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Ausgewachsene Katze am Lottihof ausgesetzt

Seefeld Ausgewachsene Katze am Lottihof ausgesetzt

Verängstigtes Tier im verschlossenen Korb vorgefunden / Mitarbeiter richten Appell an Halter / Verhalten ist strafbar

Seefeld. Entsetzen bei den Mitarbeitern des Lottihofs: Am vergangenen Donnerstag haben sie gegen 9.30 Uhr vor dem Hoftor einen Katzenkorb entdeckt und darin eine schwarze, ausgewachsene Katze vorgefunden. Sie sei völlig verängstigt gewesen, berichtet Christine Geburtig, Vorstandsmitglied im Verein Lottihof für Kinder und Tiere e.V..

 

OZ-Bild

Juliane Westphal, Mitarbeiterin auf dem Lottihof, fand die Katze.

Quelle:

„Irgendjemand wollte wohl seine Katze los werden“, sagt sie.

Sein Tier auf diese Art und Weise einfach wegzugeben, sei nicht nur gewissenlos, sondern auch strafbar. Wer sich ein Tier anschaffe, müsse auch die lebenslange Verantwortung übernehmen, mahnt der Verein, der in Seefeld den Hof betreibt. „Natürlich können im Laufe dieser langen Zeit private Lebenssituationen entstehen, in denen man dieser Verantwortung nicht gerecht werden kann. Dann sollte man sich aber auch die Zeit nehmen, um einen neuen, geeigneten Platz für sein Tier zu suchen“, appelliert Geburtig.

Bleibt als einzige Lösung nur die Abgabe in einem Tierheim, wünschen sich die Mitarbeiter des Lottihofs von den Haltern, dennoch finanzielle Verantwortung zu übernehmen. Kritik an fälligen Abgabegebühren weisen sie dementsprechend zurück. „Jeder der sein Tier artgerecht ernährt und tierärztlich versorgt hat, weiß, dass die Tierhaltung Geld kostet“, erklärt Geburtig. Wer seinen Vierbeiner weitergibt, spare an diesen Kosten. Das Tierheim habe diese allein zu tragen. „Und die erste tierärztliche Versorgung mit Impfung, Entwurmung, Flohmittel, Kastration und Chippen kostet dem Tierschutz etwa 180 Euro“, so Geburtig weiter. Danach würden aber längst nicht alle Tiere gleich wieder zu Personen vermittelt werden.

Die gefundene Katze hat der Lottihof nun an das Tierheim in Dorf Mecklenburg weitergegeben. Denn die Einrichtung habe keine Möglichkeit, Katzen in der Erstaufnahme zu versorgen. Im Zuge dessen rufen die Verantwortlichen der Einrichtung alle Katzenbesitzer auf, ihre Tiere kastrieren zu lassen. „ Nur so kann man effektiv viel Katzenelend verhindern“, meint Geburtig. Denn im Tierheim ist die ausgesetzte Katze auf viele weitere Artgenossen getroffen.

OZ

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