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Bad Doberan Verkehrskonzept für Kühlungsborn: Die Bürger sind gefragt
Mecklenburg Bad Doberan Verkehrskonzept für Kühlungsborn: Die Bürger sind gefragt
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13:32 06.11.2018
Etwa 100 Zuhörer kamen am Montagabend in den Konferenzraum des Bauhofes in Kühlungsborn. Dort präsentierte einen Arbeitsgruppe Vorschläge für ein Verkehrskonzept. Quelle: DBR
Kühlungsborn, Kühlungsborn

Zu viele Autos, zu wenig Platz – an der Verkehrssituation in Kühlungsborn muss sich etwas ändern. Darin sind sich Stadt und Einwohner einig. Eine ehrenamtliche Arbeitsgruppe entwickelt deshalb Vorschläge für ein neues Konzept. Die ersten Entwürfe haben die Mitglieder am Montagabend vorgestellt.

„Das Ziel ist es, die Situation zu entspannen und Unfallschwerpunkte zu beseitigen“, sagte Helmut Maisel, Mitglied der Arbeitsgruppe, vor etwa 100 Zuhörern im Bauhof. In dem Gremium wirken unter anderem Stadtvertreter Andreas Bartelmann (CDU) und Axel Braun vom Seniorenbeirat mit. Die Gruppe arbeite außerdem mit dem Bürgeramt und dem Bauamt zusammen.

Zunächst geht es um drei Schwerpunkte in dem Ostseebad: Die Strandstraße, die Ostseeallee und die Parkplatzsituation im Allgemeinen. Der erste Vorschlag ist, die Einbahnstraßenregelung im Hermann-Löns-Weg umzukehren. Außerdem könnten von dort ausgehend in der Strandstraße in beide Richtungen Einbahnstraßen entstehen. Radfahrer sollen hingegen weiterhin in beide Richtungen fahren dürfen. Das hätte den Vorteil, so Helmut Maisel, dass die Hotels und Geschäfte weiterhin angefahren werden könnten. Da Kühlungsborn auf den Tourismus angewiesen sei, sei das ein besonders wichtiger Punkt, der in allen Maßnahmen berücksichtigt werden müsste. „Unser Problem ist vor allem der Suchverkehr“, sagt Helmut Maisel. „Also Tagesgäste, die im Ort parken wollen.“

Der Durchgangsverkehr würde durch die Einbahnstraßenregelung erschwert. Das könnte bewirken, dass viele diesen Weg nicht mehr nutzen. Dann würde sich jedoch zumindest ein Teil des Verkehrs in die Rudolf-Breitscheid-Straße verlagern.

Um die Situation in der Ostseeallee zu entspannen, könnte sie in eine Fahrradstraße umgewandelt werden. Diese Idee sei jedoch vermutlich schwer zu begründen: Die Ostseeallee ist eine der Hauptverbindungen zwischen Kühlungsborn Ost und West. Die Arbeitsgruppe hat jedoch einen weiteren Ansatzpunkt ausgemacht: In einer Tempo-30-Zone wie der Ostseeallee verbiete der Gesetzgeber Fahrradwege, erläutert Helmut Maisel. Diese sollten dort in Fußwege umgewandelt werden, Radfahrer könnten die Straße mitbenutzen. Dadurch, so vermuten die Mitglieder der Arbeitsgruppe, würden auch die Autos langsamer fahren.

Ein weiterer neuralgischer Punkt in dem Ostseebad ist die Parkplatzsituation. „Das Angebot muss vergrößert werden“, sagte der Sprecher der Arbeitsgruppe. Der Vorschlag: Ein neues Parkhaus in der Schulzentrift. Etwa 450 Stellplätze könnten dort entstehen. Zusätzlich sei am Grünen Weg ein Auffangparkplatz sinnvoll – zumindest in der Hauptsaison.

Den Verkehr im Ort könnte man jedoch auch dadurch beruhigen, wenn vor allem Tagesgäste gar nicht mehr nach Kühlungsborn hineinfahren müssten. „Drei Auffangparkplätze am Ortsrand wären nötig“, sagt Helmut Maisel. Außerdem müsste es von dort einen Shuttleverkehr mit engem Takt geben. „Bei einer halben Stunde ist da schon die Schmerzgrenze erreicht.“ Um den Besuchern die Wartezeit zu verkürzen, schlägt die Arbeitsgruppe, vor, dort einen Spielplatz zu bauen. „Auch ein Infopunkt oder ein Fahrradverleih wären denkbar.“

Grundsätzlich, so Helmut Maisel, sei es eine sehr komplexe Aufgabe, ein Verkehrskonzept für Kühlungsborn zu entwickeln. „Jede Maßnahme kann sich auf jede andere auswirken“, sagt er. Gleichzeitig müssten die Lösungen so durchdacht sein, dass sie sich gegebenenfalls an künftige Entwicklungen anpassen lassen. „Eine ideale Lösung gibt es nicht“, sagte auch Bürgermeister Rüdiger Kozian. „Wir wollen aber versuchen, möglichst viele Bürger mitzunehmen.“

Cora Meyer

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