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Bad Doberan Vier Tage surfen und Party
Mecklenburg Bad Doberan Vier Tage surfen und Party
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00:00 10.06.2017
Anna Lena (27) aus Hamburg und Anne (21) aus Rostock präsentieren das Plakat für „Zuparken 2017“. Der VW T1 – auch Bulli genannt – darf auf dem Plakat natürlich nicht fehlen. Er ist das Kultfahrzeug der Surfer-Gemeinde. Quelle: Fotos: Lutz Werner
Kägsdorf

Vier Tage und drei Nächte campen direkt am Strand, surfen und Party machen. In fast schon familiärer Atmosphäre, denn mit limitierten 1000 Besuchern ist „Zuparken“ ein eher kleines Festival. Aber angesagt in einer Szene, die aus ganz Deutschland kommt – wenn auch Autokennzeichen aus dem Norden und dem Berliner Raum dominieren.

„„Wir sind mit einer ganzen Clique aus Berlin hier – alle sind schon zum dritten oder vierten Mal dabei. Ist einfach geil hier am Strand.“Paul Wolke (31) Berlin
„„Party machen und surfen sind wichtig, noch aber mehr das Zusammensein mit Gleichgesinnten von überall her.“Marie Raphael (27) Berlin
„„Ich bin zum zweiten Mal bei ,Zuparken’ dabei. Ich finde es schön, dass das Festival überschaubar geblieben ist. Die Atmosphäre ist fast schon familiär.“Alina Maier (23) Hamburg
„„Das begann mal ganz klein als Dankeschön für unsere Supreme-Surf- Kunden. Und ist jetzt längst ein richtiges Festival.“Norman Wewetzer (32) Rostock

„Als wir – nach einem limitierten Direktverkauf in unserem Shop in Rostock am Strande – die Tickets am 5. Dezember vergangenen Jahres zum Verkauf ins Netz gestellt hatten, waren sie nach 20 Minuten vergriffen. Wie schon in den Jahren zuvor“, erklärt Norman Wewetzer, Sprecher des Rostocker Surfshops und der Surfschule „Supreme Surf“. Sie veranstaltet das Festival in Kägsdorf nun schon zum zwölften Mal in Folge. „Das, was einmal ganz klein – ein Zelt am Strand und ein paar Paletten als Sitzgelegenheiten – als ,Dankeschön’ an unsere Kunden begann, hat sich längst zu einem Event mit Kultstatus, großem Partyzelt und richtiger Festival-Organisation gemausert“, so Norman Wewetzer. Der auch die vielen Angebote im Wasser und an Land hervorhebt: Surf-Schnupperkurse in den verschiedenen Disziplinen dieses Sports, Kulturelles und Kreatives – bis hin zum Kochen.

25 Bands und Acts sind in den drei Partynächten zu erleben. Heute Nacht kommt die Party zum Höhepunkt. Geboten wird ein Mix aus elektronischer Musik, Gitarrenmusik am Lagerfeuer, Rock, Pop. Die schlechte Nachricht für kurzentschlossene Party-Gänger aus der Umgebung: Weil die Besucherzahl – auch aus Gründen des Umweltschutzes im Landschaftsschutzgebiet nahe am Riedensee – konsequent auf 1000 beschränkt ist, gibt es keine Chance, noch ein Ticket am Einlass zum Festival-Gelände zu ergattern.

Viele der Besucher, die ein Ticket abstauben konnten, sind Wiederholungstäter beim „Zuparken“. Wie Paul Wolke (31) und Marie Raphael (27) aus Berlin. Sie kamen mit einer ganzen Wakeboarder-Clique. 16 Leute, die schon alle zum dritten oder vierten Mal bei „Zuparken“ dabei sind. Sogar eine eigene Motorwinde haben sie mitgebracht, damit ihre Bretter im Wasser auch richtig Fahrt aufnehmen können.

„Surfen und Party machen sind mir schon wichtig. Aber noch wichtiger ist hier das völlig entspannte Zusammensein mit Gleichgesinnten aus allen Teilen von Deutschland. Es ist hier am Strand einfach nur schön", sagt Marie. Eine Einschätzung, die auf dem Festival-Gelände immer wieder zu hören ist.

Ein Festival mit großem Camp inmitten sensibler Natur: Das könnte Konflikte mit sich bringen. „In diesem Fall nun wirklich nicht. Die Festival-Besucher sind kultivierte Leute, die Organisatoren sorgen während und vor allem auch nach dem Festival vorbildlich für Ordnung und Sauberkeit, nehmen auf die Menschen in unserer Gemeinde große Rücksicht“, erklärt Bastorfs Bürgermeister Detlef Kurreck (parteilos). Kägsdorf ist ein Ortsteil von Bastorf. Er lässt keinen Zweifel daran, dass er und die Gemeindevertretung das Festival gern sehen. „So ein Event einmal im Jahr – das tut uns gut“, sagt er.

1950 lief in Wolfsburg der erste Kleintransporter VW T1 vom Band. Die Kleinbus-Version erreichte schnell Kult-Status, war bei Familien und Campern beliebt, bald auch bei Surfern – wegen des Platzangebots. 1967 lief die Produktion des Bulli, wie der T1 genannt wurde, in Deutschland aus.

Die Oldtimer sind bis heute auf dem Automarkt begehrt, ein gut restauriertes Auto wird um 30000 Euro gehandelt. Weil der Bulli und das Surfen zusammen passen, wurde der VW auch zum Symbol von „Zuparken“. Der seltsame Name des Festivals rührt übrigens vom Parken dicht an dicht her, denn der Parkraum bei „Zuparken“ ist eng.

Lutz Werner

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