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Grevesmühlen 29 Jugendliche beginnen Lehre zum Kfz-Mechatroniker
Mecklenburg Grevesmühlen 29 Jugendliche beginnen Lehre zum Kfz-Mechatroniker
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00:00 08.12.2017

Gute Nachrichten aus der Kfz-Innung: Lehrlingswart Winfried Preuss hat 29 Azubis begrüßt, die in diesen Tagen in Autohäusern in Nordwestmecklenburg und im Berufsschulzentrum Nord in Wismar ihre Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker beginnen.

Winfried Preuss

Noch im letzten Jahr war dieser Ausbildungsstandort gefährdet. Nur durch intensive Gespräche mit Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) konnte eine Ausnahmegenehmigung zum Weiterbetrieb bis 2018 erreicht werden. Die Berufsschule stand wegen zu kleiner Klassen vor dem Aus.

Dementsprechend erfreut zeigte sich der Lehrlingswart über den Erfolg: „Wir hatten mehr Azubis zugesagt und mit unseren Mitgliedsbetrieben gesprochen, die zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen haben. Wir haben unseren Teil der Abmachung erfüllt“, betont Winfried Preuss. Einem Weiterbetrieb des Fachbereiches in Wismar stehe nach Ablauf der Genehmigung aus seiner Sicht nichts im Wege. Unter den Auszubildenden sind nicht nur autobegeisterte Männer. Mit Ann-Christin Freese und Verena Eckert haben sich auch zwei Mädchen für eine Ausbildung zum Mechatroniker entschieden. Eine sogar in der zweiten Generation. Verena: „Meine Mutter ist auch Mechatronikerin und sie meinte, wenn ich das machen will, dann soll ich es versuchen. Nur vor dem Englischunterricht habe ich ein bisschen Bammel, da ich nach der achten Klasse von der Schule abgegangen bin.“ Dafür, dass sie keine Angst vor dem Unterrichtsstoff haben muss, will Klassenlehrer Richard Leder sorgen: „Wir haben in Wismar die besten Voraussetzungen. Die Kfz-Innung hat uns erst vor Kurzem neues Werkzeug gesponsert und auch sonst sind wir technisch auf dem neusten Stand.“

Stolz ist er auf die überdurchschnittlichen Erfolge seines Ausbildungszweiges. Während in anderen Innungsberufen bis zu 50 Prozent der Lehrlinge ihre Ausbildung vorzeitig abbrechen, erreichte Leder im vergangenen Jahr eine Abschlussquote von rund 80 Prozent. „Wir sind zuversichtlich, dass wir das wieder schaffen.“ Auch Vitali Rowjanko beginnt eine Ausbildung. Mit 32 Jahren ist er einer der ältesten Lehrlinge. Er kam 2014 als Flüchtling aus der Ukraine und freut sich auf die zweite Chance. „Einen Deutschkurs habe ich nicht gebraucht. Die Sprache habe ich nebenbei bei einem Praktikum in der Werkstatt gelernt.“ Infos zu freien Ausbildungsplätzen bei der Kreishandwerkerschaft unter Telefon 03841/27 17 14 oder per E-Mail unter tobias.boese@kh-mail.de

Ch. Wohlleben

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