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Neben Villen und Ferienhäusern entstehen „Waterkant Suites“

Börgerende Neben Villen und Ferienhäusern entstehen „Waterkant Suites“

Börgerendes Gemeindevertreter gaben einem entsprechenden Bauantrag jetzt grünes Licht. Skeptiker befürchten hier einen schleichenden Übergang hin zum privaten Wohnungsbau.

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Exklusive Suiten an der Waterkant: So soll die neue Hotelanlage einmal aussehen. Visualisierung: Planungsgruppe Wöhlk GmbH

Börgerende. Die neue Feriensiedlung an Börgerendes Ostseeküste wächst weiter. Jetzt hat die Gemeindevertretung einem Bauantrag zugestimmt, der neben schon vorhandenen Villen und Ferienhäusern sogenannte „Waterkant Suites“ vorsieht. „Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Hotelanlage mit 150 Betten, die sich auf 75 Suiten verteilen“, erklärte Architekt Nicolaus Wöhlk und unterstrich die Exklusivität des Vorhabens: „In der Hotellerie stellen Suiten in der Regel die anspruchsvollste Angebotskategorie des Hauses dar — sie sind gekennzeichnet durch mindestens zwei Aufenthaltsräume, die zusammen mit einem vollwertigen Bad eine gemeinsame Nutzungseinheit bilden.“ Darüber hinaus sind hier eine Tiefgarage, Wellness sowie Gastronomie vorgesehen.

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Suiten stellen in der Regel die anspruchs- vollste Ange- botskategorie dar.“Nicolaus Wöhlk, Architekt

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Die mit dem Vorhaben beauftragte Kühlungsborner Planungsgruppe Wöhlk hatte im Vorfeld einige Modifizierungen vorgenommen. So sah die erste Angebotsfassung noch eine Überbauung in den Küstenschutzbereich vor. „Dabei handelte es sich um Luftschächte an der Außenwand einer Garagenseite“, machte Planer Nicolaus Wöhlk deutlich. „Das war ein Versehen unseres Büros — diese Schächte haben wir zurückgenommen.“

Dem letztlich positiven Votum der Gemeindevertreter ging eine kontroverse Diskussion voraus. „Ich werde ich dem Bauantrag in der aktuellen Fassung nicht zustimmen“, erklärte etwa Klaus Bergmann. „Für mich sind Suiten-Hotels der Übergang zum privaten Wohnungsbau — wenn wir nicht aufpassen, haben wir hier bald einen Klopper stehen, der genau für diesen Zweck genutzt wird.“

Er werde erst dann grünes Licht geben, wenn eine Wohnraum-Nutzung per Vertrag ausdrücklich untersagt wird, machte Bergmann deutlich. In die gleiche Kerbe haute auch Horst Hagemeister: „Ich bin dafür, dass dieser Punkt in den Beschluss mit aufgenommen wird“, erklärte der stellvertretende Bürgermeister. Zusätzlich plädiere er auf Anraten der Kommunalaufsicht dafür, bei Verstößen gegen die Vorgaben des Bebauungsplanes konkrete Sanktionen zu formulieren, so Hagemeister: „Wir müssen uns absichern, dass es hier nicht irgendwann doch privaten Wohnungsbau gibt.“

Hagemeisters skeptische Grundhaltung kommt nicht von ungefähr: Bauherr der „Waterkant Suites“ ist die ABC Brakel GmbH, die allein in fünf B-Plänen der Gemeinde auftaucht — wahlweise als Vorhaben- und Erschließungsträger, Flächenkäufer oder eben Bauherr. Seit Jahren sieht sich die Firma kritischen Stimmen ausgesetzt, die realen Baugrößen in den B-Plan-Gebieten würden nicht den einst vorgesehenen Ideen auf dem Papier entsprechen. Bereits Ende vergangenen Jahres hatte Hagemeister die Dimensionen des von der ABC GmbH verantworteten Villen-Resorts bemängelt: „So, wie es jetzt dort aussieht, habe ich es nicht gewollt — der Investor hat uns eine viel kleinteiligere Bebauung vorgestellt. Das, was dort steht, ist schon viel zu groß — es soll aber noch größer werden.“

Die Mehrzahl der Börgerender Gemeindevertreter konnte derlei Skepsis jetzt allerdings nicht teilen. Tenor: Der Begriff „Suiten“ sei in der heutigen Hotellandschaft eine gängige Formulierung — auf eine spätere Wohnraum-Nutzung deute aus heutiger Sicht nichts hin.

All-Suite-Hotel mit 150 Betten

150 Betten verteilen sich bei der Hotelanlage „Waterkant Suites“ auf 75 Einheiten. Gebaut wird entlang des Börgerender Ostseestrandes.

2007 wurde das ehemaligen Hotel Waterkant abgerissen. Seitdem entstehen auf dem Areal Villen und Feriensiedlungen.

 

Lennart Plottke

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