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Wirtschaft Klinik startet 2015 mit guter Bilanz und neuen Projekten
Mecklenburg Bad Doberan Wirtschaft Klinik startet 2015 mit guter Bilanz und neuen Projekten
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00:06 15.01.2015
Unterhalten sich über die Pläne für 2015: Chefärzte Dr. Bijan Zendeh, Dr. Ulf Warning und Dr. Michael Arndt mit Pflegedienstleiterin Antje Wiebe und Geschäftsführer Uwe Borchmann (v. l.). Quelle: Fotos: Jens Wagner

Wo sonst Patienten aufgenommen werden, tummelten sich gestern Abend geladene Gäste aus Medizin, Pflege, Politik und Wirtschaft. Mehr als 100 davon sind zum Neujahrsempfang des Doberaner Krankenhauses gekommen.

Klinik-Geschäftsführer Uwe Borchmann bilanzierte nicht nur ein erfolgreiches Jahr 2014 mit 7050 stationären Behandlungen — so viele gab es in der Doberaner Klinik-Geschichte noch nie — sondern gab auch einen Ausblick auf die Vorhaben in diesem Jahr: den Bau des medizinischen Versorgungszentrum Groß Klein und technischen Neuerungen wie elektronische Betten. Zudem sollen Patienten künftig in jedem Zimmer Fernseher und einen Internetanschluss haben. Borchmann sprach jedoch nicht nur über neue Innovation, an denen er und sein Team arbeiten. Er schlug auch kritische Töne an: „Wir sehen uns in der Pflicht, die medizinisch-pflegerische Versorgung aufrecht zu erhalten.“ Nur so bleibe die Region lebens- und liebenswert.

Dass eine Zusammenarbeit zwischen Medizinern, Pflegern, Reha- und anderen Kliniken in der Region unabdingbar ist, wissen auch Andrea Smala von der Heimverwaltung des Pflegeheims Schwaan, Jana Rausch, stellvertretende Einrichtungsleiterin des ASB-Pflegeheims Schwaan, Cornelia Kleinow vom Awo-Seniorenzentrum Kröpelin und Andrea Müller von der Diakonie-Sozialstation Kröpelin. „Wir sehen uns nur einmal im Jahr alle zusammen — hier beim Neujahrsempfang“, sagt Jana Rausch. Dabei würden dann nicht nur Erfahrungen ausgetauscht. „Wir planen schon jetzt unsere Sommerfeste“, sagt sie. Auch dafür nutzen sie und ihre Kolleginnen diesen gesellschaftlichen Anlass.

Assistenzarzt Friedemann Bergter kam zum Empfang, um seine alten Kollegen wieder zu treffen. Unter Oberarzt Thilo Wagner war er noch als Student am Doberaner Krankenhaus beschäftigt, bis er sich als Allgemeinmediziner niederlassen wollte. Mit den Assistenzärzten Andreas Scholz und Diana Schachtmeier sprach er über „die alten Zeiten“, als sie alle noch gemeinsam im Krankenhaus der Münsterstadt gearbeitet haben.

Für Unterhaltung sorgte Daniel Hofmann von der Kreismusikschule Bad Doberan. Er spielte zwei Stücke auf der Gitarre. Eines davon war selbst komponiert. Gesprächsthema Nummer 1 — neben den technischen Neuerungen, die für das Krankenhaus 2015 anstehen — war das vielseitige Büfett von Krankenhaus-Chefkoch Steffen Kriebel. Er feierte gestern gleichzeitig seinen 35. Geburtstag und tischte für die Gäste unter anderem Tafelspitz, Ostseefische und Rinderbrust auf. „Uns ist es besonders wichtig, alles selbst zu machen. Es wird nichts zugeliefert“, verriet der Küchenchef.

Geladen war auch Doberans Bürgermeister Thorsten Semrau (CDU). Der Rathaus-Chef ließ sich entschuldigen — wie auch Landrat Sebastian Constien (SPD). Er war krank.

Das Krankenhaus Bad Doberan verfügt über 134 Betten und hat im vergangenen Jahr neben den 7050 stationären Behandlungen auch 480 ambulante Operationen durchgeführt. Im Schnitt liegt ein Patient sechs Tage in der der Klinik, die geografisch eigentlich schon zu Hohenfelde gehört. Im Krankenhaus arbeiten 135 Angestellte.



Michaela Krohn

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