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Bad Doberan Zielspritzen und Leitergolf in Bastorf
Mecklenburg Bad Doberan Zielspritzen und Leitergolf in Bastorf
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00:50 30.04.2018
Knifflig: Der 10-jährige Fynn Francke aus der Wehr Cariner Land bewies viel Geduld an der Station Wassertropfen. Quelle: Fotos: Sabine Hügelland
Bastorf

Zielspritzen, Vogel- und Baumkunde, Wassertropfen, Fröbelturm, Leitergolf und Kistenstapeln – für 45 Kinder ging es am Samstag auf der Spur nach Spiel und Spaß

45 Kinder beim Natur- und Spielepfad der Jugendwehren im Amtsbereich Neubukow-Salzhaff dabei

einmal rund um Bastorf. Sie stammten aus Jugendfeuerwehren im Cariner Land, Bastorf, Biendorf, Kirch Mulsow, Am Salzhaff und Rerik – da war mächtig was los im Dorf.

Sechs Stationen galt es für den Nachwuchs beim vierten Natur- und Spielepfad der Jugendwehren im Amtsbereich Neubukow-Salzhaff zu absolvieren – und das bei schönstem Wetter. Kleine Verpflegungsbeutel als Energielieferanten für die fünfstündige Aktion gab es mit auf den Weg. Gefragt waren bei der Rallye unter anderem Geschicklichkeit, Ausdauer und Wissen. „Wir wollten für sie mal etwas anderes anbieten als nur Lernen und Ausbildung“, sagte der Jugend- und Amtsjugendwart Martin Dominek. „Dabei findet der Natur- und Spielepfad jedes Jahr an einem anderen Ort statt.“

Keine Theorie, kein Wettkampf – nur Spaß und Action

Den Kindern und Betreuern gefiel’s: „Uns macht das wirklich Spaß“, sagte etwa die 18-jährige Jenny Schaffer aus Bastorf. „Vor allem, weil es keine Theorie ist, sondern mal was anderes – unbeschwerter.“ Es gehe heute mal nicht um Wettkampf und Platzierungen– obwohl alle Jugendwehren zum Abschluss natürlich einen Pokal bekämen, stellte Amtsjugendwart Dominek klar. Der Pokal aus Glas mit Feuerwehr-Logo wirkte sehr eindrucksvoll und wird sicher in jeder Wehr einen Ehrenplatz erhalten. „Für diesen Tag erhalten wir finanzielle Unterstützung aus dem Amt Neubukow Salzhaff – das ist toll und macht uns dankbar“, erklärte Dominek. An den Stationen zeigten die Mitglieder der Jugendwehren echten Sportsgeist. Allgemeinbildung wie Vogelkunde oder die Nennung heimischer Bäume fiel leicht. „Ich habe selbst gestaunt, aber die Kinder wussten alles“, sagte Jugendwart Marcel Tramm aus der Wehr Amt Salzhaff. Knifflig wurde es an Station drei. Dort mussten die Kinder mittels zweier Stöcke einen Wasserbehälter transportieren. „Hier geht es um Fingerspitzengefühl“, erklärte Betreuer Mario Tehde- Dorst. Auch der zehnjährige Fynn Francke absolvierte das mit Bravour. Er ist neu in der Wehr Cariner Land und dennoch schon mittendrin.

Gemeinsam als Team zum Ziel

Die Gruppe Biendorf I zeigte enorme Geduld beim Fröbelturm. Bei diesem Mannschaftsspiel mussten alle an miteinander verknüpften Seile ziehen, um punktgenau mit Klötzen einen Turm zu bilden.

„Wir spielen das manchmal in unserer Feuerwehr, dann aber nur mit drei und nicht wie hier mit sechs Klötzen“, sagte Justin Helm – ganz der Profi. Auch der 13-Jährige ist erst seit Kurzem in der Jugendwehr: „Weil’s Spaß macht und ich so auch andere kennenlerne.“

Lara Holtz und Benjamin Prüter aus Reriks Wehr gehörten mit zu den 16 Betreuern an diesem Tag: „Es ist auch für uns eine schöne Geschichte“, sagte die 17- jährige Lara Holtz. „Heute lernen die Kleineren, in Gruppen zu arbeiten, das macht uns und ihnen Spaß.“ Beim Leitergolf galt es, ein Seil mit Kugeln durch Werfen um ein Mini-Leitergestell zu wickeln. Erstaunlich, was gerade die ganz Kleinen unter den angehenden Feuerwehrmännern und -frauen da an Geschicklichkeit bewiesen.

Verantwortung für die

jüngsten Feuerwehrleute

Nicht einfach gestaltete sich dagegen das Kistenstapeln – dabei mussten Kisten innerhalb eines Turmes integriert werden, ohne ihn umzuwerfen. „Das fand ich gut, aber noch besser hat mir der Fröbelturm gefallen“, sagte Louis Rosenkranz (9) aus der Reriker Feuerwehr. „Kisten stapeln – das war das Beste“, fand Kameradin Luisa Keller (10). Jolie Ann Wolfgramm passte mit auf, dass alles glatt lief: „Wir übernehmen Verantwortung für die kleineren Kinder“, erklärte die 13-Jährige.

Betreuer Norbert Kröplin ist Feuerwehrmann in der Wehr Am Salzhaff: „Das ist ein toller Tag für die Kinder – und man sieht doch, wie viel Spaß sie dabei haben.“ Besonders lobenswert: „Die Teamarbeit“, sagte Amtsjugendwart Martin Dominek.

Zum guten Schluss wurde noch gemeinsam gegrillt und gechillt. Schon am 26. Mai sehen sich alle jungen und älteren Feuerwehrleute beim Tretbootrennen-Pokal in Rerik wieder – und am 9. Juni findet in Pepelow der Amtsausscheid statt.

Sabine Hügelland

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