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Bad Doberan Kühlungsborn will weiter machen
Mecklenburg Bad Doberan Kühlungsborn will weiter machen
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16:00 10.10.2018
Die Musiker aus Garmisch-Partenkirchen sorgten im Festzelt wieder für eine ausgelassene Stimmung. Quelle: Ulrike Pawandenat/TSK
Kühlungsborn

Das Festbier ist ausgetrunken, die Haxen verspeist und die Musiker aus Bayern sind längst wieder zu Hause. Das Ostseebad feierte vom 28. September bis 3. Oktober, erneut mit tatkräftiger Unterstützung aus Garmisch-Partenkirchen, im Konzertgarten West den „Kühlungsborner Herbst“ – die hiesige Variante vom Oktoberfest. Danach bleiben Fragen. Nicht, ob das Fest gelungen war – denn das steht außer Zweifel. Fraglich ist aber, ob und wie es mit der touristischen Partnerschaft von Mecklenburgs größtem Ostseebad und dem großen Urlaubsort in den bayerischen Alpen weitergehen wird. Konkret: Zwischen dem Touristik Service Kühlungsborn (TSK), aus dem zum 1. Januar ein städtischer Betrieb wird, und GaPa-Tourismus, der Tourismus-Zentrale des Alpen-Orts.

Diese Partnerschaft ohne förmlichen Vertrag gibt es seit 2011 zum gegenseitigen Vorteil. Die Bayern werben beim „Kühlungsborner Herbst“ an der Ostseeküste für ihre Wander- und Ski-Saison. Der Touristik Service des Ostseebades tut Gleiches in Garmisch-Partenkirchen für Urlaub an der Ostsee. Vor allem beim Oktoberfest treffen sich regelmäßig Teams beider Tourismus-Zentralen, tauschen Ideen über neue gemeinsame Projekte und Werbe- und Marketing-Strategien aus.

Katja Seppelt (TSK-Marketing): „Der fachliche Austausch auf der Ebene der Ressorts war wieder sehr vielfältig.“ Quelle: Sabine Hügelland

„Das war auch diesmal auf der Ebene der Fach-Ressorts wieder so. Azubi-Austausch, Werbung in beiden Partner-Orten, die Einbeziehung der Schulen in unsere touristische Partnerschaft, gegenseitige Präsenz bei bedeutenden Events, gemeinsam Formate entwickeln, die in beiden Orten laufen könnten – das waren nur einige Themen“, erklärt Katja Seppelt, beim Touristik Service Kühlungsborn zuständig für das Marketing. Mit „GaPa Melange“ im November 2019 – ähnlich den Kühlungsborner Gourmet-Wochen – sei nun auch ein großes Event ins Auge gefasst worden, bei dem sich Kühlungsborn künftig präsentieren könne. „Da ist noch sehr viel unerschlossenes Potenzial“, so die Marketing-Frau.

Ein bisschen schwieriger gestaltet sich das auf der Chef-Ebene. „GaPa-Tourismus ist in einer Übergangsphase, wie wir auf dem Weg zu einer Tourismus GmbH der Stadt. Nur, dass dort erst im Laufe des kommenden Jahres klar sein wird, wer an der Spitze stehen wird“, erklärt Ulrich Langer, noch Chef des Touristik Service und ab 1. Januar 2019 Geschäftsführer der Tourismus GmbH Kühlungsborn.

Ulrich Langer (TSK-Geschäftsführer): „Von unserer Seite ist klar: Wir möchten die Partnerschaft mit Garmisch-Partenkirchen fortsetzen.“ Quelle: Sabine Hügelland

„Ich denke, Übergangs-Geschäftsführer Torsten Unseld hat während seines Besuchs in Kühlungsborn einen guten Eindruck von dem Potenzial unserer Partnerschaft bekommen. Aber wie sich die Tourismus-Zentrale in Garmisch-Partenkirchen dazu künftig positioniert, wird erst klar sein, wenn die Personalfrage an der Spitze gelöst sein wird“, so Langer. Unseld war leider für die OZ telefonisch nicht erreichbar.

„Von unserer Seite ist klar: Wir möchten die Partnerschaft fortsetzen“, sagt Langer und fügt hinzu: „Ich würde mir wünschen, dass dabei neben der touristischen auch die politische Ebene einbezogen werden könnte.“

„Das höre ich zum ersten Mal“, reagiert Kühlungsborns Stadt-Präsident Uwe Ziesig (parteilos) allerdings ein wenig skeptisch. „Unsere Tourismus-Zentrale, die bisher anders strukturiert war, wird in eine städtische Tourismus GmbH überführt. Wenn Ulrich Langer mit seiner Bemerkung meint, dass sich die Stadtvertretung in irgend einer Form zu dieser touristischen Partnerschaft bekennen soll, könnte ich dem folgen. Wenn damit eine weitere Städte-Partnerschaft gemeint ist, sage ich klar ,Nein’“, so Uwe Ziesig.

Uwe Ziesig (Stadt-Präsident): „Eine vertraglich geregelte neue Städte-Partnerschaft würde den Rahmen sprengen. So wie es ist, ist es gut.“ Quelle: Karsten Lehmann

Denn es sei mühselig genug, die bestehenden drei Städte-Partnerschaften einigermaßen mit Leben zu erfüllen. „Und im Gegenteil dazu: Die rein touristische Partnerschaft mit Garmisch-Partenkirchen lebt sehr rege von dieser konkreten Zweckbestimmung zum gegenseitigen Nutzen und durch die Personen, die dabei aktiv sind. Alles andere wäre aufgesetzt“, sagt Ziesig.

Bürgermeister Rüdiger Kozian (parteilos) könnte sich dagegen Kontakte zwischen dem Rathaus und der Stadtvertretung in Kühlungsborn und Garmisch-Partenkirchen „durchaus vorstellen“. Aber eher „auf Arbeitsebene, wenn dabei gemeinsame Interessen erkennbar sind“. Von einer neuen, förmlichen Städte-Partnerschaft hält auch er nicht viel. Aus den gleichen Gründen wie Ziesig.

Lutz Werner

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