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Bad Doberan Startschuss für geförderten Wohnungsbau in Bad Doberan
Mecklenburg Bad Doberan Startschuss für geförderten Wohnungsbau in Bad Doberan
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18:19 08.11.2018
WIG-Geschäftsführer Arno Gutzmer (l.) freut sich über den Förderbescheid aus den Händen von Infrastrukturminister Christian Pegel. Quelle: Lennart Plottke
Bad Doberan

Es ist eines der größten Bauprojekte in Bad Doberan seit der Wende: An der Bussardstraße 13a entsteht in den kommenden Monaten ein Wohnhaus mit zwei Gebäudeteilen, die durch eine Tiefgarage miteinander verbunden sind. Das Vorhaben umfasst ein Investitionsvolumen von rund 5,3 Millionen Euro – und wird vom Land mit knapp 1,4 Millionen Euro gefördert.

Denn bei den 30 Zwei- bis Vier-Raum-Wohnungen handelt es sich um sogenannten „belegungsgebundenen“ Wohnraum. Heißt: Aus dem Landesprogramm geförderte Wohnungen dürfen 20 Jahre lang nur an Personen mit Wohnberechtigungsschein vermietet werden. Diesen stellt die Kommune Wohnungssuchenden aus, deren Einkommen einen festgelegten Satz nicht überschreitet.

„Das heißt aber nicht, dass wir hier nur Hartz-IV-Empfänger im Blick haben“, betonte Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) bei der Übergabe des Förderbescheides im Doberaner Marstall. „Der Kreis derer, die einen Wohnberechtigungsschein erwerben können, ist viel größer.“ Künftige Mieter könnten etwa Alleinerziehende, Senioren oder auch kleine Familien sein, sagte Arno Gutzmer, Geschäftsführer der Doberaner Wohnungsbau- und Investitionsgesellschaft mbH: „Die Nettokaltmiete darf 5,50 Euro pro Quadratmeter nicht übersteigen. Damit schaffen wir einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Wohnungsangebotes – vor allem für preisgebundenen Wohnraum.“ Denn trotz eines sehr dynamischen Wohnungsmarktes verzeichne die WIG Wartelisten bei den Wohnungssuchenden, so Gutzmer: „Unser Unternehmen kann nahezu keinen Leerstand verzeichnen.“

An der Bussardstraße entstehen 21 barrierearme, sechs barrierefreie und drei rollstuhlgerechte Wohnungen, die alle mit einem Fahrstuhl erreichbar sind. „Dazu kommen fünf frei finanzierte Wohnungen in den Staffelgeschossen“, erklärte der WIG-Chef.

Auch darin liege ein Reiz, meinte Pegel: „Ich bin auf die Mischung der Mieter gespannt.“ Denn die Landesregierung prüfe gerade Möglichkeiten, die oftmals starren Bewohner-Strukturen in einzelnen Wohngebieten wieder aufzubrechen: „Und hier in Bad Doberan könnte das im Kleinen schon beginnen.“ Um das Vorhaben Wirklichkeit werden zu lassen, habe die Stadtvertretung bereits 2015 den Bebauungsplan angepasst, sagte Doberans Bürgermeister Thorsten Semrau (parteilos): „Erst danach konnte man mit einem vierten Staffelgeschoss planen.“ Dass es der stadteigenen Wohnungsgesellschaft gelungen sei, das Grundstück über Jahre frei zu halten, würde sich jetzt gut fügen, meinte Semrau.

Dabei handele es sich um ein schwieriges Kapitel der jüngeren Stadtgeschichte, sagte Arno Gutzmer: „Nach der Wende wurde für den gesamten Bereich ein Plan aufgestellt, um eine Blockbebauung für mehrere Tausend Doberaner zu ermöglichen.“ Dieses Vorhaben scheiterte – so wie einige andere anschließende Pläne auch.

„2010 wurde das Gelände wieder aus dem Dornröschenschlaf erweckt – unterschiedliche Bebauungen folgten“, so Gutzmer. „Mit dem Neubau-Projekt wird jetzt das Quartier an der Bussardstraße abgerundet.“

Eine glückliche Fügung, meinte Bauminister Pegel: „In touristischen Hotspots ist es immer schwer, größere Grundstücke für eine Wohnbebauung zu finden – da hat das geplante Großvorhaben aus den 1990ern jetzt schon geholfen.“ Im Übrigen sei der Neubau an der Bussardstraße eines der ersten zehn Projekte, das in dieser Form vom Land unterstützt werde, machte Pegel deutlich: „Da ist Bad Doberan auch Vorreiter.“

Läuft alles nach Plan, soll im Frühjahr 2019 mit den Arbeiten begonnen werden. Die ersten Mieter könnten im Herbst 2020 einziehen.

Lennart Plottke

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