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Autofahrer atmen auf: „Stressbaustelle“ ist weg

Lübeck/Selmsdorf Autofahrer atmen auf: „Stressbaustelle“ ist weg

Der Verkehr zwischen Nordwestmecklenburg und Lübeck kann wieder wie gewohnt rollen.

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Letzte Handgriffe: Das Fundament für die provisorische Ampelanlage wird in den Boden eingelassen.

Quelle: Fotos: Wolfgang Maxwitat

Lübeck. Sechs Wochen herrschte in Schlutup Hochbetrieb. Eine neue Asphaltdecke, frische Markierungen und eine provisorische Ampelanlage: All das musste bis zum Wochenende fertig sein. Mehrere Kolonnen haben deshalb gleichzeitig an dem Knotenpunkt Wesloer Landstraße/Wesloer Straße/B 104 gearbeitet. Nun fließt der Verkehr endlich wieder reibungslos. Über die planmäßige Fertigstellung sind nicht nur die Autofahrer und Schlutuper, sondern auch die Verantwortlichen erleichtert. „Wir nennen die Baustelle nämlich auch gerne Stressbaustelle“, verrät Lutz-Michael Arndt. Der Sachgebietsleiter Baudurchführung im Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr in Lübeck blickt zufrieden auf die Baustelle. „Die Vollsperrung war sehr kurz angesetzt. Hier ist wirklich im Akkord gearbeitet worden“, lobt er.

Um den Verkehr möglichst wenig zu behindern, wurde die Fahrbahn während der Sommerferien saniert. Es ist der zweite Bauabschnitt der Ortsumgehung Schlutup, die der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) bis Ende Oktober fertigstellen will. Für die gesamte Baumaßnahme wurden Kosten in Höhe von rund drei Millionen Euro veranschlagt.

70 000 Kubikmeter Boden wurden für die Sanierung angeliefert, dazu 3600 Kubikmeter Frostschutzmaterial. „Allein am Knotenpunkt haben wir 4000 Quadratmeter Asphalt erneuert“, erzählt Bauleiter Ronny Eisenack. 1800 Meter Drainageleitungen wurden zudem verlegt, außerdem 900 Meter Betonrohrleitungen. Die Entwässerungsleitungen wurden parallel zur Straße verlegt, am Rande der B 104 in Richtung Selmsdorf liegt ein Regenrückhaltebecken, das eigens angelegt wurde. „Wir haben außerdem zwei Amphibien-Leiteinrichtungen aufgebaut“, erzählt Arndt. „Bisher sind sie nur provisorisch, die endgültigen Arbeiten nehmen wir vor, wenn der Verkehr wieder rollt.“ Ebenso provisorisch ist die Ampelanlage, die noch für gut vier Wochen an der Kreuzung den Verkehr regelt. „Nachdem der Bahnübergang bereits im Frühjahr erneuert wurde, kommt in Kürze auch die richtige Ampel. Die muss dann mit den Schranken gekoppelt werden“, erzählt Arndt.

In den kommenden Tagen werden Probebohrungen erfolgen, die zeigen sollen, ob der Asphalt die vereinbarte Qualität und Dichte aufweist. Auf rund 500 Metern Straße wurde der alte Asphalt zuvor hochgenommen und neu verlegt. „Die alte Decke haben wir recycelt und als Tragschicht verwendet“, erklärt Arndt. Darüber kommt die Binderschicht, bevor schlussendlich die Asphaltdecke folgt.

20 Männer der Firma Strabag sind seit sechs Wochen in Schlutup im Einsatz. Dazu kommen Mitarbeiter von Fremdfirmen, die die Ampel installieren und mit Thermoplastik die weißen Markierungsstreifen auf der Straße anbringen. Bis zur letzten Minute wurde gearbeitet. „Gott sei Dank hatten wir so viel Glück mit dem Wetter. Sonst wäre es kritisch geworden in so kurzer Zeit“, freut sich Eisenack.

Während der Bauarbeiten mussten die Autofahrer einen Umweg von rund sieben Kilometern in Kauf nehmen. Sie dürften sich jetzt freuen, dass zumindest der Knotenpunkt wieder freigegeben wird. Wenn im Oktober auch die Umgehungsstraße freigegeben wird, soll der Verkehr aus Richtung Selmsdorf kommend geradeaus fließen, statt wie bisher rechts durch den Ortsteil Schlutup.

 



Maike Wegner

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