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Grevesmühlen „Als Chef wird man nicht von jedem geliebt“
Mecklenburg Grevesmühlen „Als Chef wird man nicht von jedem geliebt“
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00:05 12.01.2015
Katrin Pardun, leitende Verwaltungsbeamte
Klütz

Sie ist die Schnittschnelle zwischen Verwaltung, Politik und Bürger: Katrin Pardun, leitende Verwaltungsbeamte im Amt Klützer Winkel. Im Jahr 2009 trat die 36-jährige Klützerin die Nachfolge von Bernd Anders an. Sie weiß: Sie kann es in ihrem Job nicht jedem recht machen. Und ja, man sei auch mal einsam und wird nicht von jedem geliebt. Aber das nicht, weil sie eine Frau ist, wie sie sagt. „Entscheidend für eine Person in der Führungsposition ist die Fach- und Sozialkompetenz“, erläutert die Mutter eines sechsjährigen Sohnes und einer dreijährigen Tochter.

Wer diese Fähigkeiten zeige, habe schnell Punkte gewonnen, glaubt sie. Seit 1997 ist Katrin Pardun in der Kommunalverwaltung tätig — zunächst im Amt Ostseestrand, nach dessen Auflösung im Amt Klützer Winkel. Als sie das Erbe von Bernd Anders antrat war ihr bewusst: Es wird immer schwierige Momente geben, die sie durchstehen muss. „Ich muss Kritik üben, arbeitsrechtliche oder disziplinare Maßnahmen vornehmen oder auch Kündigungen aussprechen. Es ist unangenehm, ich fühle mich mitunter unwohl dabei, aber es muss getan werden“, schildert sie. Saisonal schwankend ist Katrin Pardun Chefin für insgesamt 100 bis 130 Mitarbeiter. Die Kernverwaltung zählt 50 Mitarbeiter, hinzu kommen Mitarbeiter aus den zum Amt gehörenden Gemeinden. Neben ihrer täglichen Arbeit absolviert die leitende Verwaltungsbeamte ein berufsbegleitendes Jura-Studium. „Ohne meine Familie wäre das alles nicht möglich“, gibt sie zu. Erforderlich ist ein „optimales Zeitmanagement“, um die knappe Freizeit zu organisieren. So macht sie zum Beispiel zusammen mit ihrem Sohn Lauftraining. „Wichtig ist mir, dass mein Mann und meine Kinder nicht zu kurz kommen.“



jf

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