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Wirtschaft Eine Karte für die ganze Region: Doberan lockt Rostocks Gäste
Mecklenburg Bad Doberan Wirtschaft Eine Karte für die ganze Region: Doberan lockt Rostocks Gäste
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06:36 27.03.2014
Die Tourismus-Chefs Kerstin Morgenroth (Doberan) und Matthias Fromm (Rostock) stellten gestern die neue Aktionskarte vor. Quelle: Andreas Meyer

In Rostock ist die kleine Rabatt-Karte für Urlauber längst ein absoluter Renner. Bis zu 15 000 Stück pro Jahr verkauft die Tourismuszentrale. Doch nun sollen die Gäste noch mehr für ihr Geld bekommen — nämlich den Molli und das Münster, Strand und Schloss. Um mehr Touristen auf das Land zu locken, machen Bad Doberan und Heiligendamm, Kühlungsborn und Güstrow nun gemeinsame Sache mit dem großen Nachbarn: Zur neuen Saison bringen sie die „RostockCard“ für die ganze Region heraus.

Rabatte an der Museumskasse, kostenlose Bus- und Bahnfahrten, günstigere Tickets für die Ausflugsdampfer: Das alles gibt es mit der Urlauber-Karte bereits seit 1998. Doch bisher nur in der Hansestadt. „Wir wollen den Gästen in Rostock nun ermöglichen, mit einem Ticket auch die Sehenswürdigkeiten der Region kennenzulernen“, sagt der Tourismus-Chef der Hansestadt, Matthias Fromm. Der große Vorteil für Rostock: „Wir werden durch die Angebote im Umland für Urlauber noch attraktiver.“ Denn dort — auf dem Land — gäbe es so viele besondere Ausflugsziele, die Rostock nicht bieten kann:

„Zum Beispiel die Sommerrodelbahn in Bad Doberan.“ Vom Molli und dem Münster ganz zu schweigen. „Das sind tolle Zusatzangebote für Hansestadt-Besucher.“

Vor allem die Region erhofft sich von der Kooperation aber einen spürbaren Effekt: Denn mit der neuen Karte können die Gäste von Rerik bis Graal-Müritz, von Güstrow bis nach Warnemünde kostenlos auch mit den Bussen des kreiseigenen Verkehrsbetriebes Rebus fahren. „Natürlich wollen wir, dass mehr Tagesgäste aus Rostock zu uns kommen“, sagt Kerstin Morgenroth, die Leiterin der Tourist-Info in Bad Doberan. „Aber da gibt es noch mehr Aspekte, die für die Zusammenarbeit sprechen.“ Da wäre zum Beispiel das Thema Verkehr und Umwelt. Durch die „RostockCard“ erhoffen sich die von Stau und Abgasen geplagten Orte im Umland etwas Entlastung — „wenn die Gäste für ihren Ausflug nach Rostock in den Bus statt ins eigene Auto steigen“, so Morgenroth. Und noch wichtiger: „Wir wissen seit Jahren, dass die Urlauber an ihren freien Tagen nicht nur an einem Ort bleiben wollen. Sie wollen was erleben.“ Durch die Gemeinschaftsangebote biete man den Gästen größere Vielfalt: „Und das macht uns attraktiver, wettbewerbsfähig gegenüber anderen Destinationen.“

Anett Bierholz, Geschäftsführerin des Verbandes Mecklenburgischer Ostseebäder (VMO) und eine der Initiatoren der Zusammenarbeit, spricht schon jetzt von einem großen Erfolg: „Als wir uns auf die Suche nach Partnern für die Karte gemacht haben, mussten wir nicht lange werben: Jedem war klar, dass dies eine echte Chance ist, noch mehr aus unserem Potenzial zu machen.“ Im ersten Jahr sind aus der Region Bad Doberan immerhin zwölf Partner mit dabei — unter anderem die Rodelbahn, der Kunsthof und auch das Ehm-Welk- Haus. Insgesamt beteiligen sich 120 Partner an der RostockCard für die Region.

Erhältlich ist die neue Karte, die übrigens auch Einheimische kaufen können, in allen TouristInfos, bei den Partnern und auch in Geschäften. „In der Hansestadt bieten auch viele Hotels die Karte ihren Kunden an. Sie lässt sich wunderbar in Pakete einbinden“, sagt Fromm.

Von der Rabatt-Karte gibt es zwei Versionen

29 Euro kostet die RostockCard für die
gesamte Region als 48-Stunden-Version. Neben den Rabatten gibt es dafür freien Bus- und Bahnverkehr zwischen Graal-Müritz und Rerik, zwischen Warnemünde und auch Güstrow. Die 24- Stunden-Karte kostet nur 19 Euro pro Person.
120 Partner beteiligen sich an der Rostock- Card. Rund zehn Prozent davon kommen aus Bad Doberan.
• Internet:
www.rostock.de/rostockcard



Andreas Meyer

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