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Bad Doberan Viel Glas für neues Terminal in Warnemünde
Mecklenburg Bad Doberan Viel Glas für neues Terminal in Warnemünde
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00:00 09.12.2017
So könnte das neue Kreuzfahrtterminal am Liegeplatz 8 aussehen. Mit dem Bau soll 2018 begonnen werden. QUELLE: ARCHITEKTEN BASTMANN+ZAVRACKY
Warnemünde

Vor einigen Wochen stellte Rostock Port die ersten Pläne für die Gestaltung des neuen Kreuzfahrtterminals in Warnemünde im Planungsbeirat vor. Auf Wiedervorlage, hieß es nach der ersten Präsentation. Gestern zeigten die Hafenentwickler nun ihre überarbeiteten Pläne dem mit externen Experten besetzten Gremium und erhielten dafür Zustimmung. Ende Oktober 2018 will Rostock Port mit dem Bau beginnen, zur Saison 2020 soll das neue Terminal am Liegeplatz 8 zur Verfügung stehen und das Zelt ersetzen.

Rostocks Port-Geschäftsführer Jens A. Scharner war die Erleichterung über das positive Votum anzumerken. Vor allem, weil der Bau im nächsten Herbst bereits beginnen soll, gebe es Zeitdruck. Auch deshalb, da im wesentlichen nur außerhalb der Kreuzfahrtsaison gebaut werden kann. Die Kosten für das Terminal liegen im zweistelligen Millionenbereich, die genaue Summe kann Scharner noch nicht sagen. „Wir sind erfreut, dass unser Hinweis aufgenommen wurde“, sagte gestern Klaus-H. Petersen vom Gestaltungsbeirat. Das Gremium hatte angeregt, dass eine optische „Verwandtschaft“ zum benachbarten bereits bestehenden Terminal erkennbar sein soll. Das sei gelungen, so Petersen. Mit einer Stahlbaukonstruktion und Glasfassaden soll eine möglichst große Transparenz erreicht werden, erläuterte Architekt Martin Zavracky. Unter dem insgesamt elf Meter hohen Dach entstehen zwei einzelne Gebäude. Auf der Nordseite des eigentlichen Terminals gibt es aus logistischen und sicherheitstechnischen Gründen einen separaten Bau für die Gepäckabfertigung. „Das wird ein eigenständiger Bereich“, berichtete Architekt Zavracky. Im Terminal selbst werden dann Empfang, Check-In und Boarding abgewickelt. Der überdachte Kai zwischen Wasser und Gebäude soll 15 Meter betragen.

Nicht ganz zufrieden war der Gestaltungsbeirat dagegen mit der vorgestellten Planung der Verkehrssituation. „Wir haben die dringende Empfehlung, das noch einmal zu prüfen“, riet Klaus-H. Petersen für den Gestaltungsbeirat. Aktuell plant Rostock Port Zufahrten an beiden Enden des Grundstücks. Ziel sei es dabei, den Verkehr frühzeitig von der Straße aufs Terminalgelände zu bekommen, heißt es bei Rostock Port. Das Szenario, das den Planungen zugrunde liegt, sei immer der Doppelanlauf von zwei großen Kreuzfahrtschiffen. „Deshalb brauchen wir die Möglichkeit, von zwei Seiten mit Fahrzeugen an die Pier zu kommen“, begründete Frank Schneider, der den Hochbau in der Hafenentwicklungsgesellschaft leitet, das Konzept.

Nach den bisherigen Überlegungen sollen zum Beispiel Busse, in Spitzenzeiten bis zu 60, gleich auf das Gelände gelotst werden und auf der anderen Seite später wieder runterfahren. Vor allem die erste Einfahrt zum Areal sieht Barbara Hutter als Problem. Warnemündes Ortsbeiratschef Alexander Prechtel (CDU) hält es dagegen für sinnvoll die „Busse kreisen zu lassen“. Zumal er in Zukunft mit deutlich steigenden Passagierzahlen in Warnemünde rechnet. Die Verkehrsfrage werde dann das eigentlich spannende. Auch, da noch nicht klar sei, was das städtische Wohnungsunternehmen Wiro auf der Mittelmole genau plane, ergänzte Rostock Port-Chef Jens A. Scharner.

Neuer Passagier-Rekord

190 Schiffsanläufe mit 892000 Passagieren, die an und von Bord gingen, wurden 2017 in Warnemünde gezählt.

Damit meldete Rostock Port einen neuen Passagier-Rekord. 2016 waren es 766000 Passagierbewegungen gewesen. In diesem Jahr stellten Kreuzfahrtgäste aus Deutschland mit rund 120000 Passagieren die größte Gruppe, gefolgt von 71000 US-Amerikanern, 38000 Spaniern und 33000 Briten. Zudem waren 155000 Crew-Mitglieder an Bord.

Thomas Niebuhr

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