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Bad Doberan Weiß trifft auf Bunt im Pavillon
Mecklenburg Bad Doberan Weiß trifft auf Bunt im Pavillon
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15:21 14.03.2018
Sophia Domagala (li.) zeigt Malerei und Julia Hansen Skulpturales im Roten Pavillon. Quelle: Foto: Sabine Hügelland

Klare Bildsprache trifft verspielte Malerei. Die neue Exposition des Kunstvereins Roter Pavillon wird von zwei Frauen bestritten und bleibt bis zum 28. April bestehen.

Julia Hansen brachte Skulpturen und Sophia Domagala Malerei in das achteckige Gebäude auf dem Kamp. Julia Hansens Arbeiten bestehen vorrangig aus weißem Ton. Ein großes Werk aus Papier hängt von der Decke und ergänzt die figuralen Skulpturen, die manchmal an kleine Bauwerke erinnern.

„Ich zeichne viel und die Zeichnungen sind räumliche Entwürfe, mit dem Reigen zu spielen.“ Der Reigen, so wird auch die Arbeit heißen, die zukünftig in Schwerin im öffentlichen Raum zu sehen sein wird. Deshalb spielte sie mit diesem Thema auch in der Ausstellung, nur, dass es sich um weißen Ton, statt wie später Beton handelt. „Deren reduzierte Formen lassen Raum für Assoziationen. So könnte der Betrachter im ’Reigen’ auch eine Brücke sehen. Und hat nicht beides miteinander zu tun? Baut gemeinsamer Tanz nicht auch Brücken?“, so die Vorsitzende des Kunstvereins Eva Firzlaff. Die Herstellung der weißen Keramik-Figuren, die im Aufbau zart und zerbrechlich wirken, waren für Julia Hansen Neuland. „Keramik ist sehr spröde. Ich werde wieder zurück zur Bronze gehen“, sagte sie. Ein paar ihrer Bronzearbeiten hängen ebenfalls aus und dort wird besonders ihre architektonische Vorliebe sichtbar. Die 41-Jährige verzichtete bewusst, wie auch Sophia Domagala, auf Titel, denn der Betrachter soll seine eigenen Gedanken schweifen lassen und sich den Kunstwerken öffnen. Julia Hansen studierte 1996 bis 2002 an der Kunstschule Berlin-Weißensee im Fachbereich Bildhauerei.

Sophia Domagalas Malereien sind farbintensiv und einige ihrer Werke hängen ungerahmt an der Wand. Die Künstlerin malt oft auf das Tuch, ohne den Untergrund in einen Keilrahmen zu spannen. „Ich finde meine Arbeiten sehr direkt und unmittelbar“, sagte die 36-jährige Berlinerin. „Ich lebe die Form, die ich über die Jahre erarbeitet habe. Natürliche Form, aus dem Alltäglichen“, so Sophia Domagala.

„Die Arbeiten werden nicht eingesperrt in Rahmen, sondern im Atelier an die Wand getackert, das gibt mir die Freiheit und hebt sie aus der klassischen Form heraus.“ Kunst muss ausgelotet werden, das Leben ist ihr Thema. Sie möchte, dass ihre Arbeiten davon leben, nicht intellektuell betrachtet werden zu müssen, um sie zu verstehen. „Sie sind für jeden erfassbar. Das Erfassen ist visuell und man findet mehr, wenn man es zulässt.“

Eines ihrer Bilder wirkt so, als sei es verkehrt herum aufgehängt. Dem ist aber nicht so. „Es sind Buchstaben, Worte, die abstrahiert werden, bestimmte Worte die ich attraktiv und sexy finde“, sagte sie zum Inhalt.

Sabine Hügelland

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