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Wie weiter mit der Inklusion?

Wie weiter mit der Inklusion?

Wissenschaftstagung diskutiert über Unterricht in heterogenen Lerngruppen

Rostock. Wie kann inklusiver Unterricht gestaltet werden? Das ist das Thema eines Wissenschaftsforums, das am Mittwoch an der Universität Rostock beginnt. Wie kann der Unterricht in sogenannten heterogenen Lerngruppen so gestaltet werden, dass alle Schülerinnen und Schüler mit ihren unterschiedlichen Lern- und Entwicklungsvoraussetzungen gemeinsam lernen können?

 

OZ-Bild

„„Lehrer in heterogenen Klassen sind stark gefordert, weil sie für die neuen Anforderungen nicht ausgebildet wurden.“ Dr. Franziska Schäfer (35) Universität Rostock

Das ist die spannende Frage für die beiden Nachwuchswissenschaftlerinnen der Universität Rostock, Dr. Anja Behrendt (36) und Dr. Franziska Schäfer (35). Sie wollen herausfinden, welche Anforderungen heterogene Lerngruppen und inklusiver Unterricht an die Didaktik und Methodik stellen.

Jahrzehnte lang war die Antwort klar: Kinder mit Beeinträchtigungen oder allgemein als „schwierig“ wahrgenommenen Lernvoraussetzungen besuchen Sonderschulen. Inzwischen hat sich das geändert. Eine UN-Konvention, die auch Deutschland unterzeichnet hat, sieht vor, dass Kinder mit Behinderungen normale Schulen besuchen können. Das Fachwort dafür heißt Inklusion. Aber wie kann ein solcher inklusiver Unterricht gestaltet werden? Und ist dies im bestehenden Schulsystem überhaupt möglich?

Bei den Lehrern bestehe dringender Bedarf nach Lernkonzepten und Ideen für eine Schule, die allen Kindern unabhängig von den Voraussetzungen das Lernen ermögliche, sagt Altsprachendidaktikerin Anja Behrendt. Genau darum genau es am 18. und 19. Mai bei dem Wissenschaftsforum an der Universität Rostock.

Erziehungswissenschaftlerin Franziska Schäfer nennt das Problem: „Lehrer in heterogenen Klassen sind stark gefordert, weil oft nicht genügend Ressourcen zur Verfügung stehen und weil sie für die neuen Anforderungen nicht ausgebildet wurden.“ Vor allem nicht für das so wichtige Moment der Kooperation zwischen Schülern und Lehrkräften. Es gebe viele offene Fragen, wie eben gemeinsames Lernen in der Praxis erfolgen solle.

OZ

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