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Grevesmühlen Abstimmung: Keine Neuauszählung der Wahlzettel
Mecklenburg Grevesmühlen Abstimmung: Keine Neuauszählung der Wahlzettel
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00:01 29.11.2016

Der Einspruch von Uwe Wandel gegen die Gültigkeit der Auszählung bei der Stichwahl um das Amt des Grevesmühlener Bürgermeisters ist abgelehnt worden. Nachdem die Rechtsaufsicht des Landkreises die erste Abstimmung von vor zwei Wochen (damals 15 zu 9 Stimmen) einkassierte, weil sie unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, gab es gestern Abend bei der Wiederholung der Sitzung keine Überraschung. Mit der Mehrheit von SPD und CDU (18 zu 8 Stimmen) wurde der Antrag von Uwe Wandel, der bei der Stichwahl seinem Kontrahenten Lars Prahler mit 32 Stimmen Unterschied unterlegen war, zurückgewiesen.

Vorangegangen war der Abstimmung eine emotionale Diskussion um die Gründe für eine mögliche Neuauszählung. Uwe Wandel hatte in seiner Erklärung angegeben, dass er über Informationen verfüge, wonach es im Wahlbezirk VIII (Ploggenseering) zu Unregelmäßigkeiten gekommen sei. Woher er die Information hat und von wem, dazu macht er keine Angaben.

Tatsächlich ergab eine Nachfrage der städtischen Wahlbehörde, dass es dort bei der ersten Zählung eine Verschiebung von zehn Stimmen gegeben hatte. „Es gab mehrere Nachzählungen, die dann das endgültige Ergebnis brachten“, so Bürgermeister Jürgen Ditz. „Wir haben mit allen Leuten gesprochen, die in dem betreffenden Wahllokal tätig waren. Alle haben bestätigt, dass es die anfängliche Differenz gegeben habe und dann mehrfach nachgezählt worden sei. Es gibt überhaupt keine Veranlassung, diesen Angaben zu misstrauen.“

Marlis Scholz (Linksfraktion) sprach aus, was viele Grevesmühlener denken: „Es ist völlig unverständlich, warum ein Wahlgesetz so unterschiedlich ausgelegt werden kann. Wir sollten die Zettel einmal neu auszählen, dann ist die Sache ein für allemal vom Tisch.“ M. Prochnow

OZ

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