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Bad Doberan Wie viel Geld kostet die Arbeit der Verwaltung?
Mecklenburg Bad Doberan Wie viel Geld kostet die Arbeit der Verwaltung?
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00:00 05.03.2013
Kinder in der Kita in Retschow: Ob ihre Geschwister auch Anspruch auf einen Betreuungsplatz haben, darüber entscheidet der Kreis.
Güstrow

Die Kreisverwaltung in Güstrow will diese Aufgabe — von Rechtswegen ist einzig und allein der Landkreis dafür zuständig— an die Kommunen vor Ort übertragen. Im Altkreis Bad Doberan ist das kein Problem: Hier wird längst über Platzvergabe und Kostenerstattung in den Städten und Gemeinden entschieden. Jetzt soll auch geregelt werden, wie viel Geld die Gemeinden für ihre Verwaltungsarbeit vom Landkreis bekommen sollen.

Die Aufgabenübertragung ist an einen komplizierten Rechtsakt geknüpft, von „Rechtsbereinigung“ ist in einem Kreistagspapier die Rede. Denn zum einen muss der Kreistag in Güstrow der Regelung zustimmen. Zum anderen müssen alle amtsfreien Städte — Bad Doberan, Kröpelin, Neubukow und Kühlungsborn —, die amtsfreien Gemeinden Dummerstorf, Graal-Müritz, Sanitz und Satow sowie die Ämter Doberan-Land, Carbäk, Neubukow-Salzhaff, Rostocker Heide, Schwaan und Tessin ihr Einverständnis mit der „Regelung der Aufgabenerfüllung im Bereich Kindertagesförderung“erklären. Fast alle gewählten Volksvertreter — ob im Kreistag, in den Stadtvertretungen, den Amts- oder Gemeinderäten — haben in diesen Tagen den entsprechenden Vertragsentwurf auf dem Tisch. Der „Öffentlich rechtliche Vertrag“

beschreibt aber nicht nur die Aufgabe, die die Kommunen künftig erledigen sollen: „die Prüfung und Bewilligung des individuellen Anspruchs“ auf einen Betreuungsplatz und eventuelle finanzielle Zuschüsse. „So ist beispielsweise der Anspruch auf einen Ganztagsplatz in der Kinderkrippe noch immer davon abhängig, ob die Eltern in Vollzeit arbeiten oder nicht“, sagt Kreistagssprecherin Petra Zühlsdorf-Böhm. „Und ob und in welcher Höhe die Eltern Anspruch auf finanzielle Zuschüsse von Land, Landkreis oder Gemeinde haben, richtet sich nach ihrem Einkommen.“

Der Vertrag regelt aber auch, dass die Gemeinden „ausreichend fachlich qualifiziertes Personal“ für die Prüfung vorhalten müssen — und letztlich, wie viel Geld der Landkreis für die Aufgabenerfüllung an die Kommunen zahlt. Aus den 13 629 im Landkreis Rostock in Kitas gemeldeten Kindern und einer Bearbeitungsdauer pro Fall von 20 Minuten und dem Bruttolohn einer Verwaltungsangestellten von 29 400 Euro pro Jahr hat der Landkreis einen Kostensatz von 7,24 Euro pro Kind ermittelt.

7,24 Euro zahlt der Kreis pro Kita-Platz-Entscheidung
181 600 Minuten, so schätzt die Kreisverwaltung in Güstrow, wird im Landkreis pro Jahr an 13 630 Entscheidungen über Kita-Plätze gearbeitet.

2,02 Vollzeitkräfte sollen diese Arbeit leisten. Anhand der Lohnkosten geht die Verwaltung von 7,24 Euro Kosten pro Kind aus.

Klaus Walter

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