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Bad Doberan Verwirrspiel in Hohenfelde: Wird die Kita geschlossen?
Mecklenburg Bad Doberan Verwirrspiel in Hohenfelde: Wird die Kita geschlossen?
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00:00 20.04.2013
Händewaschen ist nicht das einzige, was die „Teichfrösche“ lernen. Beim Präventionspreis 2012 war die Kita unter 15 besten in MV. Quelle: Renate Peter
Hohenfelde

Mehrfach in den vergangenen Wochen mussten sich Hohenfeldes Gemeindevertreter mit der Zukunft ihrer Kindertagesstätte befassen. Grund: Zu Jahresbeginn hatten Vertreter des Betreibervereins vor der Gemeindevertreterversammlung erklärt: „Wir können nicht mehr.“ Von einer viel zu großen Belastung der einzelnen Vereinsmitglieder war die Rede, und davon, dass nun noch zwei weitere Vorstandsmitglieder wegfallen würden.

Der Verein selbst machte sich auf die Suche nach einem neuen Kita-Betreiber — und wollte zunächst Rechtssicherheit: Was ist, wenn der Verein aufgibt? Fällt dann die Kita, die die Elterninitiative Mitte der 1990er Jahre von der Gemeinde übernommen hatte, an die Gemeinde zurück? Oder muss sie gar geschlossen werden?

„Letzteres auf gar keinen Fall“, betonte gestern Hohenfeldes Bürgermeister Karlheinz Siewert nochmals ausdrücklich. Er gehe davon aus, dass in seiner Gemeinde auch weiterhin Kinder geboren werden, und in den Nachbargemeinden auch. „Die Kita ist ein Stück Zukunft für uns, das geben wir nicht auf“, versicherte der Bürgermeister nun der OZ.

Die Geschichte des Hohenfelder Kindergartens ist lang: 1961 wurde erstmals ein „Erntekindergarten“ eingerichtet, um die Kinder der Genossenschaftsbauern während der Erntezeit zu betreuen. Der Ziegeleiarbeiter Wilhelm Röhrdanz stellte im Althöfer Weg einen Teil seines Hauses zur Verfügung, und Olga Dahlmann betreute die Kinder.

Ab 1965 wurde der Kindergarten eine ständige Einrichtung, später bauten die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) und die Gemeinde das Nebengebäude einer Scheune am Dorfrand aus und richteten dort den Kindergarten ein. Nach der Wende konnte sich Gemeinde den eigenen Kindergarten nicht mehr leisten. Die damalige Bürgermeisterin Sabine Neumann konnte aber viele alteingesessene Großeltern und Eltern bewegen, eine Elterninitiative zu gründen. Aus ihr wurde der neue Betreiberverein — und damit ging Hohenfelde als erste Gemeinde in der Region neue Wege in der Kita-Förderung.

„Inzwischen gibt es drei Interessenten, die unseren Kindergarten künftig betreiben möchten“, sagte Bürgermeister Siewert gestern. Ein „gestandener“ Betreiber von Sozialeinrichtungen sei darunter, aber auch zwei private Interessenten. Wie sich die Gemeindevertretung entscheide, sei aber noch offen, sagte Siewert. Denkbar sei nämlich auch ein ganz anderes Szenario: Seit sich herumgesprochen habe, dass der Elternverein Probleme habe, die — immerhin ehrenamtliche — Arbeit zu schaffen, gebe es immer mehr Stimmen in Hohenfelde, die ihre Unterstützung anbieten. „Da kann es durchaus sein, dass die Elterninitiative neuen Schwung erhält“, sagte Siewert. „Und die hat ja auch bisher hervorragende Arbeit geleistet.“Soviel aber sei klar: „Die Kita bleibt.“

„Die Teichfrösche“ — Kita mit langer Geschichte
1961 wurde in Hohenfelde erstmals ein Erntekindergarten eingerichtet, um die Kinder der Genossenschaftsbauern während der Erntezeit zu betreuen.

1965 wurde der Kindergarten eine ständige Einrichtung, erst im Anbau einer Scheune am Dorfrand, später in einem eigenen Gebäude am Schwanenteich im Dorfkern.

1997 wurde die Einrichtung auf den Namen „Die Teichfrösche“ getauft. Die Kita erhielt im neuen Jahrtausend einen Anbau und wurde aufwändig modernisiert.

Klaus Walter

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