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Aula, Hort, Schulgebäude: Was plant die AG Schulentwicklung?

Aula, Hort, Schulgebäude: Was plant die AG Schulentwicklung?

Seit Jahresbeginn gibt es in Grevesmühlen eine Arbeitsgruppe, die sich ausschließlich mit den Themen Schule, Hort und Kindergarten befasst / Jetzt gibt es erste Ergebnisse

Grevesmühlen Die Regionale Schule am Wasserturm kämpft seit Jahren um eine Aula, die Zahl der Hortplätze reicht nicht ansatzweise aus und um die Gebühren für die Kita-Plätze gibt es ebenfalls Diskussionen. Lars Prahler, Bauamtsleiter in Grevesmühlen, leitet die AG Schulentwicklung, die sich mit diesen Themen beschäftigt.

 

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Braucht dringend eine Aula: die Wasserturmschule.

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Bauamtsleiter Lars Prahler

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Braucht dringend eine Aula: die Wasserturmschule.

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Bauamtsleiter Lars Prahler

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Bekommt die Wasserturmschule bald eine Aula?

Prahler: Darauf gibt es noch keine Antwort. Wir tragen derzeit die Themen zusammen, so dass wir bald eine Lösung finden.

Wie sieht es in Sachen Hortplätze aus? Die Stadt hat zugesagt, zum neuen Schuljahr 80 Plätze zu schaffen, klappt das?

Prahler: Wir haben das in der AG besprochen und uns für die kurzfristige Lösung entschieden. Damit sind wir an den Landkreis herangetreten und hoffen auf eine kurzfristige Genehmigung.

Wie sieht diese Lösung konkret aus?

Prahler: Im Schulgebäude I, das ist das Haus der Ploggenseeschule, das nahe der Sporthalle liegt, werden wir Räume herrichten. Darüber hinaus werden wir in Haus III der Kita am Lustgarten, das ursprünglich als Hort gedacht war, die Zahl der Kita-Plätze reduzieren und zu 44 Hortplätzen umwandeln. Der Haken daran ist, dass 17 Kita-Plätze fehlen. Darüber diskutieren wir gerade mit dem Landkreis, ob das machbar ist. Ich denke, Ende der Woche haben wir eine Antwort.

Ist das baulich alles umsetzbar in den nächsten Wochen?

Prahler: Ja, wir nutzen die Sommerferien dafür.

Wer übernimmt die Trägerschaft der neuen Horteinrichtungen? Woher kommt das Personal?

Prahler: Wir sprechen mit der Diakonie, die in der Ploggenseeschule die Trägerschaft übernehmen könnte. Am Lustgarten wäre die Stadt der Träger. Entscheidend ist, dass wir genügend Personal für die zusätzlichen Aufgaben finden.

Und wie soll das genau

geschehen?

Prahler: Indem wir alle Erzieherinnen und Erzieher aufrufen, sich bei uns beziehungsweise der Diakonie zu bewerben.

Zurück zur Diskussion um die Aula, beziehungsweise das Hortgebäude an der Wasserturmschule. Wie ist dort der Stand der Dinge?

Prahler: Dazu muss ich etwas weiter ausholen. Die AG Schulentwicklung besteht aus Vertretern der Fachausschüsse, Stadtvertretern, Eltern und Lehrern sowie Schulleitern und Vertretern der Kitas. Ziel der AG ist es nicht in erster Linie die Aula zu planen, sondern die Entwicklung in Grevesmühlen in der Gesamtheit. Was erwarten wir zum Beispiel von einem Schulstandort Grevesmühlen im Jahr 2030?

Eine Aula zum Beispiel?

Prahler: Wir wissen um den Missstand, den es dort gibt. Wir waren vor Ort und sind uns alle einig, dass etwas geschehen muss. Wir sind uns allerdings nicht einig, ob das in Verbindung mit einem Hort geschehen soll oder nicht. Wenn ja, wo ist die beste Lösung?

Neben der AG Schulentwicklung gibt es noch eine AG Wismarsche Straße. Zur Arbeit mit den politischen Gremien ist das zusätzliche Arbeit für die Verwaltung. Warum trotzdem dieser Aufwand?

Prahler: Ich glaube, es ist für alle Seiten fruchtbringend. Für die politischen Vertreter ist es insofern sinnvoll, weil sie direkt von den Problemen erfahren. Und für uns als Verwaltung hat es den Vorteil, dass wir die Lösungen mit den Betroffenen gemeinsam erarbeiten. Mehr Aufwand ja, aber der Nutzen ist immens.

Warum tagen die AGs nicht öffentlich?

Prahler: Das war eine mehrheitliche Entscheidung der AG, damit man auch Dinge in die Diskussion werfen kann, die vielleicht nicht ganz so populär sind. Die womöglich in der Öffentlichkeit zerredet würden. Wir werden aber Zwischenergebnisse präsentieren und sie der Öffentlichkeit vorstellen.

Wann kann man damit rechnen? Prahler: Bis zum Jahresende wollen wir den Stadtvertretern konkrete Beschlussvorlagen präsentieren.

Sie haben das Thema Inklusion angesprochen. Warum ist das so wichtig?

Prahler: Bislang dachte ich, bei dem Thema geht es darum, dass Rollstuhlfahrer überall hinkommen. Aber das ist noch längst nicht alles.

Was gehört noch dazu?

Prahler: Wenn man sich zum Beispiel unsere Wasserturmschule anschaut, dann muss man leider feststellen, dass dort viele Dinge nicht machbar sind. Einmal davon abgesehen, dass körperbehinderte Schüler dort keine Chance haben, die Klassenräume zu erreichen, gibt es noch viele andere Defizite. Es gibt zum Beispiel keine Rückzugsräume, weder für die Lehrer noch für die Schüler. Um Einzel- oder Gruppenunterricht durchzuführen, fehlen die Kapazitäten. Auch in den Klassenräumen gibt es keinen Platz für eine zweite Lehrkraft oder Sozialpädagogen. Da gibt es noch sehr viel für uns zu tun.

Interview von Michael Prochnow

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