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Bad Doberan Zweckverband Kühlung: Gebühren bleiben vorerst stabil
Mecklenburg Bad Doberan Zweckverband Kühlung: Gebühren bleiben vorerst stabil
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11:37 06.12.2018
Der Zweckverband Kühlung hat 2018 den ersten Hochbehälter in Steffenshagen saniert. 2019 ist der zweite dran. Quelle: Zweckverband Kühlung
Bad Doberan

Der trockene Sommer in diesem Jahr hat sich auch beim Wasserverbrauch bemerkbar gemacht. Von Mai bis August ist so viel Wasser abgegeben worden wie noch nie seit Bestehen des Zweckverbandes Kühlung, teilt Geschäftsführer Frank Lehmann mit. Der Verband ist für die Region Kühlungsborn/ Bad Doberan fast an die Kapazitätsgrenze gekommen, denn in Steffenshagen wurde dieses Jahr ein Hochwasserbehälter saniert. Der zweite soll im nächsten Jahr folgen. Ebenso soll der Rückstau bei der Instandhaltung der Regenrückhaltebecken weiter abgearbeitet werden. Die Gebühren für Trink- und Schmutzwasser bleiben im kommenden Jahr stabil. Vorerst.

Mehr Schmutzwasser durch Schneeschmelze

ZVK-Geschäftsführer Frank Lehmann: „Wir haben von Mai bis August so viel Wasser abgegeben wie noch nie seit Bestehen des Verbandes.“ Quelle: Anja Levien

Im gesamten Versorgungsgebiet des Zweckverbandes, das von Kühlungsborn bis Hohen Luckow, von Rerik bis Schwaan reicht, seien fast zehn Prozent mehr Trinkwasser abgegeben worden als im Vorjahr, so Frank Lehmann. Auch beim Schmutzwasser verzeichnete der Verband einen Anstieg. Gründe dafür seien der Schneefall und die damit verbundene Schneeschmelze im April und der viele Starkregen Anfang des Jahres. „Im Vergleich zum Vorjahr ist 3,2 Prozent mehr Schmutzwasser angefallen“, sagt Frank Lehmann.

Der 27. Juli war der Spitzentag für das Wasserwerk Kühlung in Hinter Bollhagen. 9022 Kubikmeter sind abgegeben worden. 10 000 Kubikmeter fasst das Wasserwerk am Tag. Die Spitzen beim Wasserverbrauch fängt der Zweckverband mit zwei Behältern in Steffenshagen ab, in denen insgesamt 4000 Kubikmeter zwischengespeichert werden können. Doch in einer Kammer waren Keime im Wasser festgestellt worden, teilt Lehmann mit. Grund dafür war eine undichte Decke. Dadurch sei Regenwasser eingedrungen. Von Ostern bis Anfang August war die Decke erneuert worden. 2019 folgt für etwa 500 000 Euro die zweite Kammersanierung.

Rückhaltebecken sind Biotope

11,3 Millionen Euro möchte der Zweckverband im kommenden Jahr investieren. Darunter fällt auch die Umgestaltung des Regenrückhaltebeckens in der Tannenstraße in Kühlungsborn für 400000 Euro. „Wir sind dabei den Stau bei den Regenrückhaltebecken abzuarbeiten“, sagt Frank Lehmann. 70 bewirtschafte der Verband derzeit, die nicht alle gleichzeitig gepflegt werden können. An einigen Orten seien Schilf und Weide schnell gewachsen, teilweise seien Biotope entstanden. Für eine Grundberäumung bedürfe es der Zustimmung des Landkreises Rostock. Hier gebe es Differenzen. „Es ist nicht immer einfach, aber wir sind ein Stück weitergekommen“, sagt der ZVK-Geschäftsführer. Wegen beispielsweise Brutzeiten gebe es nur ein kleines Zeitfenster, um handeln zu können.

In Kröpelin soll im Wasserwerk eine zweite Filtration eingebaut werden, um mehr Trinkwasser gewinnen zu können. Zudem sollen mehrere Leitungen für Trink,- Niederschlags- und Schmutzwasser erneuert werden, darunter die in der Nienhäger Chaussee in Bad Doberan, im Kiefernweg in Neubukow oder in der Straße des Friedens in Kröpelin.

Gebühren bleiben vorerst stabil

Die Gebühren für Trink- und Schmutzwasser 2019 bleiben stabil, sagt Frank Lehmann, konnte das für 2020 aber nicht versprechen. Da müsse die Abrechnung von 2018 abgewartet werden. „Auch bei uns steigen die Kosten für Dienstleister, Personal und Fuhrpark“, sagt Frank Lehmann. Alles was an Investitionen aufzuschieben war, sei verschoben worden. In den vergangenen 20 Jahren sei beim Trinkwasser die Grundgebühr 2011 von 3,50 Euro auf 4.15 Euro erhoben worden, die Zusatzgebühr 2016 um 5 Cent auf 1,10. „Das ist alles, was erhöht wurde. Irgendwann ist der Punkt erreicht, wo es nicht mehr geht.“ Beim Schmutzwasser gebe es seit elf Jahren Gebührenstabilität, beim Niederschlagswasser seit sieben Jahren. Bei Letzterem werde in 2019 die Zusatzgebühr um fünf Cent auf 38 Cent pro Quadratmeter angeschlossener Fläche im Jahr erhöht, kündigt Lehmann an.

Zweckverband Kühlung

28 Gemeinden zählen zum Zweckverband Kühlung, darunter sechs Städte. 61 000 Einwohner werden vom Verband mit Trinkwasser versorgt. Hinzu kommen 3,6 Millionen Gästeübernachtungen im Jahr. Zudem kümmert er sich um Schmutzwasser und Niederschlagswasser.

20 000 Grundstücke sind im Zuständigkeitsbereich des Zweckverbandes, der am 1. Juli 1992 seinen Betrieb aufgenommen hat.

10 Wasserwerke betreibt der ZVK unter anderem in Kröpelin, Hinter Bollhagen, Rerik und Satow.

Anja Levien

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