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Warnung: Falscher Polizist in Bad Doberan unterwegs

Bad Doberan/Rostock Warnung: Falscher Polizist in Bad Doberan unterwegs

Täter hat es auf Schmuck und Bargeld abgesehen / Weitere Fälle in Rostock

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Genau hingeguckt: So sieht ein „echter“ Dienstausweis der Polizei aus.

Quelle: Foto: Polizei

Bad Doberan/Rostock. In Bad Doberan und Rostock treibt aktuell ein falscher Polizist sein Unwesen. Offenbar habe es der Mann auf Wertgegenstände und Bargeld abgesehen, sagt Sophie Pawelke, Sprecherin im Polizeipräsidium Rostock: „Der Täter versucht, sich mit einem gefälschten Dienstausweis Zutritt zu Wohnungen älterer Menschen zu verschaffen und erkundigt sich unter anderem nach Geld und Schmuck im Haushalt.“ Und zwar nicht mit einer Uniform bekleidet, sondern in „normalen“ Sachen, so Pawelke: „Dass Polizisten in Zivil unterwegs sind, ist durchaus nichts Ungewöhnliches und deshalb nicht besonders auffällig.“

 

OZ-Bild

Dabei rufe der Mann nicht vorher an, sondern stehe unvermittelt vor der Tür, erklärt Pawelke: „Derzeit sind uns drei Fälle bekannt – zwei in Rostock und einer in Bad Doberan.“ Bei einem Betrugsversuch in Warnemünde sei der Täter auch erfolgreich gewesen, informiert die Polizeisprecherin: „Die Kollegen sind gerade vor Ort – dem Mann ist es hier gelungen, Schmuck und das Portemonnaie mitzunehmen.“

Immerhin hätte es ziemlich detaillierte Beschreibungen zum falschen Polizisten gegeben. „Besonders auffällig soll dabei sein gepflegtes Äußeres sein“, sagt Sophie Pawelke. Demnach sei der Mann zwischen 1,80 und 1,90 Meter groß, habe kurze schwarze Haare und eine schlanke Figur. Dazu habe er gestern eine dunkle Hose und eine dunkelblaue Jacke getragen, so Pawelke.

Es sei nicht auszuschließen, dass es zu weiteren Betrugsversuchen komme, betont die Polizeisprecherin: „Deshalb raten wir den Leuten, keine Fremden in die Wohnung zu lassen.“ Beim geringsten Zweifel sollte die Polizei unter 110 angerufen werden. „Dabei ist es wichtig, den Besucher währenddessen vor der geschlossenen Tür warten zu lassen“, macht Pawelke deutlich. „Und in keinem Fall sollten Auskünfte über Wertgegenstände in der Wohnung gemacht werden.“

Im Fall des Warnemünder Betrugsopfers handele es sich um eine 92-jährige Frau, sagt Pawelke und betont: „Auch aus diesem Grund sollten vor allem ältere Familienangehörige informiert und gewarnt werden – hier hat ein Verwandter den Diebstahl angezeigt.“

Dass falsche Polizisten in der Region rund um Rostock ahnungslose Opfer um Geld und Schmuck bringen, sei nichts Neues, erklärt die Sprecherin: „Den jüngsten Fall gab es vor einigen Monaten in der Rostocker Südstadt – wir verzeichnen aber auch deutschlandweit immer mal wieder diese Betrugsmasche.“

Damit die Menschen einen richtigen von einem gefälschten Dienstausweis unterscheiden können, habe man auch auf der Facebook-Seite „Die Polizei Rostock – für Hansestadt und Landkreis“ ein reales Ausweis-Foto veröffentlicht, so Pawelke.

Lennart Plottke

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