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Zweitliga-Volleyballer feiern richtungweisenden Heimerfolg

Rostock Zweitliga-Volleyballer feiern richtungweisenden Heimerfolg

Erleichterung beim SV Warnemünde: Der Aufsteiger besiegt den TVA Hürth mit 3:2 und verbessert sich auf den elften Tabellenplatz

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Puh, das war knapp! Warnemündes Spieler klatschen nach dem Volleyball- Krimi ab. Im Hintergrund applaudieren die Fans.

Quelle: Foto: Oliver Behn

Rostock. Jubel bei den Volleyballern des SV Warnemünde: Nach dem hart erkämpften 3:2 (25:19, 24:26, 25:22, 16:25, 15:11)-Erfolg gegen den TVA Hürth fielen sich Spieler und Verantwortliche erleichtert in die Arme. Es war kaum zu übersehen, dass die Ostseestädter unter großem Druck gestanden hatten. Die 400 Zuschauer in der Ospa-Arena feierten ausgelassen ihr Team. Durch den Sieg im Kellerduell gegen den Tabellenletzten aus der Nähe von Köln landeten die Gastgeber einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf der 2. Volleyball-Bundesliga Nord.

Dementsprechend stolz war SVW-Coach Christian Hinze auf seine Mannschaft. „Die Jungs haben die Nerven bewahrt und ihre Qualitäten in einem enorm wichtigen Spiel unter Beweis gestellt“, lobte Hinze.

Er war nach dem zweistündigen Fünf-Satz-Krimi sichtlich erleichtert.

Erneut ohne die beiden etatmäßigen Diagonalangreifer Eric Nikolaus und Efrain Förster sowie ohne einige angeschlagene Spieler ging der SV Warnemünde in die richtungsweisende Partie. Dennoch brauchten die Hausherren nicht lange, um ins Spiel zu finden. Den ersten Satz entschieden sie souverän mit 25:19 für sich.

Doch die Gäste aus Nordrhein- Westfalen kämpften sich zurück, nutzten Abstimmungsprobleme im Warnemünder Defensivverbund und glichen wenig später zum 1:1 nach Sätzen aus.

„Das war ein typisches Spiel für uns in dieser Saison“, sagte Libero Lucas Kowalkowski, der auf Warnemünder Seite zum Spieler des Spiels gewählt wurde. „Uns fehlte wieder einmal die Konstanz über längere Phasen“, kritisierte der 25-Jährige. Tatsächlich hatten die Warnemünder am Sonnabend trotz des Sieges auch Grund, sich zu ärgern. Dass die Hausherren erst im Tie-Break die Partie für sich entschieden und damit statt drei nur zwei Zähler auf ihr Punktekonto wanderten, schmälerte die Freude über den dritten Sieg.

„Schade, mit einem 3:1 hätten wir die Hürther noch weiter distanziert. Aber dazu waren wir nicht in der Lage“, meinte Trainer Christian Hinze. Seine Mannschaft spielte nach dem Ausgleich zum 1:1 zwar wieder überzeugender, eine vorzeitige Entscheidung verpasste sie jedoch. „Besonders im Aufschlag waren wir nicht druckvoll genug“, bemängelte der 38-Jährige. Das gab den Gästen erneut die Chance zurückzuschlagen. Sie gewannen den vierten Satz. Im Tie-Break bewies der Zweitliga- Aufsteiger aus Rostock jedoch Nervenstärke und sicherte den Erfolg.

Nach zuvor drei sieglosen Partien gelang den Warnemündern damit der erhoffte Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenverbleib. Durch das 3:2 springen sie weg vom Abstiegsplatz und stehen mit nun neun Punkten auf dem elften Rang. „Wir müssen weiter gegen die direkten Kontrahenten punkten, dürfen uns in den Spielen gegen die Mitabstiegskandidaten keine Ausrutscher erlauben. Dann wird es mit dem Klassenverbleib klappen“, ist Hinze überzeugt. Am Sonntag wird der SVW beim Tabellendritten FC Schüttorf gefordert sein.

SV Warnemünde: Schille, Stübe, Strübing, Günther, Liefke, Kowalkowski, Mehlberg, Nagel, Ernst, Hannemann, Jagusch, Rode.

Oliver Behn

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