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Bad Doberan Warnemünderinnen lassen nach und verschenken einen Zähler
Mecklenburg Bad Doberan Warnemünderinnen lassen nach und verschenken einen Zähler
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00:00 05.12.2017
Rostock

Matthäus Kuna ließ sich trotz des Leistungsabfalls seiner Mannschaft im Heimspiel gegen den Eimsbütteler TV II aus Hamburg nicht aus der Ruhe bringen. Mit vor der Brust verschränkten Armen verfolgte der Trainer der Regionalliga-Volleyballerinnen des SV Warnemünde gelassen das Geschehen auf dem Spielfeld. Dort gaben die Gastgeberinnen in der Ospa-Arena am Sonntag beinahe eine 2:0-Satzführung noch aus der Hand. Am Ende erkämpfte sich der Drittliga-Absteiger nur mit viel Glück noch den 3:2 (25:23, 25:17, 24:26, 21:25, 19:17)-Erfolg.

„Wenn wir uns weiterentwickeln wollen, dann müssen wir alle Spielerinnen zum Einsatz bringen und das eine oder andere taktische Element ausprobieren. Diesmal haben unsere vielen Wechsel allerdings für viel Unruhe gesorgt“, analysierte der 35-jährige Kuna. Er ließ mit zwei Libera spielen, wechselte munter durch. Dass dadurch der Rhythmus bei seinen Spielerinnen verloren ging, wollte Kuna aber nicht als Ausrede gelten lassen. „Wir sind nach der klaren Führung im dritten Satz etwas zu lässig geworden“, kritisierte der Coach sein Team. Im vierten Satz hätten die Warnemünderinnen ein Tief gehabt. „Die Blocks haben wir zu halbherzig gespielt und technisch unsauber. Zum Glück haben wir uns aus dem Tief rausgekämpft.“

Nach anfänglichen Schwierigkeiten und dem knappen Gewinn des ersten Satzes entwickelte sich die Partie zwischenzeitlich zur einseitigen Angelegenheit. Warnemünde gewann den zweiten Abschnitt deutlich und führte im dritten schon 14:8. Doch dann machten die Ostseestädterinnen zu viele Fehler – im Block, aber auch im Angriff. Die abstiegsbedrohten Gäste aus Eimsbüttel kämpften sich heran und glichen zum 21:21 aus.

Der SVW hielt fortan dagegen und hatte beim 24:22 zwei Matchbälle. Doch anstatt drei Zähler klarzumachen, verspielte der Kuna- Sechser seinen Vorsprung und unterlag noch mit 24:26. Das war ein kleiner Schock. In der Folge rannten die Warnemünderinnen im vierten Satz nur hinterher und unterlagen recht deutlich.

Im spannenden Tiebreak mit wechselnden Führungen – 2:0, 2:3, 6:3, 6:9, 12:12 – rappelten sich die Gastgeberinnen wieder auf. Sie wehrten beim Stand von 12:14 sogar zwei Matchbälle ab und gewannen den Schlussabschnitt in der Verlängerung noch mit 19:17.

Universalangreiferin Susan Kords markierte den entscheidenden Punkt und meinte anschließend erleichtert: „Der Gegner hat seine Chancen nicht genutzt. Und dann kam der Ball zur mir und ich dachte:

Jetzt beendest du das Spiel. Zum Glück ist mir das gelungen.“ Trotz oder gerade wegen der Aufs und Abs habe ihr die Partie viel Spaß gemacht, auch wenn die Warnemünderinnen aufgrund der zwei verlorenen Sätze nur zwei statt der möglichen drei Zähler für die Tabelle gewinnen konnten.

Sechster Sieg in Folge

Für den SV Warnemünde war es der sechste Sieg in Folge. In der Tabelle belegt der SVW mit nun 21 Punkten weiter den dritten Rang. Am kommenden Sonnabend (19 Uhr) geht es gegen Spitzenreiter Kieler TV (23). „Nach dem Spiel gegen den Mitabsteiger aus der dritten Liga wissen wir, wo die Reise hingeht“, meint Matthäus Kuna. Bis Februar müssen die Klubverantwortlichen entscheiden, ob sie im Fall der Fälle wieder aufsteigen wollen. Als Saisonziel hatten sie ausgegeben, oben mitzuspielen. „Daher sind wir bis jetzt im Soll“, sagt Kuna in seiner gewohnt entspannten Art – und trotz des hergeschenkten Punktes.

SV Warnemünde: Gallas, Jahnke, Mitzkat, Schnittger, Müller, Bock, Müchler, Weidauer, Kords, Ostwald, Valerius, Plewka.

Tommy Bastian

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