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Bad Doberan Fußballer wurden nicht gefragt
Mecklenburg Bad Doberan Fußballer wurden nicht gefragt
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17:01 28.09.2018
In dem neuen Baufeld am Grünen Weg soll – neben Jugendherberge und weiteren Vorhaben – auch ein kleines Stadion entstehen. Doch das Vorhaben ist umstritten. Quelle: Rolf Barkhorn
Kühlungsborn

So einfach wird das nicht mit dem Neubau eines Sportplatzes – eigentlich ist dabei an ein kleines Fußball-Stadion gedacht – mit Leichtathletik-Laufbahnen im Bebauungsplangebiet 25 an der Umgehungsstraße Grüner Weg. Denn spätestens seit der Stadtvertretersitzung am zurückliegenden Donnerstagabend ist die öffentliche Diskussion über Sinn und Notwendigkeit des Neubaus eröffnet.

Eigentlich sollten die Stadtvertreter – so der Wunsch aus dem Rathaus – nur eine B-Plan-Änderung beschließen. Als Planungsziel – neben anderem, was dort baulich künftig möglich ist – sollte nun auch eine Sportplatzanlage mit Laufbahn als Planungsziel festgeschrieben und das dafür vorgesehene Baufeld vergrößert werden. Der Bauausschuss hatte dafür bereits sein Okay gegeben. Die Stadtvertretung allerdings wollte nichts von einem konkreten Planungsziel Sportplatzneubau mit Laufanlage wissen. Sie beschloss zwar, eine Änderung des Bebauungsplanes auf den Weg zu bringen. Allerdings wird jetzt der Sportplatzneubau nur als eine mögliche Option, nicht als verbindliches Planungsziel gehandelt.

„Wir halten uns diese Option offen. Darüber jedoch muss dann die Stadtvertretung erneut beschließen.“ Quelle: Lutz Werner

Bauamtsleiterin Peggy Westphal fasste das so zusammen: „Wir halten uns diese Option offen. Sollte aber die Stadtvertretung später keinen Beschluss über den Neubau eines Sportplatzes mit Laufbahnen fassen, wird dort kein Stadion gebaut werden.“

Bürgermeister Rüdiger Kozian (parteilos) und Teile der Stadtvertretung wollen den Neubau, ein Teil der Stadtvertretung ist skeptisch und die wichtigsten Leute dabei, die Fußballer vom FSV Kühlungsborn, „sind hin- und hergerissen, müssen sich erst noch ihre Meinung bilden“, so FSV-Präsident Christian Mothes, der auch Stadtvertreter ist.

Rückblick: Die Idee, an der Umgehungsstraße ein modernes Stadion – durchaus für 2000 Zuschauer – zu bauen und dafür den Sportplatz Ost mit Rasenplatz in innerstädtischer Lage aufzugeben, reicht zurück bis in die 1990er Jahre. Bürgermeister Kozian fügte bei seinem Amtsantritt am Jahresbeginn das Konzept mit den Laufbahnen an. Die Vorteile liegen auf der Hand: Kühlungsborn hätte dann – neben der modernen Sportanlage West mit Kunstrasen – einen weiteren Sportplatz mit synthetischem Belag, der nahezu unbegrenzt belastbar wäre. Denn die Anlage in West stößt mit der Kapazität längst an ihre Grenzen und der landschaftlich schöne Rasenplatz in Ost ist aufgrund seines Untergrundes nur bedingt belastbar. Und im neuen B-Plan-Gebiet 25 soll es ausreichend Parkplätze geben.

Gegen den Neubau sprechen die Tradition und die schöne Lage am Rand des Stadtwaldes und nur ein paar hundert Meter vom Strand entfernt. Der Sportplatz am Stadtwaldrand gehört für viele Kühlungsborner ganz einfach zum Stadtbild des Ortsteiles Ost.

„Mich stört vor allem die Art und Weise, wie das hier gehandhabt wird. Nicht einmal die Fußballer wissen bisher, ob sie den Neubau wollen oder nicht.“ Quelle: Karsten Lehmann

Stadtvertretervorsteher Uwe Ziesig (parteilos) – selbst FSV-Mitglied – hatte die Diskussion um den Sportplatzneubau gleich am Beginn der Sitzung ausgelöst, als er forderte, die Verwaltung solle die Sitzungsvorlage zurückziehen, damit in den Ausschüssen erneut darüber beraten werden könne. „Mich stört vor allem die Art und Weise, wie das hier gehandhabt wird. Nicht einmal die Fußballer wissen bisher, ob sie den Neubau wollen oder nicht. Ganz zu schweigen davon, dass wir in der Stadtvertretung nie darüber gesprochen haben. So geht das einfach nicht“, sagte er.

Ex-Bauamtsleiter Wolfgang Stange (UWG) sprach sich von den Stadtvertretern am klarsten für den Neubau aus. „Das ist doch alles nicht neu, darüber haben wir schon in den 1990er Jahren gesprochen. Damals wurde aus den Planungen nichts. Jetzt haben wir die Chance, sie umzusetzen“, sagte er.

„Zuerst muss sich der FSV eine Meinung über den Neubau bilden. Dann soll die Entscheidung der Stadtvertreter folgen.“ Quelle: Lutz Werner

FSV-Präsident Christian Mothes, Stadtvertreter für die Kühlungsborner Liste, gab schließlich die Richtung vor, „in die es jetzt laufen müsse“. Zuerst solle sich der Fußballsportverein „eine Meinung bilden, ob wir ein neues Stadion haben wollen und dafür den Rasenplatz in Ost aufgeben“. Dann solle die Stadtvertretung grundsätzlich über den Neubau entscheiden und in einem dritten Schritt könne dann konkret geplant werden.

Lutz Werner

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