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Bad Doberan Zweiter Sieg: Kühlungsborn bleibt im Titelrennen
Mecklenburg Bad Doberan Zweiter Sieg: Kühlungsborn bleibt im Titelrennen
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00:09 16.05.2018
Stammspieler des TC Kühlungsborn: Henry Stelzer. Quelle: Foto: Ronald Krumbholz
Kühlungsborn

Henry Stelzer konnte das Kunststück, das ihm und Matthias Bretzke gelang, auch drei Tage später kaum fassen. Die beiden Tennisspieler des TC Kühlungsborn sorgten im Duell gegen den Akademischen Rostocker TC für eine faustdicke Überraschung. Sie bezwangen das klar favorisierte Doppel Tim Polley und Florian Barmeyer mit 2:6, 6:4, 11:9 und hatten damit maßgeblichen Anteil am 6:3-Gesamtsieg.

„Eigentlich geht das gar nicht, weil die beiden besser sind“, meinte Stelzer mit einem breiten Lächeln auf den Lippen. Nach dem verlorenen ersten Satz steigerte sich das TCK-Duo, führte 5:1 und behielt die Nerven, als die Rostocker auf 4:5 verkürzten. Stelzer servierte ein Ass und brachte mit starken Aufschlägen die Gegner in Bedrängnis. Deren Rückschläge „fischte“ Bretzke am Netz weg.

Nicht weniger spannend verlief der Match-Tie-Break. Die Kühlungsborner gerieten scheinbar aussichtslos mit 2:7 ins Hintertreffen. „Irgendwie haben wir das Ding noch gewonnen“, freute sich der 36 Jahre alte Stelzer.

Nach Erfolgen von Peter Fink, Thomas Dethloff, Niklas Schreiner und Matthias Bretzke führten die Gastgeber nach den Einzeln bereits 4:2. Fink/Dethloff machten im Doppel mit einem 6:2, 6:0 den Deckel drauf.

Der zweite Saisonsieg nährt die Hoffnungen auf den ersten Landesmeistertitel seit fünf Jahren. Neben dem TCK, zu dessen Aufgebot auch Udo Kempke, Michael Apel und Levin Bruhn gehörten, sind lediglich die HSG Greifswald und der überraschend starke TC Blau-Weiß Rostock noch ohne Punktverlust. „Es läuft super. Ich rechne mir schon was aus“, bekräftigte Stelzer, der zuvor im Einzel eine buchstäblich schmerzhafte Niederlage hinnehmen musste. Beim Versuch, den Matchball abzuwehren, stürzte er und zog sich eine Hüftprellung zu.

Trotz der Blessur stand er tags darauf wieder auf dem Platz – mit den Herren 30 ging es erneut gegen die „Akademiker“ aus Rostock. Peter Fink gab im Spitzeneinzel gegen Marcus Wermuth kein Spiel ab, doch Stelzer, Christian Mainzinger und Sebastian Ebert verloren. Der 1:3-Zwischenstand erwies sich als zu große Hypothek für die Doppel. Fink und Ebert siegten zwar souverän, doch Stelzer blieb ein abermaliges Happy End versagt. An der Seite von Thomas Dethloff verlor er 7:5, 2:6, 5:10.

„Eigentlich wollten wir mit den Dreißigern in die Ostliga aufsteigen, aber das Thema ist nun erst mal auf Eis gelegt“, meinte Henry Stelzer.

So ganz hat der für den TCK aufschlagende Rostocker die Titel- Hoffnungen noch nicht begraben. Stelzer hofft auf doppelte Schützenhilfe vom TC Blau-Weiß Rostock. Die Blau-Weißen empfangen am 26. Mai die HSG Greifswald und tags darauf bei den Herren 30 den Ortsrivalen ARTC.

Stelzer ist sich sicher:„Das wird eine spannende Saison.“ Und er weiß: Manchmal passieren Überraschungen.

Statistik

Tennis-Oberliga, Herren

TC Kühlungsborn - ARTC Rostock 6:3

HSG Greifswald - TC Neustrelitz 9:0

TC BW Stralsund - TC BW Rostock 3:6

TC RW Neubandenburg - Schweriner TC 3:6

1.

HSG Greifswald

2

15:3

4:0

2.

TC BW Rostock

2

14:4

4:0

3.

TC Kühlungsborn

2

12:6

4:0

4.

Schweriner TC

2

9:9

2:2

5.

TC Neustrelitz

2

6:12

2:2

6.

TC BW Stralsund

2

6:12

0:4

7.

ARTC Rostock

2

6:12

0:4

8.

RW Neubrandenb.

2

4:14

0:4

Stefan Ehlers

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