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Bad Doberan Zwischen Bach und Deep Purple
Mecklenburg Bad Doberan Zwischen Bach und Deep Purple
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06:30 18.08.2016
Malte Vief spielt mit seinem Trio beim Gitarrenfestival in Kühlungsborn. Quelle: Christian Debus
Kühlungsborn

Malte Vief ist vielfach ausgezeichneter Gitarrist, Komponist und bekennender „Deep Purple“-Fan. In der kommenden Woche tritt der Musiker in Kühlungsborn zusammen mit seinen Bandkollegen Jochen Roß und Matthias Hübner beim Gitarrenfestival in der Kunsthalle auf. Im Gespräch mit der OSTSEE-ZEITUNG verriet der 37-jährige Leipziger, was er beim Autofahren hört und warum er so gern am Wasser auftritt.

Es ist nicht so einfach, Ihre Musik in ein Genre einzuordnen. Man hört klassische Elemente genauso wie Rock und Jazz. Wie beschreiben Sie selbst Ihren Sound?Matle Vief: Ich sage immer, dass man es hören muss, um ein Bild davon zu bekommen. Das ist mit Worten schwer zu erklären. Ich komme aus der Klassik, meine Bandkollegen auch. Das ist auf jeden Fall unsere Basis. Und ja, es kann auch mal rockig-rhythmisch sein.

Sie spielen eigene Kompositionen, aber auch Coversongs.Vief: Wir spielen überwiegend eigene Stücke, haben aber auch mal eine Bearbeitungen im Programm, bei der wir eine veränderte Fassung des Originals spielen. Das kann etwas Klassisches sein, etwas Folkloristisches und hin und wieder auch etwas von Deep Purple.

Beeinflussen Bands wie Deep Purple Sie bei eigenen Kompositionen?Vief: Wenn mir etwas gefällt, dann beeinflusst mich das. Ich versuche, die Sachen zu verstehen. Das kann aber auch unbewusst passieren. Das ist nur schwierig an einem Komponisten oder einer Band festzumachen. Es kann auch mal ein ganz einfaches Spiel sein, das mich inspiriert. Ich höre zum Beispiel auch gern Barockmusik, also alte Musik. Die beeinflusst mich sehr. Zudem nennen wir uns HeavyClassic. Wir haben also alle auch viel Rock gehört – ich unter anderem viel von Steve Morse (amerikanischer Gitarrist und Mitbegründer der Fusion-Band Dixie Dregs, Anm. d. Red.).

Was hören Sie privat? Welche Musik läuft bei Ihnen, während Sie mit dem Auto unterwegs sind?Vief: Ich habe unter anderem eine CD von Sting im Auto, obwohl ich kein riesiger Sting-Fan bin. Deep Purple natürlich und viel Klassik, auch Weltmusik. Mir gefällt viel, aber viel auch nicht. Ich bin stilistisch nicht festgelegt. Und ich höre andere Musiker, mit denen ich befreundet bin.

Sie haben schon als Kind gelernt, Gitarre zu spielen. Wollten Sie immer schon mit Musik Ihren Lebensunterhalt verdienen oder auch mal Feuerwehrmann werden?Vief: Feuerwehrmann wollte ich tatsächlich werden – und Astronaut. Ich habe aber mit elf Jahren angefangen Gitarre zu spielen und habe dann schnell Blut geleckt. Und als ich 13 war, hat mein damaliger Lehrer erzählt, dass man Gitarre studieren kann. Das war für mich eine unglaubliche Nachricht, unvorstellbar. Ich hatte dann sofort auch den Wunsch, es zu studieren.

Inzwischen spielen Sie etwa 100 Konzerte im Jahr. Sie sind viel unterwegs. Gibt es einen Ort, der Sie besonders beeindruckt hat?Vief: Es gibt so viele tolle Konzertorte. Kühlungsborn sehr schön. Unser Hotel ist gleich neben der Kunsthalle, in der wir auftreten. Der Strand ist vor der Tür. Ich bin auch gern auf den Inseln der Nord- Ostsee unterwegs.

Gibt es einen Ort, an dem Sie unbedingt mal spielen wollen?Vief: Ich würde gern mehr in großen Konzertsälen spielen. Zurzeit spielen wir vor 30 bis 300 Leuten. Mein entspanntes Ziel ist es, das Publikum zu vergrößern.

Und was werden Sie in Kühlungsborn für die Gäste spielen?Vief: Wir haben viele eigene Kompositionen im Programm und unter anderem die Bearbeitung eines schottischen Stückes.

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