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Wirtschaft Internationale Experten: Alte Bauten allein reichen nicht
Mecklenburg Bad Doberan Wirtschaft Internationale Experten: Alte Bauten allein reichen nicht
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00:00 31.05.2013
Rund 100 Tourismus- und Marketingexperten aus ganz Europa nahmen an dem Fachkongress in Heiligendamm teil. Quelle: Andreas Meyer
Heiligendamm

Die Prachtbauten in Heiligendamm, der weißen Stadt am Meer, gelten als Aushängeschild für die Bäderarchitektur im Nordosten. Auch die alten Villen in Binz oder in den Usedomer Kaiserbäder sind wahre Urlaubermagneten. Doch Fachleute warnen: Mit alten Bauten allein geben sich die Urlauber nicht mehr zufrieden. Die Branche im Land muss auch moderne Architektur zulassen. Das ist eines der Ergebnisse einer internationalen Fachtagung in Heiligendamm.

„Tradition und Kultur im modernen touristischen Marketing“ hatte der Tourismusverband MV als Thema für seinen Kongress im Grand Hotel ausgegeben. Rund 100 Marketing-Experten, Kurdirektoren und Tourismus-Chefs folgten der Einladung. Mit dabei: Fachleute aus ganz Europa. Unter anderem Fred Gray, emeritierter Professor an der Universität Sussex, und Prof. Dr. Sophie Elias-Varotsis von der Uni Paris-Est Créteil.

Sylvia Bretschneider, Landtagspräsidentin der SPD und zugleich Präsidentin des Tourismusverbandes, mahnte die Macher im Land, die Architektur stärker in den Fokus zu rücken — allerdings nicht nur die alten Gemäuer. „Heute müssen wir diese Architektur mehr denn je für unsere Gäste inszenieren. Dabei dürfen wir nicht beim traditionellen Denkmal stehen bleiben.“ Bretschneider warb um Mut, das Alte mit Innovativem zu verbinden. Ein gelungenes Beispiel dafür so das moderne Ozeaneum in Stralsund. „Architektur, Ortsbild und Design werden für den Tourismus immer wichtiger.“ Die Touristen würden mehr und mehr ihren Urlaubsort nicht nur noch Angeboten und Hotels auswählen: Ein Drittel der Gäste lege laut Umfragen bereits besonderen Wert auf „originelle architektonische Situationen“.

am

OZ

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