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Bad Doberan Zehn Jahre Förderung für Obstarche
Mecklenburg Bad Doberan Zehn Jahre Förderung für Obstarche
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00:00 10.05.2016

Die Streuobstwiese kann weiter wachsen. „Die Akademie für nachhaltige Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern teilte unserer Obstarche die 'Fördervereinbarung über die gemeinsame Entwicklung eines Streuobstprojektes' mit“, sagt Dr. Silvia Kastell. Die Initiatorin der „Obstarche“ erhielt für das nachhaltige Projekt einen Zuschuss von 528 Euro pro Jahr.

Initiatorin Silvia Kastell freut sich über den Zuschuss für die Obstarche. Quelle: Sabine Hügelland

„Das Geld soll für die Obstbaumschnitte genutzt werden. Die Förderung greift schon in diesem Jahr und wird insgesamt zehn Jahre andauern“, sagt sie. Das sei eine große Freude. Mit diesem Pflegezuschuss kämen sie ein Stück in ihrem Vorhaben weiter, betont die Diplom-Agraringenieurin. „Schließlich haben wir seit 2014 schon 262 neue Obstbaum-Hochstämme und damit vier neue Streuobstwiesen und mehrere wegbegleitende Obstbaumreihen angepflanzt“, erzählt sie. „Und das in freiwilligen Arbeitseinsätzen mit den Bürgern der Gemeinde und der Nachbarschaft im Gemeindegebiet.“

Die Finanzierung erfolgt aus den Streuobstgenussscheinen Mecklenburg-Vorpommern als ökologisches Wertpapier. „Mit dem Streuobstgenussscheinen soll die biologische Vielfalt gefördert werden, denn Streuobstwiesen sind wertvolle artenreichste Biotope“, betont die Fachfrau. „Die biologische Vielfalt ist vielleicht das wichtigste Gut, das es zu schützen gilt. Dazu zählt auch die genetische Vielfalt innerhalb der verschiedenen Arten. Wir möchten dem schwindenden Sortenspektrum entgegenwirken.“

Die Obstarche ist ein gemeinnütziges und ein von der Heidehof-Stiftung gefördertes Projekt unter dem Dach des Kulturvereins für Reddelich und Brodhagen, dem auch Reddelichs Bürgermeister angehört.

„Das Projekt befindet sich auf Gemeindeland und wertet Umlandflächen auf“, betont Ulf Lübs. Eine WinWin-Situation. Erst kürzlich spendete die Regionalbus Rostock GmbH eine Hinweistafel und eine Bank.

So wächst auch das Ambiente in den Streuobstwiesen. „Sitzbank und Tafel sind der Start für unseren geplanten Obstwanderweg als Lehrpfad“, so Dr. Silvia Kastell. Er soll einmal entlang des Hanseatenweges, eines Rad-und Wanderweges, durch Reddelich führen und eine Attraktion für Einheimische und Urlauber bilden.

Doch schon jetzt mit den kleinen Bäumchen sind die Wiesen aufgewertet worden. Auf der Homepage erfährt der Leser, dass auch Baumpatenschaften möglich sind. Oder das Anpflanzen eines Bäumchens im Rahmen von Geburten, Hochzeiten oder anderem.

Naschen ja, ernten nein! So wird es heißen, wenn Früchte hängen, denn die zehn Mitglieder der „Obstarche“ werden den Erlös aus dem Verkauf der Ernte dringend für den weiteren Ausbau des Projekts brauchen. Spenden sind weiterhin willkommen.

Info: www.obstarche-reddelich

Von sah

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