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Bad Doberan Wohin nach dem Abitur? Schüler haben Qual der Wahl
Mecklenburg Bad Doberan Wohin nach dem Abitur? Schüler haben Qual der Wahl
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00:00 14.03.2013
Bundespolizist Marko Moderecker unterh�lt sich mit den Sch�lern Steffen Schneider, Felix Rochlitz und Marc von Klimke. Quelle: Fotos: Hannes Ewert
Bad Doberan

Mit mehreren bunt bedruckten Flyern in der Hand läuft Anika Süss mit ihrer Freundin Romy Karl aus der 11. Klasse vom Schulzentrum Kühlungsborn durch das Friderico Francisceum: Zum 14. Mal jährt sich im Doberaner Gymnasium die Bildungsmesse, und so wie Anika machten sich hunderte Schüler aus der näheren Umgebung über Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten in der Region ein Bild.

„Ich möchte später gerne mit Menschen arbeiten“, sagt Anika. Deshalb informiert sich die Gymnasiastin bei Gruppenleiterin Franziska Behrens vom Deutschen Roten Kreuz. Sie bietet Bundesfreiwilligendienste, freiwillige soziale Jahre und internationale Freiwilligendienste an. „Die Angebotsnachfrage steigt jedes Jahr“, sagt Behrens. Rund 60 Stellen vergeben die Mitarbeiter vom DRK. „Manche fliegen ins afrikanische Ghana und leisten dort Aufbauhilfe, andere arbeiten in einem isrealischen Waisenhaus. Die Wünsche und Möglichkeiten sind völlig verschieden“, erklärt Behrens.

Einer der 15 Aussteller ist die Fachhochschule Stralsund. „Ein großer Anziehungsfaktor ist natürlich das Meer“, sagt Anne Miller vom Hochschulmarketing. „Das passt zu unserem Tourismusstudiengängen.“

Mehr als die Hälfte der rund 2500 Studenten kommen aus Mecklenburg-Vorpommern. Für viele sei die enge Anbindung zum Wasser ein Grund, im Norden zu bleiben. Beim Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung, kurz CHE, hat die Fachhochschule Stralsund die vorderen Plätze von mehr als 300 Hochschulen belegt. „Der Test wird in verschiedenen Kategorien durchgeführt“, erklärt Miller.

Besonderer Anziehungspunkt seien für künftige Studenten die Projekte an der FH, wie zum Beispiel die Mitarbeit im „Racing Team“. Dieses Team baut an einem Rennwagen und kämpft auf internationalen Rennstrecken um Podestplätze.

Langjährige Organisatorin der Bildungsmesse ist Birgit Rahn, Berufsberaterin für Abiturienten bei der Agentur für Arbeit in Rostock. Sie kennt die Trends. „Früher wollten die jungen Leute nur eine Ausbildung machen, heute steht das Studium im Vordergrund“, sagt sie. Abiturienten könnten sich heute zwischen mehr als 340 Berufen und 9000 Studiengängen entscheiden: „Der Beratungsbedarf ist erheblich gestiegen. Die Berufswünsche sind sehr individuelle Angelegenheiten.“ Vor ein paar Jahren wollten viele in den öffentlichen Dienst, dann waren die Medien angesagt, und heute möchten etliche etwas „Soziales“ machen.

Birgit Rahn spürt das — viele Schüler wollen nach dem Abitur ein Jahr im Ausland verbringen: „Fast die Hälfte einer Klasse denkt darüber nach, nach dem Abi erstmal etwas ganz anderes zu machen.“

14 Jahre Bildungsmesse
15 Aussteller präsentierten sich gestern auf der 14. Bildungsmesse im Friderico- Francisceum.

Schüler des Doberaner Gymnasiums, des Schulzentrums in Kühlungsborn und der Fachoberschule Bad Doberan haben an der Messe teilgenommen.

Unter den Ausstellern waren Universitäten, Hochschulen, Akademien, öffentliche Verwaltungen sowie die Bundeswehr. Großes Interesse weckten Vorträge über Arbeitsmöglichkeiten im Ausland, ein duales Studium und die Bundeswehr in der Schul-Aula.

Hannes Ewert

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