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Typisch Mecklenburgisch: Holz in Farbe und ganz natürlich

Rerik Typisch Mecklenburgisch: Holz in Farbe und ganz natürlich

Heimatmuseum Rerik präsentiert Ausstellung mit Werken von Silke Krempin

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Naturalistische und abstrakte Formen: Museumsleiter Thomas Köhler bei der Eröffnung der Ausstellung im Reriker Heimatmuseum von Silke Krempien.

Quelle: Foto: Privat

Rerik. Holz steht im Mittelpunkt der neuen Ausstellung im Reriker Heimatmuseum, die bis zum 2. Juni zu sehen ist. „Holz gestaltet“ nannte Silke Krempien aus Schwerin ihre Exposition von Bildern und Skulpturen aus Holz bis hin zu Grafiken, Fotos und kleineren Objekten aus Bronze. „Als echte Mecklenburgerin bevorzuge ich die einfachen, natürlichen Motive und Formen der Landschaft“, sagt sie. „Durch die verwendeten Holzbeizen entstehen die matten Töne, die bei jedem Licht anders erscheinen. Ob Holzton oder Farbe – immer wieder zeigt sich etwas typisch Mecklenburgisches.“

Die 52-Jährige gelernte Holzbildhauermeisterin verarbeitet den nachwachsenden Rohstoff in naturalistischer oder abstrakter Form. Sie belässt ihn entweder in seinem natürlichen Zustand oder gibt Farbe hinzu. Zu sehen sind mecklenburgische Landschaften, abstrakten Kombinationen mit Steinen, Fossilien, Metall, Uhrenelementen, Keramik, Zellan und vielem anderen.

Dabei benutzt Silke Krempien verschiedenste Hölzer wie Eiche, Esche, Rüster, Linde oder Obstbaumhölzer wie Kirsche und Pflaume. Zu einigen Objekten gibt es auch Texte aus der Feder der Künstlerin.

Die größten Objekte messen um die 70 mal 50 Zentimeter. Uhrenelemente vom Klockenschauster aus der Münzstraße in Schwerin finden bei ihr eine neue Bestimmung wie auch von ihr gefertigter, individueller Schmuck mit Naturelementen wie Opuntie (Hartfaser) Mineralien und Fossilien zu sehen ist. Die Ausstellung wird ergänzt durch Fotografien, die andere Arbeiten von Silke Krempien zeigen – so auch die Skulpturen für das „Gotische Haus“ in Wernigerode, eine restaurierte Haustür und die Gestaltung der Schleierbretter für eine Orgel in der Nikolai- Kirche Wismar.

Die Künstlerin wurde in Crivitz geboren und arbeitete zwischen 1972 und 1982 in verschiedenen Keramikzirkeln mit. Anschließend absolvierte sie bis 1985 eine Lehre zur Holzbildhauerin in Thüringen, der eine fünfjährige Tätigkeit in der Denkmalpflege in Schwerin folgte. Ihre Meisterausbildung schloss Silke Krempien 1992 ab, arbeitete jedoch bereits seit 1990 in der Selbstständigkeit. Seit 1994 nimmt sie an Ausstellungen, Symposien und Kunstprojekten unter anderem in Hannover, Lübeck, Wien und Brüssel teil.

Im Jahr 2000 erhielt sie den ersten Preis beim Bildhauersymposium Internationales Buchdorffestival in Mühlbeck sowie einen zweiten Preis in der Sonderausstellung „Inseln“, bei den Kunst- und Kulturtagen in Hamburg 2010. Seit 2009 ist sie Mitglied der Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstförderer e.V. in Mecklenburg-Vorpommern (GEDOK). Plastiken im Außenbereich, Restaurierungsarbeiten für Schlösser, Kirchen und Wohnhäuser in Schwerin, Schnitzelemente für Schloss Schwerin und anderes prägen einige ihrer Arbeitsschwerpunkte. „Die Natur als Zufluchtsort, dort finden sich meine Ideen, die ich wiederum in einem Produkt der Natur zum Ausdruck bringen möchte. Den Linien des Holzes folgend, möchte ich Stimmungen erzeugen, die vielleicht zum Träumen anregen können oder zum Verweilen in der Natur mit offenen Augen und Herzen“, so Silke Krempien.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 14 bis 17 Uhr, Dienstag, Mittwoch, Freitag 10 bis 12 Uhr

Sabine Hügelland

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