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Bad Doberan Über die Lust am Baden – von der Antike bis heute
Mecklenburg Bad Doberan Über die Lust am Baden – von der Antike bis heute
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00:13 14.06.2018
Bad Doberan

Badeanzüge, die keusch möglichst viel verhüllten, und Kopfbedeckungen – so stiegen vor nicht allzu langer Zeit die Damen ins Meer. Im Rahmen des Wasserfestes Aquanostra zeigt das Stadt- und Bädermuseum seit dem 7. Juni die Ausstellung „Badelust und Burgenbau – aus der Geschichte des Badens von den Anfängen bis in die Gegenwart“. Besonders gut gelungen ist der Spannungsbogen im ersten Raum mit Badegeschichte von der Antike, die sich im zweiten Raum bis in die Moderne weiterentwickelt. So erfahren die Gäste, wie sehr in der Antike auf Sauberkeit und Pflege Wert gelegt wurde, während im Mittelalter Waschen gar verpönt war. Es gibt eine Vitrine mit Ausstellungsstücken eines privaten Sammlers: Souvenirs aus Heiligendamm.

Museumsleiterin Silvana Rieck präsentiert Bademoden. Quelle: Foto: Hügelland

Museumsleiterin Silvana Rieck entdeckte eine Souvenirtasse mit Doberaner Wappen von 1930 auf einem Flohmarkt, auch die ist dort zu sehen. „Wir wollten eine Ausstellung präsentieren, die für Touristen und für Einheimische von Interesse ist. In unserem Depot lagert viel Interessantes, das wir aus Platzgründen sonst nicht zeigen können“, sagt Rieck. So gibt es eine Vitrine zum Thema G-8-Gipfel, eine mit Büchern über die Badegeschichte und eine mit Puppen, die Bademode tragen. „Die stellt der Verein Perspektive her“, erklärt die Museumsleiterin.

Strandkörbe und ihre Geschichte dürfen in so einer Ausstellung ebenso wenig fehlen wie Badebekleidung – dicke Wollanzüge, die sich einst wohl schwer mit Wasser vollsaugten, bis zur knappen Dreiecks-Hose für Männer aus der frühen DDR. Nachzulesen ist unter anderem auch, wie sich die Bademode für Damen und Herren entwickelte: „Badehemden, Beinkleider im Bade, sind nicht zu rathen und mindern den Nutzen desselben“, schrieb der Badearzt Prof. Vogel in seine Baderegeln, die er 1798 den Badegästen von Doberan für den erfolgreichen Verlauf der Badekur mit auf den Weg gab. „Die frühen Badeärzte plädierten ausdrücklich für das Nacktbaden“, ist im Museum zu lesen. Stadt- und Bädermuseum:

Beethovenstraße 8, Bad Doberan,

Di-Fr 10-12 und 13-17 Uhr, Sa 12-17 Uhr

sah

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