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Stau in Sicht am Autobahnkreuz: Schönheitskur für A 19 und A 20

Rostock Stau in Sicht am Autobahnkreuz: Schönheitskur für A 19 und A 20

Das Land lässt ab Montag die verschlissenen Fahrbahnen erneuern — in vier Etappen.

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Am Autobahnkreuz Rostock beginnen am Montag Sanierungsarbeiten. Für Autofahrer heißt das: Sperrung und Umleitung.

Quelle: Fotos: Ove Arscholl / Karsten Wilke (4)

Rostock. Es wird enger auf den Straßen rund um die Hansestadt. Wer hinterm Lenkrad sitzt, muss sich auf längere Fahrzeiten einstellen. Ab Montag lässt das Land die Fahrbahnen im Bereich des Autobahnkreuzes Rostock sanieren. Bis Anfang Oktober kommt es zu Sperrungen und Umleitungen auf A19 und A20, teilt das Verkehrsministerium mit. Autofahrer und Logistiker zeigen Verständnis.

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Wenn es gemacht werden muss, habe ich nichts gegen eine Sanierung, solange genug Geld dafür da ist.“Stefanie Mauritz (33), Angestellte

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„Der Zeitpunkt ist nie richtig“, kommentiert der Warnemünder Spediteur Rolf Kroeger als amtierender Präsident des Landesverbands des Verkehrsgewerbes die Arbeiten eher mit einem Augenzwinkern.

Natürlich entstünden durch solche Baustellen Mehrkosten und Zeitverluste für die Unternehmen. „Darauf müssen wir uns einstellen.“ Grundsätzlich begrüßt es der Verband jedoch, wenn Geld in die Sanierung der Straßen fließt. Gerade sei er aus Mailand zurückgekommen, berichtet Kroeger. Ob Italien, Schweiz, Österreich oder quer durch Deutschland — überall gebe es Baustellen auf Autobahnen.

Knapp eine Million Euro stellt der Bund bereit, damit die Fahrbahnen im Autobahnkreuz auf einer Länge von 6,75 Kilometern saniert werden können. Dabei wird zunächst die Deckschicht abgefräst und durch neuen Asphalt ersetzt. In vier Abschnitten komme es jeweils an sieben Tagen zu Sperrungen, der Verkehr werde über andere Anschlussstellen umgeleitet, heißt es aus dem Verkehrsministerium. Das Bauwerk, an dem die Autobahnen 19 und 20 aufeinandertreffen, entstand bis zum Jahr 2000. Vollständig befahrbar war es ab August 2002, als die A 20 in Richtung Osten freigegeben wurde.

Die jetzt geplante Sanierung sei notwendig, „da infolge der normalen Alterung des Fahrbahnbelages und des hohen Verkehrsaufkommens erhebliche Schäden an der Fahrbahn entstanden sind“, begründet das Schweriner Verkehrsministerium. Eine mangelhafte Planung oder Bauausführung liege nicht vor. Die Verkehrsbelastung auf der A 20 beträgt zwischen dem Autobahnkreuz und Rostock-Südstadt etwa 28 000 Fahrzeuge pro Tag, Richtung Dummerstorf sind es 23 600. Auf der A 19 werden vom Kreuz Richtung Rostock täglich etwa 24 000 und in Richtung Kessin 27 000 Fahrzeuge gezählt.

„Man mag es kaum glauben, aber es gibt tatsächlich schon Sanierungsbedarf“, sagt Christian Schäfer vom Allgemeinen Deutschen Automobilclub (ADAC). Mit den bekannten Problemen wie „Blasenbildung“ oder „Brüllbeton“ auf der Ostseeautobahn im Bereich Schönberg hätten die geplanten Arbeiten wohl nichts zu tun, lässt Schäfer wissen. Der ADAC begrüße die Sanierung. „Es ist richtig, dass rechtzeitig in die Infrastruktur investiert wird“, sagt er. Auch der Zeitpunkt sei passend gewählt — die Hauptreisezeit in der Urlaubssaison ist abgewartet worden.

Dass relativ neue Straßen wie das Autobahnkreuz nach zehn bis 15 Jahren eine neue Asphaltdecke bekommen müssen, ist für Rostocks Tiefbauamtsleiter Heiko Tiburtius normal. Er denkt in der Stadt aktuell an vielbefahrene Verbindungen wie August-Bebel-, Nobelstraße oder Südring. 1,5 Millionen Euro gibt die Stadt in diesem Jahr aus, um Fahrbahnen und Gehwege in Ordnung zu bringen.

Baustart an der Huntertmännerstraße
Auch im Rostocker Stadtgebiet müssen sich die Autofahrer auf Behinderungen und Umwege einstellen. In der Zeit vom 12. bis 15. September bleibt die Hundertmännerstraße komplett gesperrt, auch die Busse müssen den Bereich umfahren, kündigt der Leiter des Tiefbauamts, Heiko Tiburtius, an. Die im Winter als schlimmste Schlaglochpiste der Stadt bezeichnete Straße bekommt zwischen Saarplatz und Tweel eine neue Asphaltdecke. Bereits in der kommenden Woche soll die Trotzenburger Allee zwischen Schwimmhalle und Waldessaum erneuert werden.

 

Thomas Niebuhr

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