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Bad Doberan Wasserschutzpolizei wirbt um Nachwuchs
Mecklenburg Bad Doberan Wasserschutzpolizei wirbt um Nachwuchs
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15:42 13.07.2018
Die Wasserschutzpolizei des Landes Mecklenburg-Vorpommern hat am Donnerstag etwa 20 Kindern aus Rostock und dem Landkreis Rostock ihre Arbeit gezeigt. Quelle: Anja Levien
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Kühlungsborn

„Mann über Bord“, ruft Nick Böttcher von der Wasserschutzpolizei und lenkt das Schlauchboot zu dem in der Ostsee vor Kühlungsborn treibenden Mann. Polizist Birger Sydow und Lea werfen den Rettungsring und holen den Mann an Bord. Die 13-Jährige ist eine von 20 Jugendlichen aus Stadt und Landkreis Rostock sowie Lettland, die gestern Nachmittag die Arbeit der Wasserschutzpolizei hautnah kennenlernen konnten. Möglich gemacht haben das der Charity Club Rostock sowie der Rotary Club Kühlungsborn/ Bad Doberan.

Die beiden wohltätigen Clubs engagieren sich für Kinder aus sozial schwachen Familien. „Wir wollen sie zusammenführen, damit sie Kontakte untereinander knüpfen. Das Event hat eine gewisse Nachhaltigkeit und ist für uns die Möglichkeit, um Nachwuchs zu werben“, sagt Peter Mainka, Chef des Landeswasserschutzpolizeiamtes Mecklenburg-Vorpommern und Mitglied im Rotary-Club. Die Jugendlichen werden in fünf Teams aufgeteilt und besuchen fünf Stationen im Bootshafen und am Strand von Kühlungsborn.

Für Lea, Jeanne, Lea, Pascal und Domenik geht es als Erstes zum Schlauchboot. „Ihr fahrt raus auf die Ostsee und müsst eine Person mit Hilfe des Schwimmrings aus dem Wasser holen“, sagt Wasserschutzpolizei-Sprecher Robert Stahlberg den Jugendlichen aus Rostock, Bad Doberan und Malpendorf. Gesagt getan. Mit drei Booten geht es raus aufs Meer. Bis zu 60 Kilometer die Stunde kann das Boot über die Wellen sausen. Mit Hilfe der Polizisten können alle fünf den über Bord gegangenen Mann retten. „Das hat Spaß gemacht“, sagt Lea und möchte am liebsten gleich noch eine Runde fahren.

Zuständig für 1900 Kilometer Küstenlinie

Die Arbeit der Wasserschutzpolizei besteht aber nicht nur aus Rettung, informiert Robert Stahlberg kurz darauf. „Wir sind für 1900 Kilometer Küstenlinie zuständig.“ Etwa 300 Mitarbeiter zählt das Wasserschutzpolizeiamt mit sieben Inspektionen. Zum Aufgabenbereich dieser zählen Verkehrskontrolle auf dem Wasser, die Kontrolle des Umschlags und der Beförderung von Gütern, der Umweltschutz, die Sicherheit und Gefahrenabwehr in der Schifffahrt sowie die Hafensicherheit. „Wir sind für 90 bis 95 Prozent der Wasserfläche in Mecklenburg-Vorpommern zuständig“, so Stahlberg. Die Jugendlichen lernen auch, dass die Hubschrauberstaffel vom Wasserschutzpolizeiamt koordiniert wird. „Sie wird bei Demonstrationen eingesetzt oder wenn jemand vermisst wird“, erläutert Robert Stahlberg.

Rettungswesten sind überlebenswichtig

Den Umgang mit Rettungsmitteln erfahren die Jugendlichen hautnah am Strand. Hier ziehen sie Rettungswesten über ihre Schwimmsachen. „Es sterben viele Kinder und Jugendliche, weil sie die Weste nicht getragen haben oder die Umgangsregeln nicht beherrschen“, sagt Robert Stahlberg. Die bekommen sie von den Polizisten Michaela Freudenreich und Ronald Höhne erklärt. „Rettungswesten sind wichtig, wenn man mit dem Boot unterwegs ist“, sagt Michaela Freudenreich. Man müsse sich beispielsweise beim An- oder Ablegen nur stoßen und ohnmächtig ins Wasser fallen, dann würde einem die Weste oben halten. Dabei ist Rettungsweste nicht gleich Rettungsweste. So erfahren die Jugendlichen, dass es Feststoffwesten und Automatikwesten gibt und auch solche, die sich im Wasser nicht drehen. „Die taugen nichts“, sagt Freudenreich.

Mit den Westen gehen Lea, Pascal und Dominik ins Wasser zur Rettungsinsel, klettern hinein und wieder raus. „Raus zu kommen war schwieriger“, sagt die 15 Jahre alte Lea zurück an Land. „Da passen sechs Personen rein“, sagt Pascal. „Das Schlimmste waren die Steine am Grund auf dem Weg zur Rettungsinsel“, sagt der 14-Jährige.

Anschließend besichtigen sie noch das Küstenschutzboot „Warnow“ und üben sich im Knoten binden. An letzterer Station probieren die Jugendlichen aus Lettland gerade den Kreuzknoten. Sie sind beim Internationalen Bund in Kröpelin zu Besuch.

Levien Anja

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