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Wettbieten um „Filetstück“ im Ostseebad

Nienhagen Wettbieten um „Filetstück“ im Ostseebad

Das Areal samt Haus an der Strandstraße 36 Nienhagens soll jetzt verkauft werden. Das Höchstgebot liegt bei 611 000 Euro.

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Umzug in ein neues Zuhause: Das Wohn- und Geschäftshaus in der Hofstraße wird gut angenommen.

Nienhagen. Nein, wirklich einladend sieht das Areal in der Nienhäger Strandstraße 36 nicht mehr aus. Bröckelnder Putz und verwaiste Fenster am Haus, kniehohes Gras, kein Leben — hier muss sich dringend etwas tun. Das finden auch Nienhagens Gemeindevertreter und wollen das etwa 1000 Quadratmeter große Grundstück inklusive Gebäude in ihrer Donnerstag-Sitzung (19 Uhr, Feuerwehr) an einen solventen Käufer veräußern.

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Umzug in ein neues Zuhause: Das Wohn- und Geschäftshaus in der Hofstraße wird gut angenommen.

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„Es gab insgesamt 14 Angebote“, sagt Bürgermeister Uwe Kahl. „Interessenten hatten nach einer Verlängerung bis zum 21. August die Möglichkeit, ihre Preisvorstellungen abzugeben.“ Im Vorfeld hatte die Gemeinde das Grundstück von Fachleuten begutachten lassen. „Der Schätzwert beläuft sich demnach auf 295 000 Euro“, erklärt Kahl.

Allein diese Summe wäre für die Kommune schon ein warmer Geldregen. Aber es kommt noch besser: „Das Höchstgebot liegt bei satten 611 000 Euro“, freut sich Kahl. „Wenn alles nach Plan läuft, wollen wir den Verkauf zu diesem Preis am Donnerstag in Papier und Tüten haben.“

Aus seiner Sicht höchste Zeit: „Das Gebäude ist doch schon sehr marode — das Dach haben wir vor einiger Zeit nur notdürftig repariert, und wenn jetzt die ersten Herbststürme kommen, fliegt es uns womöglich noch weg.“ Darüber hinaus sei das ganze Ensemble eines Ostseebades nicht mehr würdig, findet das Gemeindeoberhaupt. Was mit Grundstück und Haus nach dem Verkauf passieren wird, sei derzeit noch offen: „Ob das Gebäude saniert oder abgerissen wird, muss der Käufer entscheiden.“ Dass es in der Strandstraße dann zu bösen Überraschungen kommt, glaubt Kahl nicht: „Die Investoren müssen sich klar an den Bebauungsplan halten.“ Dieser schließt hier weitere Ferienwohnungen aus: „Denkbar wären beispielsweise Eigentumswohnungen.“

Das eingenommen Geld — in welcher Höhe auch immer — will die Gemeinde in neue Wohnungen stecken. „Das sind für uns gesicherte Einnahmen“, erklärt Uwe Kahl. Über den möglichen hohen Kaufpreis wundert sich Nienhagens Bürgermeister übrigens nicht: „Es handelt sich hier schließlich um eine hochwertige, 1000 Quadratmeter große Anlage mit Ostseeblick — das ist doch ein wahres Filetstück.“

Im Frühjahr dieses Jahres waren die letzten sechs Mieter aus ihren Wohnungen in der Strandstraße 36 ausgezogen — und haben im frisch gebauten Wohn- und Geschäftshaus ein neues Zuhause gefunden (die OZ berichtete). „Das wurde auch höchste Zeit“, meint Kahl. „Die Lebensbedingungen waren am Ende kaum noch zumutbar.“

Jetzt leben die Nienhäger seit einem guten halben Jahr in ihrem neuen Domizil — nur einen Steinwurf von ihrer gewohnten Umgebung entfernt. „Ich bin froh, dass das so gut geklappt hat“, sagt der Bürgermeister. Neben sieben altersgerechten Wohnungen finden sich in der Hofstraße Allgemein- sowie Zahnarzt, Physiotherapie, Frisör und „Tante-Emma-Laden“: „Da haben wir in der Gemeinde mit Blick auf die Infrastruktur einen großen Sprung gemacht.“

Und auch in die Strandstraße 36 soll bald neues Leben einziehen — damit ein „Filetstück“ seinen Namen wieder verdient.

Grundstück mit Seeblick

295 000 Euro — das war der Schätzwert für das etwa 1000 Quadratmeter große Grundstück in der Nienhäger Strandstraße 36. Insgesamt 14 Angebote sind bis zum 21. August eingegangen.611 000 Euro — diese stattliche Summe will ein potenzieller Käufer für das Areal zahlen. Die Gemeindevertreter wollen sich am Donnerstag positionieren. Ob das marode Gebäude saniert oder komplett abgerissen wird, ist noch unklar.

 

 

Lennart Plottke

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