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Bad Doberan Nebensaison lockt mit Kulinarik, Wellness und Kultur
Mecklenburg Bad Doberan Nebensaison lockt mit Kulinarik, Wellness und Kultur
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09:10 27.11.2018
Christian Marzahn, Küchenchef vom Restaurant „Orangerie“ in Kühlungsborn ist einer von sechs Köchen, die während der Gourmettage in Kühlungsborn Genießermenüs kochen. Quelle: Friederike Hegner
Mecklenburg

Ob die Gourmettage in Kühlungsborn, der Museumswinter in Wismar oder der Wintermarkt in Boltenhagen – in der Nebensaison locken die Gastronomen, Hoteliers und Touristiker Urlauber und Einheimische mit Genuss und Kultur. Und das mit Erfolg. Große Veranstaltungen wie die Hanse Sail oder das Schwedenfest bedarf es in der Nebensaison nicht, sagt Anett Bierholz, Geschäftsführerin des Verbandes Mecklenburgische Ostseebäder. „Die Gäste suchen die Ruhe, wollen genießen und runterfahren.“ Dabei kommt es darauf an, dass die vielen kleinen Angebote in der Region gut vermarktet werden.

Sind die Herbstferien vorbei, beginnt an Mecklenburgs Küste die Nebensaison. „Dann ist die Auslastung nicht mehr so hoch wie im Sommer“, sagt Anett Bierholz. Heißt aber nicht, dass in der Zeit zwischen Ferienende und Weihnachten nichts mehr los. Im Gegenteil. Viele kleine Angebote und Aktionswochen machen den Charme der Nebensaison aus. „Die Orte haben sich in den vergangenen Jahren unterschiedlich der Nebensaison geöffnet.“

Erfolgreiche Gourmettage in Kühlungsborn

In Kühlungsborn beispielsweise steht der Genuss im Vordergrund. Die GourmettageKühlungsborn kocht“ haben sich mittlerweile etabliert, ziehen ein Stammpublikum an. Vom 2. November bis 8. Dezember werden hier Genießermenüs, Themenabende, Workshops und ein Winterball angeboten. „Das ist – nun schon seit vielen Jahren – eine Veranstaltungsreihe, die uns in der Nebensaison noch einmal in großer Zahl viele anspruchsvolle Gäste bringt und darüber hinaus für das Image unseres Ostseebades sehr wertvoll ist“, sagte Touristik-Chef Ulrich Langer während der Auftaktveranstaltung in diesem Jahr. „Die Zeit zwischen Saisonende und Weihnachten ist für uns keine Durststrecke mehr“, sagt Kira Schriewer vom Organisationsbüro der Gourmettage. „Die Gourmettage werden sehr gut angenommen. Viele Veranstaltungen sind im Vorfeld ausgebucht.“

Auf Genuss setzt beispielsweise auch die Insel Poel mit den Poeler Kohlwochen. „Hier wurde und wird Kohl angebaut. Die Tradition wurde aufgegriffen und eine Vielzahl an Restaurants beteiligt sich an den Kohlwochen und bietet Rezepte mit Kohl an“, sagt Anett Bierholz. Die Insel ziehe in der Nebensaison die Urlauber an, die gerne ein Buch lesen, die Ruhe suchen, aber trotzdem gut essen gehen möchten. „Jetzt kommen nicht die Familien, sondern die Kurzurlauber, die spazieren gehen und die Ruhe genießen wollen.“ Dabei gehe es nicht um den niedrigsten Preis, sondern die Gästen erwarteten gute Qualität und ein gutes Angebot, so Bierholz. „Es geht um das Rund-um-Angebot.“

Kunst und Kultur in kleinem Rahmen

Durch kleine Adventsmärkte, Schlittschuhbahnen, Konzerte in Kirchen oder Ausstellungen in Galerien werde auch für diese Gäste ein attraktives Angebot geschaffen. „Die Nachsaison konzentriert sich auf Kulinarik, Wellness sowie Kultur und Kunst im kleinen Rahmen“, erläutert die Geschäftsführerin, denkt dabei an Galerien oder Orte wie den Kunsthof in Bad Doberan, das Glasstudio in Glashagen oder das Malereistudio in Wismar. „Es geht nicht um große Events wie die Festspiele, sondern um die kleinen Angebote.“ Diese müsse der Gast jedoch auch finden. „Er muss geleitet und gelenkt werden.“ Der Verband Mecklenburgische Ostseebäder bietet dafür den Veranstaltungskalender auf der Verbandshomepage an. „Wir als Verband wollen unsere Gäste optimal wie möglich Informationen bieten. Auch für Künstler ist das eine Chance, Kunden zu bekommen. Wir sehen uns hier als Mittler.“

Erstmals Museumswinter in Wismar

In der Hansestadt Wismar findet in diesem Jahr erstmals der Museumswinter statt. Vom 9. November bis 16. Februar wird im Wismarer Schabbell bei Ausstellung, Vorträgen und Lesungen die Stadtgeschichte näher beleuchtet.

Der Wintermarkt in Boltenhagen öffnet 2018 vom 21. Dezember bis zum 5. Januar Quelle: Kurverwaltung Boltenhagen, Bernd Kühn

Belebend für die Nebensaison seien auch die vielen kleinen Adventsmärkte, so Anett Bierholz und nennt als Beispiel den Wintermarkt in Boltenhagen oder den Weihnachtsmarkt auf Gut Brook bei Klütz.

Weiteres Beispiel für Nebensaisonangebote: Das Stammgastwochenende im Ostseebad Kühlungsborn. „Für ein Wochenende sind die Häuser wieder voll“, sagt die Verbandschefin. Mehr Veranstaltungsangebote an Mecklenburgs Küste brauche es nach Ansicht von Anett Bierholz zwischen Mitte Oktober und Weihnachten nicht. „Ich würde nicht inflationär noch mehr Angebote machen, sondern das, was da ist, die kleinen Konzerte, das Singen, der Kunstmarkt, noch besser vermarkten. Wir dürfen nicht vergessen, der Gast kommt zu dieser Jahreszeit, weil er auch Ruhe möchte.“

Mehr lesen: Das ist los bis Weihnachten

Anja Levien

Während der Nebensaison gibt es viele kleinere Veranstaltungen zwischen Boltenhagen und Graal-Müritz.

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