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Bad Doberan Zweite Yacht strandet vor Halbinsel
Mecklenburg Bad Doberan Zweite Yacht strandet vor Halbinsel
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00:22 13.06.2018
Rerik

Erneut ist eine Segelyacht vor der Halbinsel Wustrow bei Rerik gestrandet. Das Schiff ist vom Wasser aus nicht zu erreichen, eine Bergung schwierig. Verletzt wurde niemand.

Drei Wochen nach dem ersten Einsatz, rückt die Feuerwehr wieder aus, um Kraftstoff abzupumpen

Wie die Wasserschutzpolizei am Dienstag mitteilte, strandeten zwei Männer mit ihrer Segelyacht am Montagvormittag vor der Halbinsel Wustrow. Ursache dafür war nach ersten Erkenntnissen mangelnde Vorbereitung und eine Verkettung unglücklicher Umstände. „Da sich an Bord keine entsprechenden Seekarten befanden, befuhr der verantwortliche Bootsführer zu flaches Gewässer“, teilt die Wasserschutzpolizei mit. Dann sei ein Stahlseil an dem Segel gerissen, weshalb dieses nicht mehr unter Spannung gehalten werden konnte. „Anschließend führte ein leerer Benzintank dazu, dass der an Bord befindliche Außenbordmotor nicht betrieben werden konnte.“ Ein Versuch, das Boot mittels Notankerung zu halten, blieb erfolglos.

Männer gelangen von selbst an Land

Die beiden Männer konnten von selbst an Land gelangen und meldeten sich beim Pförtner auf der Halbinsel Wustrow. Diese ist für die Öffentlichkeit gesperrt, nur geführte Touren finden hier statt (die OZ berichtete). Die 1000 Hektar große Halbinsel ist zum Teil Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiet und durch langjährige militärische Nutzung munitionsbelastet.

Der gesamte Ostsee-Küstenbereich besteht vor der Halbinsel Wustrow überwiegend aus großen Steinen, zwischen denen die Segelyacht strandete. Wasserseitig war die Segelyacht durch die eingesetzten Rettungskräfte nicht zu erreichen und somit ein Freischleppen nicht möglich, so die Wasserschutzpolizei weiter.

Auch von Land aus ist die Bergung aufgrund der Steilküste schwierig. Die freiwillige Feuerwehr Rerik bahnte sich zu Fuß über eine Leiter einen Weg zum Strand und zur Yacht, um Chemie und Kraftstoff von dieser zu holen, teilt Wehrführer Dietmar Rohn mit. Drei Stunden habe der Einsatz gedauert.

Es ist nicht der erste dieser Art in diesem Jahr. Vor knapp drei Wochen war ein 72-jährige Skipper aus Chemnitz mit seiner acht Meter langen Segelyacht ebenfalls vor der Halbinsel Wustrow gestrandet.

Dieser hatte zunächst vor der Halbinsel geankert. Durch den starken Nord-Ost-Wind hatte sich seine Yacht aber in Bewegung gesetzt, teilte die Polizei damals mit. Die Ankerleine riss, das Acht-Meter-Boot trieb immer weiter Richtung Land und strandete. Auch in diesem Fall konnte sich der Skipper alleine an Land retten. Er verständigte die Seenotrettung.

Doch auch hier war das Boot vom Wasser aus für die Rettungskräfte nicht zu erreichen. Die Feuerwehr musste zu Fuß zur Yacht laufen und den Kraftstoff abpumpen. Die Yacht soll mittlerweile entfernt worden sein.

Anja Levien

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