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Bad Doberan Vorfahrt Kammerhof: Gericht soll Klarheit schaffen
Mecklenburg Bad Doberan Vorfahrt Kammerhof: Gericht soll Klarheit schaffen
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00:00 18.01.2018
Irreführende Verkehrsführung? In der Thünenstraße gibt es Zuwege sowie Ausfahrten von Parkplätzen, die als Straßen deklariert sind. Quelle: Foto: Anja Levien

Im Wohngebiet Kammerhof in Bad Doberan gilt 30er Zone. Die Vorfahrtsregelung rechts vor links wird in der Thünenstraße zum Teil kaum beachtet. Von der Thünenstraße gehen Zuwege und Parkplatzeinfahrten ab, die weder mit einem abgesenkten Bordstein, noch mit einer Markierung als solche gekennzeichnet sind. Hier muss also die Vorfahrt beachtet werden.

Nach zehn Minuten Beobachtung ist schnell festgestellt: Kaum ein Autofahrer beachtet diese Abzweige. Abgebremst wird hier nicht. Mit der Vorfahrtsregelung im Kammerhof beschäftigt sich jetzt auch ein Gericht.

Hintergrund: Das Familienmitglied einer OZ-Leserin, die anonym bleiben möchte, hatte auf der Thünenstraße auf Höhe des Johaniterhauses einen Unfall. Es stieß mit einem Auto zusammen, das vom Parkplatz des schräg gegenüberliegenden Wohnhauses fuhr. Die OZ-Leserin ist der Meinung, dass das Familienmitglied Vorfahrt gehabt hätte. „Das ist kein öffentlicher Parkplatz, zudem eine Sackgasse und keine offizielle Straße“, ist die Frau der Meinung. Allerdings gibt es an dieser Stelle keinen abgesenkten Bordstein oder eine Markierung. Seit das Wohngebiet gebaut wurde, sei hier nie was verändert worden, kritisiert sie. „Es muss eine klare Regelung geben“, sagt sie.

Fahrschulen hatten vor zwei Jahren in der OSTSEE-ZEITUNG bereits die Verkehrssituation im Kammerhof kritisiert. Die schmalen Zuwege zwischen den Blöcken seien als Straßen deklariert, aber nicht als solche zu erkennen. „Das könnte eindeutiger gestaltet werden“, sagt auch Katrin Spengler, Inhaberin der Fahrschule Wilke. Selbst einige Anwohner wüssten nicht, wer Vorfahrt habe. Dabei sei die Regelung eigentlich übersichtlich. „Im Wohngebiet gilt rechts vor links“, sagt Katrin Spengler. Außer wenn zum Beispiel der Bordstein abgesenkt sei oder es sich um eine Parkplatzausfahrt handelt, die durch ein Parkplatzschild sichtbar ist.

Im Wohngebiet gilt rechts vor links, sagt auch Bürgeramtsleiter Gerhart Kukla. „Wenn das nicht eindeutig erkennbar ist, dann muss ich mein Fahrverhalten anpassen, dass ich schnell reagieren kann.“

Der Bürgeramtsleiter sagt aber auch, dass im Wohngebiet etwas gemacht werden müsse und dass das auch die Eindeutigkeit mit einschließe. „Das muss in Angriff genommen werden.“

Eine Lösung könnte es schon in diesem Jahr geben, wenn die Wohnumfeldgestaltung für den Kammerhof von Stadt, Wohnungsgenossenschaften und Bürgern in Angriff genommen wird. In dem Wohngebiet sollen die Wegebeziehungen verbessert, Grünflächen aufgewertet und die Thünenstraße saniert werden. „Die verkehrsrechtlichen Belange werden im neuen Wohngebietskonzept sicherlich eine Rolle spielen“, teilt Stadtplanungsamtsleiter Norbert Sass mit. „Konkrete Antworten hierzu sind im Moment noch nicht möglich. Für konstruktive Vorschläge im weiteren Verfahren sind wir dankbar.“

al

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