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Wirtschaft Admannshagen: Grünes Licht für 120 Meter hohe Windräder
Mecklenburg Bad Doberan Wirtschaft Admannshagen: Grünes Licht für 120 Meter hohe Windräder
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00:10 27.08.2014
Das Messfeld am Admannshäger Ortsrand: Drei der fünf Windräder werden jetzt ersetzt. Quelle: Lennart Plottke

Der Weg für den Bau von zunächst drei neuen Windrädern zwischen Admannshagen und Bargeshagen ist endgültig frei: Auf ihrer Sitzung am Montagabend stimmten die Gemeindevertreter einem entsprechenden Antrag der Wind-Consult Meßfeld Verwaltungsgesellschaft einstimmig zu. „Wir hatten die Wahl, hier die Füße stillzuhalten, nichts zu tun und abzuwarten, oder selbst zu agieren“, erklärte Bürgermeister Eduardo Catalán. „Immerhin haben wir uns jetzt mit den Investoren auf Größe und Anzahl der Anlagen geeinigt.“

Die in Bargeshagen ansässige Firma Wind-Consult sei vor einigen Monaten an die Gemeinde herangetreten, um mögliche bauliche Veränderungen auszuloten, so Catalán. Denn nach Angaben des Amtes für Raumordnung und Landesplanung hätten sich in den vergangenen Jahren die Räume und Flächen für Windenergie-Anlagen geändert. Danach dürften auf das Messfeld am Admannshäger Ortsrand sogar acht Windräder gestellt werden. „Und das mit einer Nabenhöhe von 120 bis 140 Metern“, betonte Städteplaner Ronald Mahnel. „Da würden wir bei einer Gesamthöhe von 200 Metern landen.“

Etwa ein dreiviertel Jahr habe die Gemeinde mit den Investoren verhandelt: „Jetzt haben wir eine aus unserer Sicht akzeptable Lösung gefunden“, sagte Catalán. Demnach werden auf dem Messfeld am Admannshäger Ortsrand zunächst drei der fünf vorhandenen Windräder ausgetauscht und durch moderne „Repowering“-Anlagen ersetzt — mit einer maximalen Nabenhöhe von 92 Metern. „Wir landen so bei einer Gesamthöhe von 150 Metern“, macht Mahnel deutlich. „Und nicht, wie eigentlich möglich, von 200 Metern.“

Und auch die Anzahl der Windräder würde sich nicht von fünf auf acht erhöhen, stellte Planer Mahnel klar: „Das ist sowohl im überarbeiteten Bebauungs- als auch im leicht geänderten Flächennutzungsplan klar festgelegt.“

Im Vorfeld dieser Änderungen hatte es vor allem mit Blick auf die Höhenvorgaben heftige Diskussionen gegeben. „Die neuen Anlagen sollen von 55 Metern Nabenhöhe auf 92 Meter anwachsen“, sagte etwa der Admannshäger Matthias Zielasko, der in unmittelbarer Nähe wohnt. „Damit die Dinger auch ja auf das Gelände passen, wird der Bebauungsplan einfach mal so angepasst.“ Tatsächlich verrichteten auf dem Admannshäger Messfeld bislang fünf Windräder ihren Dienst, die nach dem ursprünglichen B-Plan eine Nabenhöhe von maximal 55 Metern nicht überschreiten durften.

„Warum müssen die bestehenden Anlagen schon nach 16 Jahren wieder ausgetauscht werden?“, fragte auch Anwohner Dirk Oettinghaus und stellte eine provokante These in den Raum: „In absehbarer Zeit wird die Windkraft-Lobby den politischen Druck der Öffentlichkeit zu spüren bekommen, und die Förderungen werden zusammengestrichen.“ Deshalb habe es jetzt aus Sicht der Gemeinde dringenden Handlungsbedarf gegeben, meinte der Admannshäger.

In erster Linie handele es sich bei dem Areal zwischen Admannshagen und Bargeshagen um ein Test- und Laborfeld, erklärte Bürgermeister Eduardo Catalán und stellte klar: „Die Wind-Consult betreibt die Anlagen nicht vordergründig kommerziell.“ Für die Anwohner bestehe im Übrigen kein Grund zur Sorge, meinte Catalán: „Sämtliche städtebaulich und umweltrechtlich relevante Belange sind im Bundes-Immissionsschutzgesetz geregelt — wir sind hier auf der sicheren Seite.“

Alle weiteren Vorgaben zu Anzahl und Höhe der Admannshäger Windkraft-Anlagen sollen in einem städtebaulichen Vertrag festgeschrieben werden.

Nabenhöhe wächst von 55 auf 92 Meter

92 Meter — so hoch dürfen die Naben der neuen Windräder künftig sein.
150 Meter beträgt dann die maximal zulässige Gesamthöhe der Anlagen auf dem Messfeld — festgeschrieben per städtebaulichem Vertrag.200 Meter wären auf dem „Eignungsgebiet“ laut regionalem Raumentwicklungsprogramm sogar möglich gewesen.



Lennart Plottke

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