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50000 Euro für Welterbe-Stiftung

Wismar 50000 Euro für Welterbe-Stiftung

Schwerin gibt den Geldbetrag aus dem Buga-Überschuss und wird damit Partner

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Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (M.), Wismars Bürgermeister Thomas Beyer (l.) und Stralsunds Oberbürgermeister Alexander Badrow.

Quelle: H. Werfel

Wismar. Freude beim Vorstand der Deutschen Stiftung Welterbe: Stralsunds Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) und Wismars Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) nahmen gestern in Wismar 50000 Euro der Landeshauptstadt Schwerin als Zustiftung entgegen. Damit ist Schwerin Partner der Stiftung, die beide Hansestädte 2001 gegründet haben. Ein Jahr später wurden ihre historischen Altstädte von der Unesco als Weltkulturerbe anerkannt. Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Linke) wird jetzt auch im Kuratorium der Stiftung mitarbeiten.

Die 50000 Euro stammen aus dem Überschuss, den Schwerin aus der Bundesgartenschau 2009 erzielt hat, „das beste Strukturprogramm, das die Stadt je hatte“, informierte Angelika Gramkow. „Wir unterstützen gern die beiden Städte, die uns vorgemacht haben, wie man auf die Welterbeliste kommt. Wir sind spät dran und wollen von ihnen lernen“, begründete Schwerins Verwaltungschefin die Zustiftung. Nach dem Vorbild der beiden Kommunen sei inzwischen eine Welterbe-Managerin eingestellt worden. Die Landeshauptstadt möchte für ihr Residenzensemble aus dem 19. Jahrhundert mit der Kulturlandschaft den Welterbestatus beantragen. „Außerdem empfiehlt die Unesco, das Engagement der Welterbe-Stiftung zu unterstützen“, nannte Gramkow einen weiteren Grund. Sie freue sich auf den Beginn einer Zusammenarbeit mit Stralsund und Wismar über die Stiftung.

„Wir sind froh, dass Schwerins Stadtvertretung der Zustiftung zugestimmt hat“, sagte Alexander Badrow, „und das trotz der Haushaltskonsolidierung.“ Der zurzeit amtierende Vorstandsvorsitzende und Thomas Beyer als sein Stellvertreter dankten der Landeshauptstadt dafür, dass sie nun als weitere Partnerin Stralsund und Wismar in dem Bemühen unterstützt, das Erbe der Menschheit weltweit zu schützen. Die Stiftung hilft Entwicklungsländern, ihr Welterbe zu bewahren und zum Beispiel eigene Anträge zu stellen, beziehungsweise sie hilft, gefährdete Welterbestätten zu erhalten.

„Jede Unterstützung, sowohl finanziell als auch ideell, hilft uns, unsere Projektarbeit erfolgreich fortzuführen. Wir würden uns freuen, wenn sich noch weitere Welterbestätten beteiligen“, erklärten die beiden Bürgermeister.

Das Stiftungskapital betrage seit gestern knapp 500000 Euro. Von den Zinsen fördert die Stiftung Projekte. Manche Beträge müssen erst angespart werden, zum Beispiel die 20000 Euro, die Namibia im Jahr 2011 für seine Antragstellung erhielt, damit die Sanddünen der Namibwüste in die Liste der Weltnaturerbestätten aufgenommen werden. Der Eintrag erfolgte im September 2013.

OZ

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