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200 Zuschauer amüsieren sich prächtig: Späldäl feiert Premiere

Schönberg 200 Zuschauer amüsieren sich prächtig: Späldäl feiert Premiere

Das neue Lustspiel der niederdeutschen Bühne in Schönberg kommt beim Publikum sehr gut an / Es bietet gut anderthalb Stunden beste Unterhaltung

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Locker vom Hocker: Schönbergs Bürgermeister Lutz Götze (2. v. r.) spielt bei der Späldäl einen Bürgermeister.

Quelle: Fotos: Steffen Oldörp

Schönberg. Tosender Applaus. Minutenlang im Schönberger Kino. Vor ausverkauftem Haus feierte die Schönbarger Späldäl am Sonnabend die Uraufführung ihres Stücks „Dwatsche Driewer un plietsche Wiewer“. Bei den rund 200 Besuchern kam das Lustspiel aus der Feder von Marion Balbach bestens an. „Sehr gut“, strahlte Bernfried Boddin nach den gut 90 Minuten bester Unterhaltung. „Ich komme immer gerne hierher.“ Auch Matthias Pastrick hat’s gefallen. Er sagt: „Sie machen das für Laienschauspieler sehr, sehr gut. Es war lustig. Die Atmosphäre im Kino war sehr schön.“

Unter den Gästen am Sonnabend war auch Karl Peblow. Er war jahrelang Vorsitzender des Niederdeutschen Bühnenbundes von Mecklenburg-Vorpommern, ist zurzeit Leiter einer niederdeutschen Bühne in Stralsund. Er sagt: „Ich mag die Schönberger sehr, kenne sie seit vielen Jahren, weiß daher, dass sie in der Vergangenheit mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten und freue mich deshalb sehr, dass sie so etwas Tolles auf die Bühne gebracht haben.“

Als Laienschauspieler mit dabei war auch Schönbergs Stadtoberhaupt Lutz Götze. Er mimte auf der Bühne einen Bürgermeister, der in korrupter Art und Weise in den Verkauf eines Grundstückes verwickelt ist. Mit Hilfe von Geschäftsleuten will er das beliebte Theater plattmachen, stattdessen lieber große Betriebe ansiedeln. Doch der korrupte Bürgermeister und die Investoren haben nicht mit der Gegenwehr der Schauspieler gerechnet. Die wollen den krummen Deal nicht auf sich sitzen lassen. Deshalb verkleiden sie sich unter anderem als chinesischer Koch, als Polizist, als Detektiv und als Geologe, der das Grundstück begutachten will, weil er gehört hat, das es mit Gift belastet sein soll. Kurzum: Die Mitglieder der Theatergruppe legen Bürgermeister und Geldgeber mit List und Tücke herein. Und das mit Erfolg. Denn am Ende dürfen die Schauspieler ihr geliebtes Theater behalten. „Das Stück hat einen tollen Hintergrund“, findet die Leiterin der Späldäl, Beate Eggert. Sie sagt: „In der Kulturszene geht es ja nicht gerade gut zu. Es wird leider viel plattgemacht und an Fördermittel zu kommen, wird immer schwieriger.“

Für Lutz Götze, der gebürtiger Sachse ist und in seiner Rolle stark sächselt, gab es bei der Uraufführung eine Premiere: Schönbergs Bürgermeister sprach zum ersten Mal auf der Bühne plattdeutsch.

„Das fiel mir gar nicht so schwer“, so Götze. „Aber nur, weil es wirklich kurze Sätze waren wie ,Dat geit nich’ oder ,Ick mag nich’“, schmunzelt er.

Seit Februar haben die Laienschauspieler der Späldäl für die Premiere geübt, gebangt und sogar „Angst und Wasser“ geschwitzt, wie Beate Eggert zugibt. Sie war im Vorfeld aufgeregt. „Weil es so schwierig war, die zehn Spieler zusammen zu bekommen zu den Proben. Wir hatten zu tun, dass wir alles einmal durchlaufen lassen konnten. Das ging erst ganz zum Schluss.“ Von den Problemen war bei der Premiere allerdings nichts zu merken. Die gut 200 Zuschauer amüsierten sich prächtig, klopften sich vor Lachen immer wieder auf die Oberschenkel und spendeten den Schauspielern nach der Premiere langanhaltenden Applaus. Laut Götze erfreut sich die Späldäl dank ihrer seit Jahren erfolgreichen Stücke immer größerer Beliebtheit. So gebe es Besucher, die nicht aus Schönberg kommen und die behaupten, „dass unsere Auftritte mittlerweile besser sind als die der Fritz-Reuter-Bühne in Schwerin, was ich aber nicht beurteilen kann.“

so

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