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Grevesmühlen Mehrere Verletzte nach Unfällen auf Autobahnen in MV
Mecklenburg Grevesmühlen Mehrere Verletzte nach Unfällen auf Autobahnen in MV
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14:43 28.10.2018
Auf der A 14 bei Jesendorf kamen auf einer zugefrorenen Brücke in beiden Fahrtrichtungen insgesamt vier Autos ins Rutschen, drehten sich und prallten in die Leitplanken. Quelle: Stefan Tretropp
Wismar/Grevesmühlen/Schwerin

Gefährlicher Bodenfrost hat am Sonntagvormittag in Mecklenburg-Vorpommern zu acht Glätteunfällen mit insgesamt vier Verletzten geführt. Laut Angaben der Polizei kam es durch die zahlreichen Kollisionen auf der Ostseeautobahn A 20 und auf der Autobahn A 14 zu massiven Verkehrsbehinderungen. Beide Strecken mussten für Bergungs- und Rettungsmaßnahmen zeitweise voll gesperrt werden. Auf der A 20 musste so ein Abschnitt bei Wismar - zwischen Upahl und Bobitz - gesperrt werden. Hier wurden vier Personen verletzt, davon ein 56-jähriger Autofahrer aus der Nähe von Ratzeburg schwer.

Gefährlicher Bodenfrost in Mecklenburg: Mehrere Kollisionen haben am Sonntagvormittag den Verkehr auf den Autobahnen A 20 und A 14 behindert, mehrere Menschen wurden verletzt.

32-Jähriger kommt auf Talbrücke ins Schleudern

Auf der A 20 zwischen den Anschlussstellen Bobitz und Grevesmühlen in Richtung Lübeck beachtete ein 32-Jähriger Fahrzeugführer aus Nordwestmecklenburg nicht die Straßenverhältnisse. Beim Befahren der Talbrücke Poischower Mühlenbach kam er von überfrierender Nässe ins Schleudern, stieß in die Mittelschutzplanke und kam auf dem Hauptfahrstreifen zum Stehen. Ein 60-Jähriger aus dem Landkreis Rostock fuhr mit seinem Auto in den verunfallten Pkw und kam auf der Fahrbahn zum Stehen. Während der Unfallaufnahme ereigneten sich auf gleicher Höhe drei weitere Unfälle. Die Ursache war der Witterung nicht angepasste Geschwindigkeit und überfrierende Nässe.

Mann aus der Nähe von Ratzeburg in Auto eingeklemmt

Bei einem Unfall wurde ein 56-jähriger Autofahrer aus der Nähe von Ratzeburg (Schleswig-Holstein) schwer verletzt. Er wurde im Pkw eingeklemmt und musste von der Feuerwehr aus dem gerettet werden. Seine 56-jährige Beifahrerin wurde leicht verletzt. Beide wurden ins Krankenhaus gebracht. Weitere 2 Beteiligte wurden leichtverletzt und konnten vor Ort nach einer Behandlung entlassen werden.

Die Sachschäden auf der A 20 werden durch die Autobahnpolizei in der Summe auf 50 000 Euro geschätzt.

Auch vier Unfälle auf A 14

Kurze Zeit Später häuften sich auch auf der Autobahn 14 die Glätteunfälle. Der Polizei zufolge kam es zu vier Unfällen zwischen dem Kreuz Wismar und der Anschlussstelle Jesendorf. Betroffen waren auch hier beide Fahrtrichtungen. Beteiligt waren hier insgesamt vier Fahrzeuge, die nach Kollision mit den Schutzplanken teils auf der Fahrbahn oder am Fahrbahnrand zum Stehen kamen. Auch diese Unfälle ereigneten sich auf oder in der Nähe einer Autobahnbrücke. Verletzt wurde bei den Unfällen niemand. Insgesamt entstand auch hier hoher Sachschaden von mindestens 30 000 Euro.

Autos verunglücken auf gefrorener Brücke

Die A20 und die A 14 mussten für mehrere Stunden zeitweise voll gesperrt werden. Die Polizei leitete den Verkehr weiträumig um. Fahrer wurden gebeten, Geschwindigkeit und Fahrweise an die Witterungsverhältnisse anzupassen.

Glätteunfälle auf A14: Autos stehen auf Fahrbahn

Glätteunfälle auf A20: Autobahn voll gesperrt

kst/RND