausschuss diskutiert: im Sitzungssaal des Bauhofes in der Straße zur Asbeck.

Werner Lutz

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