Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Grevesmühlen Ausbildung: Jetzt gibt es Hilfe für die Schulen
Mecklenburg Grevesmühlen Ausbildung: Jetzt gibt es Hilfe für die Schulen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:05 10.11.2016

Die Situation ist mehr als Ernst: Dem Handwerk fehlen die Azubis, hinzu kommt die hohe Zahl von Jugendlichen, die die Lehre abbrechen beziehungsweise an den Prüfungen scheitern. Der Nachwuchs fehlt in vielen Bereichen. Das Problem: Die Jugendlichen wissen oftmals nicht, was sie nach der Schule erwartet.

„Das wollen wir ändern“, betonen Kreistagsmitglied Simone Oldenburg (Die Linke) und Landrätin Kerstin Weiss (SPD). Und zwar mit der Schaffung einer Koordinierungsstelle, die den Übergang Schule-Beruf vorbereitet. Die Idee ist nicht neu, von 2010 bis 2013 gab es bereits ein solches Projekt in Nordwestmecklenburg, durch das die Schüler und die Schulen betreut wurden. Doch seit Auslaufen der Förderung stehen die Schulen allein da.

Nun sollen im Rahmen der aktuellen Haushaltsdebatte, Nordwestmecklenburg bereitet für 2017 und 2018 einen Doppelhaushalt vor, rund 50000 Euro eingestellt werden, um zumindest zwei halbe Stellen (0,5 Stellen für den Übergang Schule-Beruf und 0,5 Stellen für Bildungsmonitoring) zu schaffen. Die Kreistagsabgeordnete und die Landrätin rühren nun die Werbetrommel, um die Finanzierung für das Projekt zu sichern. Kerstin Weiss: „Unser Ziel ist es, die Zahl der Ausbildungs- und Studienabbrecher zu sichern. Das ist vor allem deshalb wichtig, um den Jugendlichen eine Perspektive zu geben und Arbeitskräfte für die Region zu sichern.“ Denn derzeit ist der Fachkräftemarkt in Nordwestmecklenburg leergefegt.

„Wir können es uns einfach nicht leisten, dass Jugendliche durchs Netz fallen“, bringt Simone Oldenburg ein weiteres Problem zur Sprache. Denn auch schwächere Schüler sollen die Chance haben, auf dem Ausbildungsmarkt zu bestehen. „Dafür ist es aber notwendig, dass man sie entsprechend vorbereitet. Und dafür brauchen die Schulen Unterstützung und Hilfe, allein können die Lehrer das nicht leisten.“

So sollen beispielsweise Kontakte hergestellt werden zu Firmen für Praktika, Berufsbörsen sollen mehr sein als ein schulfreier Tag. „Wir brauchen diese Stellen und ich hoffe, dass das Geld im Haushalt bleibt.“

Apropos Schulentwicklung: Das Papier zur Schulentwicklungsplanung in Nordwestmecklenburg für den Zeitraum von 2015 bis 2020 ist noch nicht genehmigt. Wie Landrätin Kerstin Weiss mitteilte, liegt der Entwurf in Schwerin, das Genehmigungsverfahren läuft. Weiss: „Wir rechnen mit einer zeitnahen Genehmigung.“

M. Prochnow

Mehr zum Thema
Greifswald Schwierige Zeiten am Theater Vorpommern: Nächste Schritte der Reform in der Schwebe - Fusion soll ohne Entlassungen klappen

Unsicherheit unter den Mitarbeitern wächst / Reformprozess geht nur schleppend voran

05.11.2016

Die Kompetenz für Vorpommern und AfD-Mann Thomas Treig bilden eine gemeinsame Fraktion / Vorbehalte gegen seine Partei findet Treig „langweilig“

05.11.2016

Martin Luther war ein Alphatier, Polarisierer und schlimmer Antisemit - die Historikerin Lyndal Roper macht Schluss mit dem Mythos vom sympathischen Reformator. In ihrer Luther-Biografie untersucht sie auch die Bedeutung von Luthers Darmträgheit für die Reformation.

09.11.2016

Bildungsministerin Birgit Hesse mit einer bewegenden und persönlichen Rede zum Abschied von Jürgen Ditz

10.11.2016

„Das Wildschwein als zunehmende Problemart in der Stadt und der Landwirtschaft“ ist das Thema eines Vortrags, der heute in Warin stattfindet.

10.11.2016

Weil die Schneelast in den Baumkronen zu hoch ist, ist die Straße dicht

10.11.2016
Anzeige