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Bad Doberan Werftdreieck: Möbel-Riese bald in der Innenstadt?
Mecklenburg Bad Doberan Werftdreieck: Möbel-Riese bald in der Innenstadt?
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00:00 23.04.2013
Rostock

Das Areal Werftdreieck in der Hansestadt Rostock soll verkauft sein. Neuer Eigentümer soll nach Recherchen der OSTSEE—ZEITUNG der Möbel-Riese Höffner sein, der für seinen Ableger Möbel-Kraft schon lange nach einem Standort in Rostock sucht.

Die Berliner Brezel GmbH, bisheriger Eigentümer der Fläche, hatte das Filetstück an der Heinkel-Mauer Ende 2010 von der TLG Immobilien gekauft und große Vermarktungspläne gehabt.

Dass Möbel-Kraft an Rostock interessiert ist, bestätigt Geschäftsführer Gunnar George. „Ich habe noch nichts unterschrieben, aber es ist richtig, wir prüfen in Rostock mehrere Standorte“, sagte der Geschäftführer gestern. Dagegen bestätigen mehrere Quellen unabhängig von einander, dass der Deal für das Werftdreieck bereits perfekt sei. Das Gebiet umfasst die Fläche zwischen Lübecker Straße mit der Straßenbahntrasse, der Werftstraße mit der nördlichen Verlängerung der Maßmannstraße und der Max-Eyth-Straße. Der Käufer hat das Rennen vor den XXXL-Möbelhäusern gemacht. Die hatten vor rund 18 Monaten bestätigt, sich am Werftdreieck ansiedeln zu wollen. Damals war Kraft noch für Schutow, in unmittelbarer Nähe von Ikea, im Gespräch.

Dirk Peschke, einer der drei Geschäftsführer der BM Brezel GmbH, wollte auf dem Gebiet hinter der Heinkel-Mauer eigentlich großflächigen Handel ansiedeln. Im Gespräch waren der Sportanbieter Decathlon, ein Möbelhaus, ein Baumarkt sowie Wohn- und Geschäftshäuser. Die Stadt hat hingegen stets auf den gültigen Bebauungsplan von 2006 verwiesen. Danach ist dort eine Bebauung vor allem mit Bürogebäuden vorgesehen.

Ralph Müller, Leiter des Stadtplanungsamtes, erklärte kürzlich, dass er sich auf dem Areal die Ansiedlung von Decathlon vorstellen könne, weil es für den Sportmarkt keinen anderen Standort gebe, von einem Möbelhaus oder einen Baumarkt auf dem Werftdreieck halte er jedoch nichts. Auf die gestrige OZ-Anfrage zum Planungsstand antwortet Müller diplomatisch: „Die Ämter führen zur Zeit vertiefende Gespräche mit dem Eigentümer zur Entwicklung des Werftdreiecks. Bei erfolgreichem Abschluss ist beabsichtigt, die Bürgerschaft mit einer entsprechenden Vorlage zu informieren.“

Diese Vorlage kann nur eine Änderung des Bebauungsplans sein. Ob Ortsbeirat, die Ausschüsse sowie die Bürgerschaft da mitgehen, ist fraglich. Denn die Gründe, warum alle großflächigen Handel skeptisch gegenüberstanden, werden sich nicht geändert haben. Vor allem der Verkehr, der so direkt in die Innenstadt gezogen wird, war immer ein Argument gegen den Handel. Klar ist, dass sich die Verkehrssituation ändern muss. Grundbaustein ist, so hat es Müller erklärt, dass die Straßenbahngleise verlegt und durch die Werftstraße geführt werden müssen.

Thomas Sternberg

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