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Wo fliegt er denn? Kometen-Show an Nienhagens Steilküste

Nienhagen Wo fliegt er denn? Kometen-Show an Nienhagens Steilküste

Aus dieser Richtung muss er kommen: Marcel Rudolph steht an der Nienhäger Steilküste, legt die Hand an seine Stirn und blickt angestrengt Richtung Ostsee. „Ich gucke den Kometen schon mal ran“, sagt der Marketing-Chef im „Ferienpark Seepferdchen“ und lacht.

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Hat sich schon mal an der Steilküste postiert und hält nach Komet „Panstarrs“ Ausschau: Marcel Rudolph vom „Ferienpark Seepferdchen“.

Quelle: len

Nienhagen. Die Vorfreude auf die Ankunft des Schweifsterns „Panstarrs“ ist dem 32-Jährigen anzusehen. „Dieses Naturschauspiel hat es seit mehr als 15 Jahren nicht mehr gegeben“, erklärt Rudolph. „Damals sorgte ,Hale-Bopp weltweit für Aufregung.“ Dieser Komet konnte über einen Zeitraum von 18 Monaten frei und ohne Fernglas gesehen werden — doppelt so lange wie der bisherige Rekordhalter, der große Komet von 1811.

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Hat sich schon mal an der Steilküste postiert und hält nach Komet „Panstarrs“ Ausschau: Marcel Rudolph vom „Ferienpark Seepferdchen“.

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Ganz so gewaltig wird „Panstarrs“ zwar nicht umherschweifen — dennoch können sich die Sternengucker ab Sonntag kurz nach Sonnenuntergang auf außergewöhnliche Himmelsschauspiele einstellen. Wenn denn neben den Vorhersagen der Fachleute (Helligkeitsentwicklung) auch das Wetter mitspielt. „Bis vor einigen Tagen war ich mir gar nicht mehr sicher, ob die Sonne auch tatsächlich über der Ostsee untergeht“, bekennt Rudolph. „Ich hatte ganz vergessen, dass es sie überhaupt noch gibt.“ Am Montag dann die Erlösung: blauer Himmel, Klärchen strahlte endlich wieder mit voller Kraft.

In Teleskopen ist „Panstarrs“ übrigens seit seiner Entdeckung am 6. Juni 2011 fast durchgehend unter Beobachtung. Mit dem bloßem Auge ist er aber nur zwischen Mitte Februar und Mitte April dieses Jahres zu sehen — dann strahlt er auch während der gesamten Nacht.

„Um den Kometen in voller Schönheit bewundern zu können, ist natürlich auch der perfekte Standort wichtig“, sagt Marcel Rudolph. „Und den gibt es zweifellos an unserer Steilküste — mehrere Meter über dem Meeresspiegel mit einem ungehinderten Blick auf den Sonnenuntergang.“ Bei optimalen Bedingungen ist „Panstarrs“ hier etwa zwei Wochen in der Abenddämmerung zu erkennen — dann entfernt er sich wieder von der Sonne und wird schwächer.

Für Marcel Rudolph allerdings kein Grund zur Trauer: Schon Ende 2013 kündigt sich der nächste Schweifstern an. Dabei könnte „Ison“ nach Ansicht der Experten noch weitaus spektakulärer strahlen — so hell wie der Vollmond und damit sogar am Tageshimmel sichtbar.

„Panstarrs“-Gucken in Nienhagen: ab etwa 10. März, Standort Steilküste

Kleiner Himmelskörper mit großem Schweif
Ein Komet oder Schweifstern ist ein kleiner Himmelskörper, der zumindest in den sonnennahen Teilen seiner Bahn eine durch Ausgasen erzeugte Hülle aufweist. Kometen sind wie Asteroiden Überreste der Entstehung des Sonnensystems. Sie bildeten sich in den äußeren, kalten Bereichen, wo die Wasserstoffverbindungen zu Eis kondensierten.

In Sonnennähe ist der meist nur wenige Kilometer große Kometenkern von einer diffusen, nebeligen Hülle — Koma genannt — umgeben, die eine Ausdehnung von 2,7 Millionen Kilometern erreichen kann. Kern und Hülle nennt man auch den Kopf des Kometen.


Das auffälligste Kennzeichen der von der Erde aus sichtbaren Kometen ist jedoch der Schweif, der bei großen und sonnennahen Objekten eine Länge von mehreren 100 Millionen Kilometern erreichen kann.

Lennart Plottke

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Hat sich schon mal an der Steilküste postiert und hält nach Komet „Panstarrs“ Ausschau: Marcel Rudolph vom „Ferienpark Seepferdchen“.

In wenigen Tagen soll von Nienhagen (Landkreis Rostock) aus ein Schweifstern am Abendhimmel zu sehen sein.

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