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Auf dem Sprung

Grevesmühlen/Rostock Auf dem Sprung

Fritz Bräunig trainiert seit August beim HC Empor / Der 18-Jährige aus Naschendorf hat den Sprung in den Kader der Bundesliga geschafft / Begonnen hat er beim SV Blau-Weiß.

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Fritz Bräunig beim Training in der Halle in Rostock/Marienehe. Sechs Mal pro Woche trainieren die Jungs hier.

Quelle: Foto: Michael Prochnow

Grevesmühlen/Rostock. Der Tag fängt für Fritz Bräunig auf der Autobahn an. Kurz nach 6 Uhr geht es los von Naschendorf nach Rostock. Frühtraining, 7.30 Uhr beginnt der erste Durchgang der A-Jugend des HC Empor Rostock, dreimal pro Woche. Viermal ist jeweils um 17 Uhr Training, fest jedes Wochenende wird gespielt. „Das ist die Bundesliga, ohne Professionalität geht es nicht“, sagt Philipp Kaiser, der Coach der Rostocker A-Jugend. Seit August mit im Team ist Fritz Bräunig.

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Fritz Bräunig trainiert seit August beim HC Empor / Der 18-Jährige aus Naschendorf hat den Sprung in den Kader der Bundesliga geschafft / Begonnen hat er beim SV Blau-Weiß.

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Im Sommer hat der 18-Jährige, der gerade in Grevesmühlen sein Abitur gemacht hat, bei Philipp Kaiser angerufen und nach einem Probetraining gefragt. „Das passiert ab und an, aber in diesem Alter ist der Sprung ziemlich schwer, eigentlich schafft das niemand“, erklärt der Trainer. „Normalerweise kommen die Jungs viel früher aufs Sportgymnasium, spielen Jahre zusammen.“ Doch es gibt Ausnahmen.

Wenn Talent und Ehrgeiz zusammentreffen. Fritz Bräunig hat die Jugendabteilungen des SV Blau-Weiß Grevesmühlen durchlaufen. Zusammen mit Christoph Voge hat er den Rückraum gebildet. Wurfstark, sprunggewaltig, körperlich präsent – die Voraussetzungen, um höherklassig zu spielen, haben beide. Christoph Voge hat sein Studium in Dresden begonnen, spielt dort beim ESV in der Verbandsliga.

Fritz beginnt Anfang Oktober sein Lehramtsstudium (Sport und Biologie) in Rostock. „Deshalb die Entscheidung für Empor, ich will weiterspielen und ich will auch weiterkommen“, sagt der groß

gewachsene Blondschopf. Doch noch steht er ganz am Anfang. In der Bundesliga-Mannschaft des HC Empor ist er Perspektivspieler. „Von der Fitness und Athletik her war er wirklich gut, als er hier ankam. Aber spielerisch muss er noch einiges dazulernen“, sagt Philipp Kaiser. „Aber er hat den Willen, einen guten Charakter und eine Chance.“ Für die erste Mannschaft? „Kann man schlecht sagen, er hätte früher zu uns kommen müssen. Er muss die Bewegungsabläufe lernen, technische Merkmale, die Spielzüge, das alles fehlt ihm. Aber er macht große Fortschritte. Und er passt total geil in die Mannschaft.“

Zwei Spiele hat die Mannschaft in der aktuellen Liga absolviert. Zwei Niederlagen gab es. Fritz Bräunig hat gegen den SC Magdeburg seine ersten Spielminuten erlebt. Zwei Versuche, ein Tor. Wie war’s?

„Schon der Hammer“, sagt der 18-Jährige. „Das ist schon etwas Besonderes.“ Dass er die meiste Zeit auf der Bank sitzt, daran hat er sich gewöhnt. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, als er in allen Jugendbereichen und auch bei den Männern in Grevesmühlen Stammspieler war. „Ich weiß, dass ich noch einiges lernen muss. Die ganzen Spielzüge kannte ich überhaupt nicht. Das ist schon ok.“

Den Anfang hat er gemacht. Wie sein Trainer betont, gehört Fritz zu den ehrgeizigen Spielern. „Jede Trainingeinheit hat er genutzt, war immer dabei. Ich bin mir sicher, dass, wenn er so weitermacht, er ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft wird.“ Die befindet sich gerade im Umbruch. Vier wichtige Spieler sind in die erste Mannschaft hochgerutscht, die in der dritten Liga spielt, weitere Leistungsträger sind noch verletzt. „Ansonsten spielen wir um Platz drei vorn mit.“ So geht es jetzt darum, dass die A-Jugend langfristig Spieler für die erste Mannschaft ausbildet. „Und zwar Spielern aus Mecklenburg.“ Philipp Kaiser verlangt von seinen Spielern nicht nur Fleiß und Ehrgeiz, sondern auch die Bereitschaft, eigene Wege zu gehen. „Ich sage den Jungs immer, sie sollen zu mir kommen, wenn sie Fragen haben. Fritz macht das, er fordert das auch. Und das finde ich sehr gut.“ Am Ende, sagt der Coach, schaffe es eher einer, der Ehrgeiz zeige, als jemand, der nur von seinem Talent lebt.

Und wie fühlt man sich, wenn man sechsmal die Woche trainiert? „Ich bin schon ganz schön fertig manchmal“, sagt Fritz Bräunig. „Die Ausdauer, die Schnelligkeit und die verschiedenen Taktiken, das war alles neu für mich. Dann ist das Leistungsniveau hier sehr viel höher. Die Jungs spielen seit vielen Jahren zusammen. Das merkt man.“ Und wo soll es hingehen? „Ich ziehe das hier durch, ich will mich verbessern. Dann werden wir sehen.“

Michael Prochnow

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