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Grevesmühlen Aktiv gegen Rechtsextremismus
Mecklenburg Grevesmühlen Aktiv gegen Rechtsextremismus
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15:36 24.04.2018
Die Regionale Schule „Am Wasserturm“ in Grevesmühlen aus der Vogelperspektive. Quelle: Ronald Gross
Grevesmühlen

Offensiv gehen Leitung und Lehrerschaft der Regionalen Schule „Am Wasserturm“ in Grevesmühlen (Nordwestmecklenburg) mit einem in die Wand geritzten Hakenkreuz im Schulgebäude um. Entdeckt wurde das 14 mal 16 Zentimeter große verfassungswidrige Symbol nach Angaben von Schulleiterin Brunhilde Hallmann am vergangenen Freitag kurz vor Schulschluss im Treppenhaus des Mittelaufgangs. „Der Hausmeister klebte es zunächst mit einem weißen Blatt Papier ab“, erläuterte sie gestern auf Nachfrage. Vorgestern wurde die Kriminalpolizei eingeschaltet, die nun ermittelt.

Abgeklebt ist das Hakenkreuz erneut – mit einer Stellungnahme des Lehrerkollegiums, die auch auf der Internetseite der Schule zu finden ist. „An unserer Schule wurden wiederholt verfassungswidrige Kennzeichen, in diesem Fall ein Hakenkreuz, von Schülern an Wände geschmiert oder eingeritzt. Dies stellt den Straftatbestand des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen dar und kann nach §86 StGB mit Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren bestraft werden. Wir verurteilen Rechtsextremismus, Intoleranz, Rassismus und Antisemitismus auf das Schärfste und setzen uns für Demokratie, Weltoffenheit und freiheitliches Denken ein. Wir werden gegen Hakenkreuzschmierereien und ähnliches aktiv vorgehen und haben bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt gestellt.“ Unterzeichnet ist es mit „Lehrerkollegium der Regionalen Schule“.

Das Thema werde nun auch in den Klassen diskutiert, versicherte Brunhilde Hallmann. „Wir wollen verdeutlichen, dass diese Tat kein Kavaliersdelikt ist. Vor allem in den unteren Klassen werden wir Aufklärungsarbeit leisten.“

Unterstützung erhält die Schule auch aus dem Rathaus heraus. „Die Stadt Grevesmühlen unterstützt ausdrücklich die Lehrerschaft und Schüler bei ihren Bemühungen, weil wir denken, dass eine offene und zur Not auch kontroverse Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und Intoleranz geboten ist und zum Bildungsauftrag der Schule gehört“, heißt es in einer Pressemitteilung des Bürgermeisters Lars Prahler.

OZ

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