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Nach Alkoholfahrt mit Kindern: Deutsches Rotes Kreuz wirft Fahrer raus

Rostock Nach Alkoholfahrt mit Kindern: Deutsches Rotes Kreuz wirft Fahrer raus

Schock beim Deutschen Roten Kreuz (DRK): Die Polizei erwischte einen Fahrer der Hilfsorganisation am Montagmorgen im Dienst mit einem Atemalkoholwert von 1,42 Promille und Kindern im Kleinbus.

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Wir sind über das Handeln unseres Fahres zutiefst enttäuscht.“ Gunnar Wiechert, DRK

Rostock. Schock beim Deutschen Roten Kreuz (DRK): Die Polizei erwischte einen Fahrer der Hilfsorganisation am Montagmorgen im Dienst mit einem Atemalkoholwert von 1,42 Promille und Kindern im Kleinbus. Schon am geöffneten Fenster sei den Beamten der Alkoholgeruch entgegengeschlagen. „Wir sind über das unverantwortliche Handeln des Fahrers zutiefst enttäuscht“, sagt DRK-Fahrdienstleiter Gunnar Wiechert. „Gleichzeitig sind wir heilfroh, dass nichts Schlimmes passiert ist.“ Der 50 Jahre alte Fahrer sei fristlos entlassen worden.

„Das ist die einzig richtige Konsequenz“, erklärt Rostocks Stadtelternrat Max Raudszus. Er spricht von einer „unsäglichen Leichtsinnigkeit“. Fahrdienste hätten eine „gesteigerte Verantwortung“. Im Grunde gelte jedoch für jeden Fahrer, dass er unter Alkoholeinfluss Kinder gefährde, sagt Raudszus.

Dem 50-Jährigen drohen als Strafe mindestens zwölf Monate ohne Führerschein und die Zahlung eines Monatsgehaltes. Das sei das gängige Maß bei Alkoholdelikten, sagt Frank Salesch, Rostocker Fachanwalt für Verkehrsrecht.

Normalerweise gelte für Busfahrer ein besonderer Bußgeldkatalog. Doch bei Alkoholdelikten würden „alle gleich bestraft“, betont der Jurist. Dennoch hält er eine höhere Strafe für möglich, weil der Fahrer Kinder im Bus hatte. 14 Monate ohne Fahrerlaubnis und 1,5 Monatsgehälter seien durchaus vorstellbar. Am Ende entscheide ein Strafgericht, sagt Salesch. Das DRK gehört mit 85 Fahrern zu den größten Fahrdienst-Anbietern in Rostock. Hauptgeschäft ist der Transport von Schulkindern mit Behinderung. Regelmäßig führe das DRK bei seinen Fahrern Alkoholkontrollen durch, sagt Leiter Wiechert.

„Wir haben ein geeichtes Gerät. Einmal im Monat werden damit Stichproben gemacht.“ Zudem würden regelmäßig die Führerscheine geprüft.

Das DRK will nun alle Fahrer noch einmal explizit belehren und die Kontrollen verschärfen. Ein hundertprozentiger Schutz könne aber nicht gewährleistet werden, vermutet Wiechert. Da stimmt ihm Raudszus zu.

Der 50 Jahre alte Fahrer sei zum Beispiel vorher nie negativ aufgefallen. „Er ist jahrelang bei uns tätig gewesen und hat vorbildlich gearbeitet“, betont Wiechert.

Doch seine Tat sei damit nicht zu entschuldigen. „Da kennen wir keine Toleranz.“ Demnächst will das DRK mit den Eltern sprechen und um Verzeihung bitten.

 



André Wornowski

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